Mit dem gesundheitsschädigenden Insektizid Fipronil kontaminierte Bruteier sorgten erst im Sommer 2017 europaweit für Aufsehen. Fipronil ist für die Behandlung von Tieren, die für die Lebensmittelerzeugung vorgesehen sind, gänzlich verboten. Die Eier wurden auch nicht direkt mit Firponil behandelt, sondern die von der Blutlaus befallenen Bruthennen – und diese übertrugen die toxische Substanz auf ihre Eier. Bruteier kommen aber auch auf legalem, standardisiertem Wege in Kontakt mit toxischen Substanzen: Zur Vorbeugung und Bekämpfung von Keimbefall ist die Behandlung von Bruteiern mit Formaldehyd langjährig gängige Praxis in europäischen Großbrütereien.

Die Eier – aussc...
Ein Tumor in der Leber – eine erschreckende Diagnose für betroffene Patientinnen und Patienten. Für Ärzte zunächst noch ein Fragezeichen, denn die Tragweite der Erkrankung ist allein durch die Entdeckung eines Tumors noch nicht feststellbar. Die meisten Tumore bilden sich aus den Leberzellen; es kann aber auch vorkommen, dass Tumore, die in der Bauchspeicheldrüse entstanden sind, in die Leber einwandern. Anhand von Proteinuntersuchungen können Ärzte diese Tumore jetzt besser voneinander unterscheiden. Rubin, das Wissenschaftsmagazin der Ruhr-Universität Bochum (RUB), berichtet.

Entscheidend für Behandlung und Prognose

„Für die Behandlung und die Prognose der betro...
Wie verlaufen chemische Reaktionen bei extrem tiefen Temperaturen? Um diese Frage zu beantworten, benötigt man molekulare Proben, die gleichzeitig kalt, dicht und langsam sind. Wissenschaftler um Dr. Martin Zeppenfeld aus der Abteilung Quantendynamik von Prof. Gerhard Rempe am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching haben jetzt mit einer neuen Kühltechnik einen entscheidenden Schritt in diese Richtung gemacht. Ihre sogenannte „Kryofuge“ kombiniert kryotechnische Puffergas-Kühlung mit einer speziellen Zentrifuge, in der die bereits vorgekühlten dipolaren Moleküle mit Hilfe von rotierenden elektrischen Feldern auf Geschwindigkeiten von weniger als 20 Meter pro Sekunde abgebr...
Das Immunsystem kontrolliert die Gesundheit der Körperzellen, indem es eine Art molekularen Ausweis prüft. Manchmal präsentieren die Zellen aber den falschen Ausweis (Antigen), was zu Autoimmunkrankheiten, chronischen Entzündungen oder Krebs führen kann. Wie das passieren kann, erklären Forscher der Goethe-Universität in der nächsten Ausgabe von „Science“.

Die meisten Zellen geben den T-Zellen des adaptiven Immunsystems Auskunft über ihren Zustand, indem sie regelmäßig ausgewählte Bestandteile ihres Inneren (Antigene) auf ihrer Oberfläche präsentieren. Befinden sich darunter Bruchstücke von Viren oder veränderten Zell-Komponenten, werden diese Zellen eliminiert. Da...
TU Graz-Forschende beobachten Enzyme bei der Aufspaltung von Cellulose und wollen damit unter anderem die Produktion von Biokraftstoffen unterstützen. Ihre Ergebnisse publizieren sie nun in Nature Communications.

Kraftstoffe aus Biomasse werden immer wichtiger. Abgesehen von Biomethan können sie aber noch nicht effizient, kostengünstig und nachhaltig produziert werden, der technische und finanzielle Aufwand ist derzeit noch zu hoch. „Mitschuld“ daran trägt Cellulose, ein Polysaccharid und Pflanzenbestandteil, der nicht wasserlöslich und damit schwer zu verarbeiten ist.

Oxidative Enzyme

Im Normalfall verwenden Bioraffinerien – so wie es auch in natürlic...
Durch geschickte chemische Synthese gelang es Katharina Pallitsch von der Fakultät für Chemie, die räumliche Struktur eines erst kürzlich entdeckten Phosphonats aufzuklären, welches in Zukunft als medizinischer Wirkstoff Anwendung finden könnte. Dies ist ein erster, wichtiger Schritt auf dem Weg zur Aufklärung des Biosynthesewegs dieser Verbindung. Die Arbeit erscheint als Coverstory der aktuellen Ausgabe des Fachjournals "Chemistry – A European Journal" und wurde als "Hot Paper" klassifiziert.

Phosphor ist einer der wichtigsten Nährstoffe. Jede Zelle benötigt ihn, um zu wachsen und sich zu vermehren. Daher nehmen alle Lebewesen Phosphor aus ihrer Umwelt auf und bauen ihn i...
Der Mensch besteht aus rund 37.2 Billionen Zellen. Aber nicht alle Zellen sind gleich: während Muskelzellen die molekulare Maschinerie enthalten, um die Muskeln zusammenzuziehen und zu entspannen, erstrecken sich manche Neuronen mit meterlangen Axonen von der Wirbelsäule aus bis in die Zehenspitzen, rote Blutkörperchen wiederum binden Sauerstoff und transportieren diesen durch den Körper. Aber wie „weiß“ eine Zelle, welche Funktion sie hat? In einer Publikation, die heute im Journal Developmental Cell erscheint, beschreibt die Gruppe von Carl-Philipp Heisenberg am Institute of Science and Technology Austria (IST Austria), darunter Erstautorin und PhD Studentin Vanessa Barone, wie da...
Ein Empa-Team hat einen Biosensor entwickelt, der günstig, einfach und schnell erhöhte Kupferwerte messen kann. Kupfer ist – genau wie andere Schwermetalle – problematisch für Mensch und Umwelt. Das Träger­material für den Sensor – mikrofibrillierte Zellulose – ist ebenfalls eine ­Empa-Entwicklung.

Schwermetalle wie Kupfer sind gefährlich, das ist kein Geheimnis. Sowohl auf die Umwelt als auch auf die menschliche Gesundheit können sie sich gravierend auswirken. Leberschäden, Alzheimer oder sogar Krebs wurden bereits mit einer Überbelastung an Kupfer in Zusammenhang gebracht. Trotzdem sind die Schwermetallkonzentrationen in Luft und Wasser, vor allem in einigen Entwi...
Die Arbeitsgruppe um Privatdozent Dr. Martin Müller, Abteilung Innere Medizin II am Universitätsklinikum Tübingen konnte in der heute im Fachjournal Nature Communications publizierten Studie das Protein NFAT2 als einen entscheidenden Faktor für den Verlauf der Chronisch-Lymphatische Leukämie (CLL) identifizieren.

Die Chronisch-Lymphatische Leukämie ist die häufigste Leukämieform in den westlichen Industrieländern. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts wird in Deutschland jedes Jahr diese Bluterkrankung bei etwa 5000 Personen neu diagnostiziert. Meistens verläuft die Krankheit sehr langsam, chronisch und über viele Jahre ist keine Therapie nötig. Bei einem Teil der Betroff...
Lithium-Ionen-Akkus sind brennbar, und der Preis für den Rohstoff steigt. Gibt es Alternativen? Ja: Forscher der Empa und der ETH haben vielversprechende Ansätze entdeckt, wie man Batterien aus Abfall-Graphit und Schrott-Metallen herstellen könnte.

Kostiantyn Kravchyk arbeitet in Forschungsgruppe von Maksym Kovalenko, die zugleich an der ETH Zürich und im Empa-Labor für Dünnfilme und Fotovoltaik beheimatet ist. Sein ehrgeiziges Ziel ist es, einen Akku aus den am häufigsten vorkommenden Elementen der Erdkruste zu machen – zum Beispiel Magnesium oder Aluminium. Diese Metalle bieten eine hohe Sicherheit selbst dann, wenn die Anode aus reinem Metall besteht – was bei einer Lith...
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