Eine mechanisch gestapelte GaInP/GaAs//Si-Dreifachstapelzelle erreicht eine bestätigte Energieumwandlungseffizienz von 35,4%. Die Si-Bottomzelle mit passivierenden POLO (poly-Si on oxide)-Kontakten wurde am ISFH und die monolithische GaInP/GaAs-Topsolarzelle am NREL hergestellt.

Das Institut für Solarenergieforschung Hameln (ISFH) und das National Renewable Energy Laboratory (NREL) erreichen in Zusammenarbeit eine bestätigte Energieumwandlungseffizienz von 35,4% für eine mechanisch gestapelte GaInP/GaAs//Si-Dreifachstapelzelle. Die Si-Bottomzelle mit passivierenden POLO (poly-Si on oxide)-Kontakten wurde am ISFH und die monolithische GaInP/GaAs-Topsolarzelle am NREL hergestellt.
Wasser-Moleküle können spontan in negativ und positiv geladene Teilchen zerfallen. Chemiker der Universitäten Bonn, Rostock und Wisconsin-Madison (USA) haben diese Eigenschaft erstmals am Computer nachvollzogen. Ihre Studie wirft Licht auf eine Reaktion, ohne die es vermutlich kein Leben gäbe. Die Arbeit ist heute in der Zeitschrift „Scientific Reports“ der Nature Publishing Group erschienen.

Flüssiges Wasser besteht zum überwiegenden Teil aus neutralen H2O-Molekülen. Diese können jedoch spontan zerfallen. Dabei entstehen ein negativ geladenes Hydroxid-Ion sowie ein positiv geladenes Hydronium-Ion. Diese Reaktion ist ausgesprochen selten: Auf zehn Milliarden Wassermolekül...
Ein auf der Halbinsel Yukatan entdecktes prähistorisches menschliches Skelett ist mindestens 13.000 Jahre alt und stammt aller Voraussicht nach aus einer Kaltperiode am Ende der letzten Eiszeit, dem späten Pleistozän. Ein deutsch-mexikanisches Forscherteam unter der Leitung von Prof. Dr. Wolfgang Stinnesbeck und Arturo González González hat das fossile Skelett datiert, basierend auf einem Tropfstein, der auf dem Hüftknochen gewachsen war. „Die vor fünf Jahren aufgefundenen Knochen aus der Chan-Hol-Höhle bei Tulúm stellen damit einen der ältesten Knochenfunde eines Menschen auf dem amerikanischen Kontinent dar und belegen eine unerwartet frühe Besiedelung Südmexikos“, so der G...
In der Lebensmittelproduktion gibt es hohe Sauberkeits- und Hygienestandards, denen Bakterien, wie Listeria monocytogenes, trotzdem entkommen können. Ein Team der Vetmeduni Vienna zeigte nun in Applied and Environmental Microbiology, dass sich bestimmte Listerienstämme dazu – frei ausgedrückt – auf eine Insel flüchten. Eine Kombination zweier Gene erlaubt es ihnen den Effekt von Laugen und oxidativem Stress abzuwehren. Die Forschenden konnten die funktionale Einheit damit als eine neue „stress survival islet“, eine Stressüberlebensinsel, identifizieren. Das Verständnis dieses genetischen „Rettungsankers“ kann helfen neue Strategien für die Lebensmittelsicherheit zu entwick...
Freitragende und Millionstel-Millimeter dünne Membranen aus Kohlenstoff: Sie sind ein Spezialgebiet von Professor Dr. Armin Gölzhäuser von der Universität Bielefeld und seiner Forschungsgruppe. Die Nanomembranen können als ultrafeiner Filter und als Schutzschicht dienen. Die Bielefelder Physikerinnen und Physiker haben mehrere Patente zur Herstellung solcher Molekülschichten. In ihrer Forschung analysieren sie, welche Eigenschaften die Nanomembranen haben – als Grundlage für ihre künftige Anwendung.

In einem neuem „research_tv“-Beitrag der Universität Bielefeld erklärt Armin Gölzhäuser, was die Membranen zu Multitalenten macht, und er schätzt ein, welche Bedeutung s...
Im Laufe der Zeit akkumuliert die Erbsubstanz mehr und mehr Schäden – Alterung ist die Folge. Die vielfältigen Auswirkungen der DNA-Schäden konnten nun in bisher nicht bekannter Komplexität gezeigt werden. Die Studie der Kölner Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler um Björn Schumacher von der Universität zu Köln wurde im Fachjournal Cell Reports veröffentlicht.

Die Erbsubstanz DNA ist Grundlage und Baustein unseres Lebens – wie eine Bedienungsanleitung enthält sie alle Informationen, die einzelne Zellen und der ganze Körper zum Funktionieren brauchen. Dabei ist die DNA ständiger Schädigung wie UV-Strahlung, Umweltgiften und schädlichen Stoffwechselprodukten ausges...
Preisgünstige, häufig in der Erdkruste vorkommende Metalle sind vielversprechende Photoelektrokatalysatoren für die künstliche Photosynthese. Ein chinesisches Forscherteam berichtet jetzt, dass eine dünne Schicht aus Titandioxid unter Nanostäbchen aus Hämatit als Photoanode die Leistungsfähigkeit dieser Elektrode erheblich steigert. Zwei unterschiedliche Effekte seien dafür verantwortlich, erläutern sie in der Zeitschrift Angewandte Chemie. Mit seiner Kombination aus Nanostruktur und chemischer Dotierung könnte dieser Elektrodenaufbau für die Verbesserung von „grünen” photokatalytischen Systemen modellhaft sein.

Ist ein Katalysator vorhanden, kann Sonnenlicht die Oxid...
Je seltener man den Straßenbelag erneuern muss, umso besser ist es für die Umwelt und die Steuerzahler. An der TU Wien arbeitet man daher an robusteren, langlebigeren Asphalt-Sorten. Bisher war allerdings nicht ganz klar, welche Bestandteile der Luft überhaupt für die Alterung des Straßenbelags hauptverantwortlich sind. „Molekularer Sauerstoff, wie er in der Atmosphäre vorkommt, hat bei Umgebungstemperaturen kaum Oxidationspotential“, weiß der Chemiker Prof. Hinrich Grothe. Experimente zeigen nun: Eine ganz wesentliche Rolle spielen die Stickoxide. Diese Erkenntnis kann man nun auch nutzen, um im Labor Asphaltproben künstlich altern zu lassen und haltbarere Asphalt-Rezepturen zu ...
Das Säugergenom besteht nahezu zur Hälfte aus sogenannten Retrotransposons. Obwohl sie also relativ häufig sind, hatte man ihnen bisher kaum Bedeutung beigemessen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München zeigten nun mit Kollegen aus den USA in ‚Nature Genetics‘, dass Retrotransposons eine wichtige Rolle in der Entwicklung des Embryos spielen.

Konkret untersuchte das Forscherteam die sogenannten LINE1 (L1) Elemente, die häufigsten Retrotransposons bei Säugetieren.* „Wir wussten bereits, dass L1-Elemente während der frühen Entwicklung des Embryos besonders oft abgelesen werden und wollten herausfinden, ob und für was das wichtig ist“, erk...
Plastik und Natur, das passt auf den ersten Blick nicht zusammen. Forscher des Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) sind da anderer Meinung: Ihnen ist es erstmals gelungen, den im Boden vorkommenden Schimmelpilz Aspergillus niger so zu verändern, dass dieser Aconitsäure herstellen kann – ein neuer Rohstoff und nicht zuletzt wichtiger Baustein für die Produktion ungiftiger Biokunststoffe. Das acib setzt damit einen weiteren, wichtigen Schritt in der Erzeugung chemischer Produkte aus erneuerbaren Ressourcen, um die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zum Wohle unseres Planeten zu beenden.

Die erstaunlichsten Innovationen stammen immer noch aus der Natur: Schimm...
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