Erstmals ist es Wissenschaftlern der Universität Rostock gelungen, theoretisch nachzuweisen, dass sich stabile Hexamer-Cluster-Strukturen ausbilden können. Die Bindungskräfte werden durch Wasserstoffbrücken aufgebracht, die aufgrund der spezifischen Struktur der Bindung die stark abstoßenden Coulomb-Kräfte überwinden.

Ungleiche Ladungen ziehen sich an, gleiche Ladungen stoßen sich ab. So lernen wir es in der Schulphysik, wenn die Wechselwirkung zwischen Ladungen, also das Coulomb-Gesetz besprochen wird. Die Arbeitsgruppe von Professur Ralf Ludwig aus der Physikalischen und Theoretischen Chemie der Universität Rostock konnte jetzt zeigen, dass die positiv geladenen Ionen, die ...
Eine aktuelle Studie mit wesentlicher Beteiligung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) zeigt, welche Genveränderungen Entwicklungsstörungen und Epilepsie bedingen. Die Ergebnisse können heute übliche Gentests deutlich verbessern. Zudem zeigt das internationale Forschungsteam, dem die Kieler Arbeitsgruppe für Epilepsiegenetik an der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin II (Direktor: Professor Ulrich Stephani) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, um Professor Ingo Helbig angehört, dass ein großer Teil der Patientinnen und Patienten von solchen verbesserten Tests profitieren kann, weil sich daraus eine zielgerichtete erfolgreiche Behandlung ab...
Er sieht ein bisschen unscheinbar aus, der Quader, der dreifach gepolstert verpackt auf dem Konferenztisch liegt. Er ist nicht mal so lang wie ein Textmarker und so schmal wie der kleine Finger. Aber das Innenleben dieser sogenannten Küvette ist wertvoll: Ein gelblich leuchtender Einkristall ist in ihr eingefasst, ein besonderer Kristall mit perfekter, regelmäßiger atomarer Struktur, die ihn extrem stabil macht. Daran haben die FH Münster und das Forschungsinstitut für mineralische und metallische Werkstoffe Edelsteine/Edelmetalle (FEE) aus Idar-Oberstein geforscht – und wollen diesen eingefassten Einkristall nun dafür verwenden, spezielle Messgeräte zu kalibrieren.

„Genaue...
Alle Materie besteht aus Atomen. Diese sind so winzig klein, dass man sie nur mit modernen Geräten wie beispielsweise hochpräzisen Elektronenmikroskopen sehen kann. Dieselben Elektronen, die in diesen Geräten atomare Strukturen bildlich darstellen, können aber auch verwendet werden, um einzelne Atome im Material gezielt zu verschieben. Diese neuartige Technik, welche von Forschern an der Universität Wien entwickelt wurde, erlaubt nun die nahezu perfekte Kontrolle über die Bewegung von einzelnen Siliziumatomen in Graphen. Die neuesten Forschungsergebnisse wurden im renommierten wissenschaftlichen Journal "Nano Letters" veröffentlicht.

Ein bemerkenswerter Durchbruch im Bereich de...
Ob und wie sich chemische Reaktionen durch gezielte Schwingungsanregung der Ausgangsstoffe beeinflussen lassen, untersuchen Physiker um Roland Wester an der Universität Innsbruck. Sie konnten nun demonstrieren, dass die Anregung mit einem Laserstrahl die Effizienz einer chemischen Austauschreaktion nicht beeinflusst und die angeregte Molekülgruppe bei der Reaktion nur als Zuschauer fungiert.

Eine häufig verwendete Reaktion in der Organischen Chemie ist die nukleophile Substitution. Sie spielt zum Beispiel eine wichtige Rolle in der Synthese neuer Verbindungen oder bei Biomolekülen in Lösung und ist deshalb auch industriell von großer Bedeutung. Bei der Reaktion treffen geladene ...
Dass sich Erreger der Schlafkrankheit durch einen Austausch ihrer Oberflächenproteine der Immunabwehr entziehen, ist lange bekannt. Doch nun fanden Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum eine zusätzliche Strategie der Parasiten, dem Immunsystem zu entgehen: Sie verwirren das Abwehrsystem mit Zucker. Die Zuckerketten am Hüllprotein verhindern die Bindung schützender Antikörper und steigern so die krankmachenden Eigenschaften der einzelligen Erreger.

Afrikanische Trypanosomen, die Erreger der Schlafkrankheit, sind berüchtigt für ihre Fähigkeit, der körpereigenen Immunabwehr zu entkommen. Der Trick, mit dem sie sich der vollständigen Vernichtung durch die Abwehrzel...
Patienten mit CDDs (congenital diarrheal disorders), einer Gruppe seltener, weitgehend unerforschter Erbkrankheiten, leiden häufig bereits bei der Geburt an schweren, oft lebensbedrohlichem Durchfall. WissenschaftlerInnen des LBI-RUD und des CeMM, zusammen mit der Medizinischen Universität Innsbruck und dem University Medical Center Utrecht haben nun die molekularen Mechanismen der Erkrankungen erforscht. Dabei sind sie auf ein Protein gestoßen, das eine entscheidende Rolle in der Fettverdauung spielt.

Damit Fett aus unserer Nahrung aufgenommen werden kann, muss es eine Reihe komplexer biochemischer Reaktionsketten durchlaufen. Die Fettmoleküle, bestehend aus einem Glycerin und dr...
Der Ozean ist nicht nur eine Quelle mineralischer Rohstoffe. In den Weltmeeren steckt auch ein bisher noch wenig erforschtes, großes Potenzial für die Gewinnung von neuen Wirkstoffen aus Organismen wie marinen Pilzen, die beispielsweise in der Medizin, Kosmetik oder im Pflanzenschutz eingesetzt werden können. Auf der Suche nach unbekannten Substanzen aus dem Meer haben Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) gemeinsam mit internationalen Kollegen zum ersten Mal das Erbgut von zwei marinen Pilzen aus dem Wattenmeer der Nordsee, der Arten Calcarisporium sp. und Pestalotiopsis sp., analysiert. Dabei ist es ihnen gelungen, neuartige Gen-Cluster, die für sogenannte Sekun...
Die Ständige Senatskommission zur Prüfung gesundheitsschädlicher Arbeitsstoffe der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die MAK- und BAT-Werte-Liste 2018 vorgelegt. Die Liste wurde jetzt an den Bundesminister für Arbeit und Soziales übergeben; sie enthält 95 Änderungen und Neuaufnahmen und ist in gedruckter Form wie auch digital im Open Access verfügbar. Sie ist Teil der wissenschaftlichen Politikberatung, die sich die DFG in ihrer Satzung selbst zur Aufgabe gemacht hat.

In der aktuellen Liste legte die Kommission eine neue Maximale Arbeitsplatz-Konzentration (MAK-Wert) für Polytetrafluorethen fest. Der Stoff ist unter anderem bekannt als Teflon oder Gore-Tex durch sein...
Die Entwicklung der CRISPR/Cas-Methode stellte eine Revolution für die gezielte Veränderung genetischer Information dar. Sie eröffnet eine Fülle von Möglichkeiten für die Grundlagenforschung und Gentherapie. Dabei werden Veränderungen an der DNA vorgenommen, was mit Risiken verbunden ist: Auch auftretende Fehler werden für immer im Genom gespeichert. Seit rund sieben Jahren arbeitet das Forscherteam von Professor Thorsten Stafforst am Interfakultären Institut für Biochemie der Universität Tübingen an einer risikoärmeren Alternative: an Methoden zur gezielten genetischen Veränderung der RNA-Ebene, der sogenannten RNA-Editierung. Sie machen sich dabei zunutze, dass die Informatio...
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