Wenn nächstes Jahr, 2018, das Kilogramm neu definiert wird, werden die Technische Universität Ilmenau und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt die Waage entwickelt haben, die nötig ist, um es zu messen: die Planck-Waage.

Die hochpräzise elektronische Waage misst nicht wie bisher mit Bezug auf das Ur-Kilogramm oder unter Einsatz von Gewichtsstücken, sondern bezieht sich auf eine unveränderliche Naturkonstante: die Planck-Konstante. Die Waage wird weltweit zum Kalibrieren anderer Waagen dienen, damit diese mit der neuen Methode in Übereinstimmung gebracht werden. Sie wird aber auch direkt in der Industrie eingesetzt, um Gewichtsstücke zu messen. Zahlreiche gesellschaftliche...
Jupiter ist der älteste Planet des Sonnensystems. Das haben Planetologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster jetzt erstmals nachgewiesen. Demnach war die Bildung des Planeten bereits vier Millionen Jahre nach der Entstehung des Sonnensystems abgeschlossen.

Jupiter ist nicht nur der größte Planet des Sonnensystems, sondern auch der älteste, wie Planetologen der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) jetzt berichten. Ihnen ist es erstmals gelungen, sein Alter zu bestimmen. Bisher war das Alter Jupiters nicht bekannt – es gab nur Schätzungen. Dies liegt unter anderem daran, dass es keine Gesteinsproben des Planeten gibt und Forscher daher keine direkten ...
Bei gut der Hälfte aller Patienten mit seltenen Erbkrankheiten bleibt unklar, welche Stelle im Genom genau für die Krankheit verantwortlich ist. Ein Grund dafür ist die gigantische Menge an Informationen in den menschlichen Genen. Forscherinnen und Forscher aus Informatik und Medizin haben jetzt eine mögliche Lösung gefunden: Bei dem neuen Verfahren eines Teams der Technischen Universität München (TUM) und des Helmholtz Zentrums München wird nicht nur die DNA, sondern auch die RNA untersucht. Dadurch steigen die Trefferchancen bei der Suche deutlich.

In ihrer Gesamtheit sind sogenannte seltene Erkrankungen alles andere als selten. Etwa acht Prozent der Weltbevölkerung sind vo...
Umweltfreundliches Bioleaching erstmals für die Gewinnung von Metallen aus Müllverbrennungsaschen und -schlacken einzusetzen, ist Ziel des vom Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) durchgeführten Projektes GrecoMet, das enormes Zukunftspotenzial aufweist: Industrieschlacken stellen in Österreich den größten, bisher ungenutzten Sekundärressourcenstrom dar. Die neue Technologie könnte diesen Schatz zugänglich machen und womöglich sogar einen Ausweg aus der Ressourcenabhängigkeit anderer Länder bieten.

Aschen und Schlacken aus Müllverbrennungsanlagen (MVA) stellen in Österreich den größten Sekundärressourcenstrom dar (Bundesministerium für Land- und Forstwi...
Wissenschaftler wollen im Rahmen eines neuen EU-Projekts einen tieferen Einblick in die genetischen Codes wirbelloser Tiere gewinnen. Dies könnte dazu beitragen, künftig deren Ressourcen besser für biotechnologische Anwendungen zu nutzen.

Mehr als 95 Prozent aller Tierarten der Erde gehören nicht zu den Wirbeltieren, zu denen auch die Menschen gehören, sondern zu den sogenannten "Wirbellosen", rund 1,2 Millionen Spezies sind bisher bekannt. „Trotzdem weiß man über die Genome dieser riesigen Gruppe bisher überraschend wenig“, sagt Professor Gert Wörheide vom Department für Geo- und Umweltwissenschaften und GeoBio-Center der LMU. Im Rahmen des neuen EU-Doktorandennetzwerks...
 Die schwierige, aber erfolgreiche Messung mehrerer Isotopen des Edelgases Xenon beim Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko durch das Berner Messinstrument ROSINA auf der Rosetta-Sonde zeigt, dass durch Einschläge von Kometen Material auf die Erde gelangte. Wie weitere Berner Messungen von Silizium-Isotopen nachweisen, war unser Sonnensystem am Anfang sehr heterogen. Zudem zeigt der hohe Anteil an sogenanntem «schwerem» Wasser, dass kometäres Eis älter ist als unser Sonnensystem.

Xenon ist ein farbloses, geruchloses Gas, das weit weniger als ein Millionstel des Volumens der gesamten Erdatmosphäre ausmacht. Als Edelgas reagiert es fast nicht mit anderen Elementen und hat deshalb...
Die Zusammensetzung bestimmter funktionaler Proteinkomplexe kann künftig mit beispielloser Auflösung in ihrer Zellumgebung analysiert werden. Möglich wird dies durch eine neue Untersuchungsmethode, die das Team von Nachwuchsgruppenleiter Dr. Julien Béthune am Biochemie-Zentrum der Universität Heidelberg entwickelt hat. Damit ist es den Wissenschaftlern gelungen, eine lange bestehende Hürde in der molekularen Zellbiologie zu überwinden. Zum Einsatz kommen soll die neue Technik mit dem Namen „split-BioID“ nun bei sogenannten kontextabhängigen Proteinkomplexen, die mit den bisherigen Verfahren nicht analysiert werden konnten. Die Forschungsergebnisse wurden in der Fachzeitschrift ...
Wasser schmeckt selten sauer. Aber gerade die Rezeptoren für diese Geschmacksrichtung, signalisieren dem Trinkenden: „Was jetzt über die Zunge strömt, ist Wasser.“ Das haben erstmals Wissenschaftler des Instituts für Anatomie der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) zusammen mit Kollegen des California Institute of Technology nachgewiesen. Hierüber berichtet das Fachmagazin Nature Neuroscience* in seiner aktuellen Ausgabe.

„Das Richtige zu trinken ist lebenswichtig. Reines, mineralienfreies Wasser schmeckt zwar nach nichts, trotzdem wird es zweifelsfrei beim Trinken erkannt. Uns interessierte, wie so etwas möglich ist“, erläutert Prof. Dr. Gunth...
Bei der Beobachtung von sonnenähnlichen Sternen, die sich noch in sehr frühen Entwicklungsstadien befinden, haben Forscher mit ALMA Spuren von Methylisocyanat gefunden – einem chemischen Bestandteil für die Entwicklung von Leben. Es handelt sich um die erste Entdeckung dieses präbiotischen Moleküls um sonnenähnliche Protosterne, bei denen die Bedingungen, die dort herrschen, mit jenen vergleichbar sind, als unser Sonnensystem entstand. Die Entdeckung könnte Astronomen deshalb helfen, zu verstehen, wie das Leben auf der Erde seinen Anfang nahm.

Mit dem Atacama Large Millimeter/submillimeter Array (ALMA) in Chile gelang es zwei Astronomenteams das präbiotische komplexe organis...
Wenn Böden austrocknen, hat das einen negativen Einfluss auf die Aktivität von Bodenbakterien. UFZ-Forscher konnten nun mithilfe modernster Analyse- und bildgebender Verfahren zeigen, dass Pilze die Aktivität von Bakterien in ausgetrockneten und nährstoffarmen Habitaten erhöhen, indem sie sie mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Die Fähigkeit der Pilze, Trockenstress in Böden zu regulieren und so für den Erhalt von Ökosystemfunktionen zu sorgen, ist gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels eine wichtige Erkenntnis.

Als feines Geflecht dünner Fäden – sogenannter Hyphen – durchziehen viele Pilze das Erdreich. Auf der Suche nach Wasser und Nährstoffen wachsen die Hyp...
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