Wird pflanzliches Gewebe verletzt oder zerstört, füllen angrenzende Zellen die Lücke mit ihren Tochterzellen. Welche Zellen sich jedoch teilen, um die Wunde zu heilen und wie sie es schaffen, den korrekten Zelltypus des verletzten Gewebes zu produzieren, war bislang nicht bekannt. WissenschafterInnen des Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) konnten nun zeigen, dass vorwiegend die Nachbarzellen an der Innenseite der Wunde kaputtes Gewebe reparieren, indem sie Stammzellen-ähnliche Eigenschaften annehmen.

Die Gewebe aller pflanzlichen Organe – von den Blättern bis zu den Wurzeln – erleiden regelmäßig Verletzungen, u. a. verursacht durch mechanische Kräfte...
Spinnengift besteht nicht nur aus Nervengift, sondern aus einer Vielzahl an gefährlichen Bestandteilen. In einer neuen Studie fassen Forschende der Universität Bern viele Jahre Spinnengift-Forschung zusammen und zeigen, wie diverse Substanzen im Spinnengift miteinander interagieren und so die Beute effektiv ausschalten.

In den letzten Jahrzehnten konzentrierte sich die Erforschung von Spinnengift fast ausschliesslich auf die darin enthaltenen Nervengifte (Neurotoxine). Dabei ging es darum, die lähmende und toxische Wirkung einzelner Giftkomponenten auf Gliederfüsser und Wirbeltiere zu verstehen. Weltweit waren Forschende erfolgreich bei der Identifizierung von Neurotoxinen und der...
Was als eine Art Parasit im menschlichen Genom begann, bevölkert mittlerweile den Großteil unseres Erbgutes - und reguliert sogar dessen Aktivität: Springende Gene, vor allem sogenannte Retrotransposons, haben die Eigenschaft, sich zu kopieren und an anderer Stelle wieder zu integrieren. Dadurch können sie Gensequenzen in Unordnung bringen, sodass Abschnitte unserer DNA nicht mehr korrekt „gelesen“ werden. Ob sich springende Gene an bestimmten Stellen des Erbgutes einnisten, untersuchte nun Dr. Liliya Doronina gemeinsam mit einem Forscherteam an der Medizinischen Fakultät der Universität Münster.

Was als eine Art Parasit im menschlichen Genom begann, bevölkert mittlerweile...
Die Photosynthese der Cyanobakterien, Algen und Pflanzen gehört zu den wesentlichen Prozessen der Energiegewinnung auf unserem Planeten. Sie ermöglicht das Leben aller höher entwickelten Organismen. Durch sie werden energiereiche organische Verbindungen mit Hilfe des Sonnenlichts aus anorganischem Kohlenstoff, dem gasförmigen Kohlendioxid (CO2), produziert. Alle Lebewesen – auch Menschen und Tiere – sind für ihre Nahrungsaufnahme direkt oder indirekt auf die durch Photosynthese produzierten organischen Produkte in Form von Kohlenhydraten und Fetten angewiesen. Aber natürlich auch auf das lebensnotwendige Nebenprodukt der Photosynthese: den molekularen Sauerstoff.

Ermöglicht...
Ein Team um die Freiburger Biologen Prof. Dr. Wolfgang Schamel und Prof. Dr. Wilfried Weber hat in einem Experiment die Dauer der Wechselwirkung eines Proteins mit T-Zellen, weißen Blutkörperchen, kontrolliert und damit gezeigt, wie das Immunsystem krankheitserregende von körpereigenen Molekülen unterscheidet. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben die Ergebnisse in der Fachzeitschrift eLife veröffentlicht.

Die Aufgabe des Immunsystems ist es, zwischen körpereigenen Zellen und Krankheitserregern zu unterscheiden. Um den Körper vor Krankheiten zu schützen, muss es diese Erreger erkennen und angreifen, ohne eigene Zellen zu schädigen. T-Zellen sind ein wichtiger Zel...
Zellen reagieren auf Störungen häufig mit einem veränderten Stoffwechsel. Die Veränderung in den Metaboliten direkt zu beobachten ist schwierig. Britische Wissenschaftler haben nun in einer internationalen Kooperation neue, kleine Fluorophore namens SCOTfluors entwickelt. Die Fluoreszenzfarbstoffe emittieren Licht im sichtbaren bis nahen Infrarotbereich und können leicht an gängige Metaboliten gebunden werden. Die Ergebnisse wurden in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht.

Wenn eine lebende Zelle aufgrund eines externen Signals oder anderer Störungen ihren Stoffwechsel verändert, ändern sich auch Konzentration und Wanderungsbewegung der Metaboliten. Diese Stoffwec...
Nanopartikel sind vielfältig als Katalysatoren einsetzbar. Um sie so maßschneidern zu können, dass sie bestimmte Reaktionen effizient und selektiv katalysieren, müssen die Eigenschaften einzelner Partikel möglichst genau bestimmt werden. Bislang wird häufig ein Ensemble aus vielen Nanopartikeln analysiert, wobei es jedoch zu Überlagerungseffekten kommt, sodass die individuellen Eigenschaften verborgen bleiben. Forscher der Ruhr-Universität Bochum haben gemeinsam mit Kollegen der Universität Duisburg-Essen und der Technischen Universität München eine neue Methode entwickelt, um einzelne Nanopartikel vor, während und nach einer elektrochemischen Reaktion zu beobachten.

Ge...
Erst kartierten sie das Genom des Weizens, jetzt rekonstruierten sie seine Züchtungsgeschichte: Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München haben in der „WHEALBI-Studie“ gemeinsam mit anderen Forschenden aus Europa die genetische Vielfalt verschiedener Weizensorten untersucht. Sie fanden heraus, welche Getreide unsere Vorfahren kultivierten, woher der heutige Weizen stammt und was der Kalte Krieg damit zu tun hat. Die Ergebnisse hat das Fachmagazin „Nature Genetics“ jetzt veröffentlicht.

Die Bevölkerung wächst, das Klima verändert sich und Nahrungsressourcen könnten in Zukunft knapp werden. Angesichts der drohenden Szenarien ist auch die Land...
In der größten Goldlagerstätte der USA in Nevada kommt Gold nicht in Form von Nuggets vor. Stattdessen liegt es – gemeinsam mit Arsen – in dem Mineral Pyrit verborgen, auch bekannt als „Katzengold“. Bisher war unklar, welche Rolle das Arsen für ein Goldvorkommen spielt. Ein Team aus WissenschaftlerInnen des Helmholtz-Zentrums Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ hat nun im Experiment erstmals gezeigt, dass die Konzentration des echten Goldes unmittelbar vom Arsengehalt des Pyrits abhängt. Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Science Advances veröffentlicht.

Das Element Gold kommt in der Erdkruste durchschnittlich in Konzentrationen von 2,5 Teilen pro Milliarde ...
Wissenschaftler des RIKEN Nishina Zentrums für Beschleuniger-basierte Forschung in Japan und ein internationales Kollaborationsnetzwerk, an dem die Technische Universität Darmstadt, die Universität Tokio und die französische Kommission für alternative Energien und Atomenergie beteiligt sind, haben bewiesen, dass Nickel-78, ein neutronenreiches „doppelt-magisches“ Isotop mit 28 Protonen und 50 Neutronen, trotz des Ungleichgewichts von Protonen zu Neutronen seine sphärische Form behält und relativ stabil bleibt. Die Experimente fanden am Schwerionen-Beschleuniger von RIKEN („RI Beam Factory“) statt.

Die Wissenschaftler haben auch eine Überraschung entdeckt: Die experimen...
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