Bewegungen innerhalb von Zellen, wie Strömungen des flüssigen Zytoplasmas, sind vermutlich essenziell für die embryonale Entwicklung. Geprüft werden konnte diese Annahme jedoch nicht, da geeignete Methoden fehlten, intrazelluläre Strömungen zu verändern. Nun haben Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden eine Möglichkeit gefunden, Bewegungen in lebendigen Embryonen gerichtet zu steuern. Dem Team um Moritz Kreysing gelang es, mit dieser neuen Technologie, Entwicklungsprozesse von Embryonen aktiv zu verändern. Die Studie validiert Hypothesen zur Polarisation von Embryonen und verdeutlicht, dass die Zukunft der Mikroskopie in...
Die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) hat ihre Berufung gegen das erstinstanzliche Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts (VG Berlin) in einem vom Verband Unabhängiger Prüflaboratorien e.V. (VUP) unterstützten Gerichtsverfahren gegen einen Gebührenbescheid zurückgenommen. Das Gericht hatte entschieden, dass für den Fall der Beteiligung einer Befugnis erteilenden Behörde die Überwachung nicht über die Tarifstelle 4.2.1 abgerechnet werden kann, wenn die Überwachung ausschließlich durch deren Begutachter durchgeführt wurde.

Anlass für die Rücknahme der Berufung ist die neue Gebührenverordnung der DAkkS, die im Dezember 2017 im Bundesgesetzblatt durch das Bundesmini...
Eine arterielle Hypertonie, besser bekannt als Bluthochdruck, entsteht oft, weil die Nebennierenrinde zu viel Aldosteron herstellt. Eine Ursache für die Überproduktion dieses Hormons ist ein veränderter Chloridkanal in den Zellen der Nebennierenrinde. Dahinter steckt eine Mutation in dem Gen CLCN2, das die Bauanleitung für den Kanal enthält.

Eine der häufigsten Ursachen von sekundärem Bluthochdruck, auch arterielle Hypertonie genannt, ist der primäre Hyperaldosteronismus, kurz PA. Dabei produziert die Nebennierenrinde zu große Mengen des Hormons Aldosteron, das eine wichtige Rolle in der Regulierung des Salz- und Wasserhaushalts und des Blutdrucks spielt. Hohe Konzentrationen...
 Auf verblüffende Weise können sich Atome reorganisieren, wenn man einen Kristall entlang bestimmter Richtungen spaltet. An der TU Wien konnte das nun sichtbar gemacht werden.

Die bemerkenswerte Festigkeit von Kristallen lässt sich auf atomarer Ebene leicht erklären: Positiv und negativ geladene Teilchen sitzen abwechselnd nebeneinander, in einer bestimmten geometrischen Anordnung, die sich unzählige Male wiederholt. Zwischen positiven und negativen Ionen im Kristall herrschen starke Anziehungskräfte, durch sie wird der Kristall zusammengehalten.

Doch wie sieht das auf der Oberfläche des Kristalls aus? Das hängt von der Richtung ab, in der man den Kristall schneide...
Die Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen wird wohl nicht durch die eine große Entdeckung geschehen, sondern sich schrittweise vollziehen. Forschenden des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung IFAM in Bremen ist es gelungen, einen weiteren Schritt in diese Richtung zugehen. Auf Basis von Lignin, das zum Beispiel aus Pflanzenresten gewonnen werden kann, stellen die Wissenschaftler eine Grundierung für Lacke her, die ohne petrochemische Rohstoffe auskommt und dadurch eine deutlich verbesserte CO2-Bilanz aufweist.

Fossile Rohstoffe sind begrenzt. Dennoch ist die Produktion zahlreicher Produkte abhängig von diesen endlichen – oft umweltschädl...
ETH-Forschende entdecken mit einem neuen Ansatz in Bakterienzellen bisher unbekannte Wechselwirkungen zwischen Proteinen und kleinen Stoffwechselmolekülen. Die Technik lässt sich auch dazu verwenden, um die Wirkung von Medikamenten zu testen.

Die Wissenschaft hat schon einige «Omiken» gesehen, wie etwa die Genomik oder die Proteomik. Erstere befasst sich mit der systematischen Analyse aller Gene eines Organismus, letztere mit der Gesamtheit aller Proteine in einer biologischen Einheit.

Mit der Protein-Metabolit-Interaktomik fügt nun die Gruppe von Paola Picotti, Professorin für molekulare Systembiologie, den «Omiken» eine weitere hinzu. Soeben hat sie in der Fachzeitsch...
Der Tanningehalt ist ein ausschlaggebender Faktor für die Qualität und Echtheit eines Weines. Prof. Emanuele Boselli und sein Forschungsteam an der Freien Universität Bozen sind auf „Super-Tannine“ gestoßen, die größere Ring-Polyphenole darstellen als die bisher von Önologen bekannten. Damit soll es in Zukunft möglich sein, besser gegen Wein-Fälschungen vorzugehen.

Die Arbeitsgruppe für Önologie unter der Leitung von Emanuele Boselli, Professor an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik, hat kürzlich die Studie Isotopic Exchange HPLC-HRMS/MS Applied to Cyclic Proanthocyanidins in Wine and Cranberries (https://link.springer.com/article/10.1007/s13361-017-1876...
Von vielen historischen Persönlichkeiten ist kein Bildnis überliefert. So gibt es auch von George Bähr, dem Architekten und Erbauer der Dresdner Frauenkirche, der von 1666 bis 1738 lebte, keine Beschreibung oder gar ein Porträtbild. Beim Wiederaufbau der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche wurden Teile seines Skeletts gefunden. Auf Anregung der George-Bähr-Stiftung haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unter der Leitung von Professor Johannes Krause vom Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte und der Universität Tübingen Knochenproben von Bähr untersucht. Sie wendeten eine bisher in der paläogenetischen Abstammungsforschung genutzte Methode an, um beispielhaft zu...
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) weist auf die gravierenden Risiken glyphosathaltiger Pflanzenschutzmittel für die biologische Vielfalt hin und empfiehlt die Anwendung in Deutschland so schnell wie möglich zu beenden. Die nach der Entscheidung der Wiederzulassung von Glyphosat in Europa zu treffenden Regelungen zum Umgang mit glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln in Deutschland stehen mit der Konstituierung der entsprechenden Fachausschüsse nun auf der Agenda des Bundestages. Zudem ist am 2. Februar eine Debatte des Bundesrates geplant. Das BfN hat dazu Empfehlungen in einem Positionspapier veröffentlicht.

„Der Einsatz von glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln hat, das b...
Für die Untersuchung neuer Materialien, wie etwa Hochtemperatursupraleiter, ist es in vielen Fällen wichtig, Messungen entlang unterschiedlicher Richtungen im Kristallgitter vornehmen zu können. Dies setzt aber Kristalle ohne interne Verdrehungen, sogenannte Verzwilligungen, voraus. Die derzeit intensiv untersuchten Eisenpniktidsupraleiter zeigen Zwillingsdomänen, die bislang nur durch Anlegen eines hohen Druckes vermieden werden konnten. Das ist technisch sehr aufwendig und schränkt die Untersuchungsmöglichkeiten stark ein. Hier wurde wurde vor drei Jahren ein wichtiger Durchbruch erzielt: In mit Europium-Momenten präparierten Eisenpniktidsupraleitern wurden Zwillingsdomänen mit kle...
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