Die Norm ISO/IEC 17025 ist der weltweit gültige Standard für die Akkreditierung von Laboratorien und damit eine der meist angewandten Normen. Bis zum 30. November 2020 haben akkreditierte Prüf- und Kalibrierlaboratorien Zeit, ihre Akkreditierung auf die revidierte Version DIN EN ISO/IEC 17025:2018 umzustellen. Seit 1. Juli diesen Jahres bietet die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) Begutachtungen auf Basis der revidierten Labornorm an.

Damit sich akkreditierte Laboratorien besser auf die Umstellung vorbereiten konnten, hat die DAkkS bereits im Januar eine Anleitung veröffentlicht. Diese steht jetzt in aktualisierter Form zur Verfügung .

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Di...
Die meisten höheren Pflanzen leben in der Natur in einer Lebensgemeinschaft mit Wurzelpilzen, die als Mykorrhiza bezeichnet werden. Mykorrhizapilze helfen Pflanzen bei der Nährstoffaufnahme und ermöglichen ihnen, auch unter schwierigen Bedingungen zu gedeihen. Forscher am Max-Planck-Institut für chemische Ökologie in Jena haben nun herausgefunden, dass manche Stoffwechselprodukte in den Blättern als Marker für Mykorrhiza genutzt werden können. Somit können Wissenschaftler Pflanzen in großer Zahl auf Mykorrhiza-Pilze testen, ohne sie dabei zerstören zu müssen. Dies könnte die Züchtung effizienterer und stressresistenterer Sorten für eine nachhaltigere Landwirtschaft erheblich e...
UZH-Forschende können erstmals die Proteinmodifikationen exakt und für sämtliche Eiweisse einer Gewebeprobe charakterisieren. Die Veränderungen, die eine typische Reaktion auf Stress sind, geben Aufschluss über den Zustand einer Zelle. Gemeinsam mit dem USZ testen sie nun die neue Methode, um Krebs zu diagnostizieren und zu behandeln.

Zellen benutzen verschiedene Signale, um auf Stress zu reagieren und andere Körperzellen zu informieren. Auslöser sind etwa Krebs oder entzündliche Erkrankungen. Ein zentraler Signalweg der Stressantwort ist die Modifikation von Proteinen namens ADP-Ribosylierung. Dabei werden an exakt definierten Stellen von Eiweissen kleine Moleküle (ADP-Ribos...
Glioblastome sind Hirntumore mit verheerender Prognose. Sie werden von vielfältigen Gendefekten ausgelöst, wodurch sie schwer behandelbar werden. Außerdem spielt die Epigenetik eine wesentliche und oft unterschätzte Rolle: Sie beeinflusst das Fortschreiten des Tumors unabhängig von der genetischen DNA-Sequenz. WissenschaftlerInnen des CeMM, der MedUni Wien und des Österreichischen Hirntumorregisters zeigen in einer neuen Studie, wie die epigenetische Analyse von Tumorproben aus dem klinischen Alltag für eine bessere Diagnostik und mittelfristig auch eine gezieltere Behandlung von Glioblastomen verwendet werden kann. Die Arbeit wurde in Nature Medicine veröffentlicht.

(Wien, de...
Extinction is forever – Aussterben ist endgültig. Zwar gibt es Bestrebungen, ausgestorbene Arten biotechnologisch wiederauferstehen zu lassen, vorzeigbare Ergebnisse haben diese Experimente aber bisher noch nicht erbracht. Dass das Aussterben einer Art auf ganz andere Art und Weise trotzdem nicht endgültig, oder zumindest nicht vollständig sein muss, hat ein internationales Forscherteam unter Leitung der Universität Potsdam gezeigt. Die Wissenschaftler untersuchten das Genom des ausgestorbenen Höhlenbären, eines nahen Verwandten von Braun- und Eisbär. Ihre Erkenntnisse veröffentlichten sie jetzt in „Nature Ecology and Evolution“.

Höhlenbären ähnelten vermutlich einem ...
In der Natur bestehen Enzyme meist aus Eiweiß. In einer nicht allzu fernen Zukunft könnte das anders sein, erläutert ein Bochumer Forschungsteam in einem Review-Artikel.

Enzyme arbeiten sehr spezifisch und benötigen wenig Energie – daher sind die Biokatalysatoren auch für die chemische Industrie interessant. In einem Übersichtsartikel in der Zeitschrift Nature Reviews Chemistry fassen Prof. Dr. Thomas Happe und Privatdozentin Dr. Anja Hemschemeier von der Arbeitsgruppe Photobiotechnologie der Ruhr-Universität Bochum zusammen, was bereits über die Wirkweise von Enzymen aus der Natur bekannt ist. Die Autoren schildern auch eine Vision für die Zukunft: künstliche Biokatalysat...
Eine neue Studie von chinesischen, amerikanischen und Jülicher Wissenschaftlern zeigt, dass China zu einem globalen Ozon-Hotspot geworden ist. Im Gegensatz zum allgemeinen Rückgang der Ozonbelastung in den USA und Europa zeigen die verfügbaren Daten in China seit den 1990er Jahren deutliche Zuwächse. Die Forscher verwendeten für ihre Studie die neuesten Ozonmessungen des chinesischen Überwachungsnetzes, und kombinierten sie mit der globalen Datenbank des Tropospheric Ozone Assessment Reports (TOAR) für andere Industrieregionen. Eine vergleichende Auswertung der letzten fünf Jahre zeigt, dass der Anstieg des Oberflächen-Ozons noch immer zunimmt.

Weit oben schützt uns Ozon vor...
Welche Effekte verursacht Wasser auf extrem sauberen Oberflächen? An der TU Wien konnte man mit eine neuen Messmethode zeigen, dass winzige Verunreinigungen Erstaunliches bewirken.

Saubere Oberflächen gibt es nicht – außer im Vakuum. Jeder winzige Regentropfen hinterlässt eine Schmutzschicht, sogar der Kontakt mit gewöhnlicher Luft reicht aus, um eine saubere Materialoberfläche augenblicklich mit einer Schicht verschiedener Moleküle zu überziehen. Diese dünnen Schmutzschichten verändern die Eigenschaften des Materials deutlich, sie sind allerdings extrem schwer zu untersuchen. An der TU Wien entwickelte man nun eine neue Untersuchungsmethode: Durch das Herstellen und Schm...
Frisch gepresster Knoblauch enthält eine Vielzahl von gesunden schwefelorganischen Verbindungen. Ein knoblauchtypischer Inhaltsstoff, der aus Ölextrakten gewonnen werden kann, ist Ajoen. Erstmals haben Chemiker aus Großbritannien diese Substanz jetzt rein aus gängigen Ausgangsstoffen synthetisiert. Wie sie in der Zeitschrift Angewandte Chemie dokumentieren, lässt sich Ajoen mit wenigen Syntheseschritten im Hundert-Gramm-Maßstab produzieren. Die chemische Synthese ist wichtig, um biologisch aktive Substanzen medizinisch näher erforschen zu können.

Zerschneidet oder kaut man Knoblauch, wird sein wichtigster schwefelhaltiger Inhaltsstoff namens Alliin enzymatischen Abbauprozessen...
Ein Team um Professor Ivan Huc, Leiter der Arbeitsgruppe „Biomimetic Supramolecular Chemistry“ an der LMU, hat eine künstliche molekulare Struktur in Form einer spiralförmigen Kapsel entwickelt und synthetisiert, die gezielt ein spezielles Zuckermolekül erkennen und „fangen“ kann: Xylobiose, wie herkömmlicher Zucker ein Disaccharid. Die Studie erscheint aktuell im Magazin Angewandte Chemie und wurde vom Herausgeber als „Very Important Paper“ ausgewählt – was nur weniger als fünf Prozent aller Veröffentlichungen des Journals vorbehalten ist.

Ivan Huc ahmt in seiner Forschung die Prinzipien der Natur auf kleinster Ebene nach – als biomimetisch wird sein Ansatz dah...
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