Multiferroika gelten als Wundermaterial für künftige Datenspeicher – sofern man ihre besonderen Eigenschaften auch bei den Betriebstemperaturen von Computern erhalten kann. Diese Aufgabe haben Forschende am Paul Scherrer Institut PSI mit Kollegen von Institut Laue-Langevin ILL in Grenoble jetzt gelöst. Damit haben sie das Material einen weiteren Schritt Richtung Praxistauglichkeit gebracht. Vom Einsatz multiferroischer Materialien verspricht man sich energiesparsamere Computer, weil für die magnetische Datenspeicherung ein elektrisches Feld ausreichen würde. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forschenden heute in der Fachzeitschrift Science Advances.

Computer laufen oft im Da...
Ein vierköpfiges Team aus tschechischen Wissenschaftlern hat mit Hilfe von Metallobjekten aus der Sammlung des Ägyptischen Museums – Georg Steindorff – der Universität Leipzig weitreichende Handelsbeziehungen des Alten Ägyptens bis nach Anatolien nachgewiesen. Dieser wirtschaftliche und kulturelle Austausch bestand vermutlich schon seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. Anhand von ausführlichen Analysen der Isotope der Metalle konnte die ursprüngliche Herkunft der Materialien bestimmt werden. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse im „Journal of Archaeological Science“ veröffentlicht.

Die Untersuchungen umfassten etwa 20 Fundstücke, wie Kupfergefäße und -werkzeuge, aus der Sa...
Als Katalysator für die Sauerstoffreduktion, die zum Beispiel in Brennstoffzellen oder Metall-Luft-Batterien ausschlaggebend ist, setzt die Industrie bisher Platinlegierungen ein. Das teure und seltene Metall setzt der Produktion enge Grenzen. Forscher der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und des Max-Planck-Instituts für Eisenforschung haben jetzt eine aus fünf Elementen bestehende Legierung entdeckt, die edelmetallfrei und genauso aktiv ist wie Platin. Sie berichten im Journal Advanced Energy Materials vom 21. Oktober 2018.

Neue Nachbarn bilden aktive Zentren

Die katalytischen Eigenschaften von Nichtedelmetall-Elementen und deren Legierungen sind normalerweise schlecht...
Kunststoffe sind aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken. Die Auswirkungen sind jedoch fatal, wenn sie in die Kreisläufe der Umwelt gelangen. Prof. Dr. Stephanie Stu-te von der Fakultät Verfahrenstechnik der TH Nürnberg forscht an biobasiert hergestellten Kunststoffen, die biologisch abbaubar sind. In ihrem Projekt „Biobasierte Herstellung des biologisch abbaubaren Bio-Kunststoffes Polybuttersäure“ entwickelt sie ein kontinuierli-ches und damit wirtschaftlicheres Herstellungsverfahren für den Bio-Kunststoff Poly-buttersäure. Die Staedtler-Stiftung fördert das Projekt mit 40.000 Euro.

Nürnberg, 23. Oktober 2018. Kunststoffe finden sich in allen Lebensbereichen. F...
Acrylamid gilt als potentiell krebserregender Stoff, der bei starker Hitzeeinwirkung in stärkehaltigen Lebensmitteln entsteht – so auch beim Backen von Brot und anderem Gebäck. Durch sorgfältige Getreideauswahl und in der Mühle lässt sich bereits die Vorstufe des Acrylamids noch vor dem Backen um bis zu 70 % senken, so eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim in Stuttgart und der Gewerblichen Schule Im Hoppenlau. Auch Schwefeldüngung auf den Getreidefeldern und eine verlängerte Teigruhe können die Entstehung von Acrylamid verringern, wie die Universität Hohenheim bereits in früheren Studien nachwies. Anlass für die jüngsten Untersuchungen war die Entscheidung der EU-Komm...
Umweltforscher am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) haben ein neuartiges mobiles Gerät zur Erfassung von Mikroplastik in Oberflächengewässern entwickelt. „Rocket“ nennen sie die Konstruktion, mit der sich je nach Schwebstoffanteil im Wasser bis zu 60 Liter pro Minute durch vier feine Kerzenfilter saugen lassen und die speziell für die Beprobung der feinen Fraktion des Mikroplastiks im Bereich bis 10 µm von großem Vorteil ist. Eine besondere Herausforderung bei der Entwicklung bestand darin, auf Kunststoff so weit wie möglich zu verzichten. Die erfolgreichen Ergebnisse der Testphase veröffentlichten die Warnemünder nun in der internationalen Fachzeitschrift ...
Eine dauerhaft erhöhte Kalorienzufuhr führt zur Einlagerung von Fetttröpfchen in der Leber. Diese sogenannte Fettleber kann das Organ nachhaltig schädigen. Forscher am Max-Planck-Institut für Biochemie (MPIB) in Martinsried bei München haben jetzt die Auswirkungen der Krankheit auf die Leberproteine untersucht. Sie wiesen nach, dass die Lokalisierung und Aktivität zahlreicher Proteine in der Zelle bei der Fettleber verändert sind. Die Studie, die in der Fachzeitschrift Developmental Cell erschien, zeigt den Effekt der Fetteinlagerung auf grundlegende zellbiologische Prozesse der Leber.

Die kalorien- und fettreiche Ernährung in vielen Weltregionen, inklusive Europa und Nordame...
Das wäre einmal eine chemische Reaktion im Sinne der Nachhaltigkeit: Die Ausgangssubstanzen lassen sich aus erneuerbaren Rohstoffen herstellen, und als Abfallprodukt fällt bei der Reaktion – neben der gewünschten Substanz – einzig Wasser an! Chemiker am Leibniz-Institut für Katalyse (LIKAT) in Rostock haben ein solches Verfahren entwickelt, und zwar für die Synthese von Aminen, das sind wichtige Grundstoffe für Chemie und Pharmazie. Die Forscher nutzen dafür einen schlicht gebauten Katalysator auf der Basis von Ruthenium. Und am meisten überraschte sie das breite Spektrum von Aminverbindungen, die dieser Katalysator hervorbringt. Sie berichten darüber in NATURE COMMUNICATIONS.
Ulmer Chemiker haben einen Schutzfilm entwickelt, der Bauwerke oder etwa Statuen aus Naturstein vor schädlichen Umwelteinflüssen schützt. Die transparente Flüssigkeit POM-IL wirkt sowohl als Schutzschild gegen sauren Regen als auch gegen Biofilme, die durch Bakterien verursacht werden. Anhand von "Härtetests" - unter anderem wurden Gesteinsproben stundenlang mit simuliertem sauren Niederschlag beregnet - konnten die Chemiker um Prof. Carsten Streb die Wirksamkeit und Beständigkeit des Korrosionsschutzes nachweisen. Der Fachbeitrag, bei dem der Bauhüttenmeister des Ulmer Münsters beraten hat, ist in "Angewandte Chemie" erschienen.

Das Ulmer Münster, das Colosseum in Rom oder d...
Forscher um Mustafa Khammash haben eine neuartige Methode entwickelt, um in einzelnen Zellen das Übertragen von DNA in RNA mit blauem Licht zu steuern. Die Technologie könnte möglicherweise zur Gewebezüchtung und in der Stammzellforschung eingesetzt werden.

Die Transkription ist ein fundamentaler biologischer Vorgang, bei welchem die Information eines Genes in eine RNA-Kopie übertragen wird. Daran beteiligt sind Proteine, darunter sogenannte Transkriptionsfaktoren und eine molekulare Maschine namens RNA-Polymerase.

Um die Transkription zu starten, müssen die Transkriptionsfaktoren zunächst an eine bestimmte Stelle der DNA binden. Dies löst verschiedene Prozesse aus, die...
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