Geborgen im Arm des Killers: Ein Forschungsteam aus Heidelberg, Marburg und Kyoto hat die Struktur der Genomhülle aufgeklärt, mit der das Ebola-Virus seine Erbinformation schützt. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler kombinierten Kristallstrukturstudien und Elektronenmikroskopie, um erstmals die Proteinhülle des Genoms intakter Viren in hoher Auflösung zu rekonstruieren. Die Gruppe veröffentlicht ihre Resultate heute in der Online-Vorschau der Wissenschaftszeitschrift „Nature“.

Viren wie die Erreger des Ebola- und des Marburgfiebers enthalten ein Genom in Form eines RNA-Moleküls. Da die befallenen Wirtszellen Enzyme enthalten, die RNA abbauen, schützen die Viren ih...
Im Vorfeld der Eurolab-Gemeinschaftsveranstaltung "Die neue ISO/IEC 17025 – alles neu in 2018?" am 9.11.2017 in Berlin warnen maßgebliche Verbände der Konformitätsbewertungsstellen in einer gemeinsamen Erklärung vor einer neuerlichen Verteuerung der Akkreditierung in Deutschland.

Der jüngst vom Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) vorgelegte Entwurf einer Gebührenverordnung für die Akkreditierungsstelle öffne "Tür und Tor" für Preissteigerungen bis zu 100%, wie Modellberechnungen des Verbandes der Materialprüfungsanstalten (VMPA) und des Deutschen Verbandes Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) zeigen. Gemeinsam mit Eurolab Deutschland fordern VMPA und VUP deshalb dringend...
Ein neu entwickelter Versuchsaufbau ermöglicht die Röntgenstrukturanalyse von Biomolekülen wie beispielsweise Proteinen mit viel weniger Probenmaterial und kürzeren Belichtungszeiten als zuvor. Durch die Verwendung breitbandiger Röntgenstrahlung lassen sich Proteinkristalle an sogenannten Synchrotron-Strahlungsquellen erheblich effizienter und schneller untersuchen. Allerdings war dies bisher aufgrund der hohen Streustrahlung nur mit sehr großen Kristallen möglich. Mit dem neu entwickelten Versuchsaufbau, der die unerwünschte Streustrahlung erheblich reduziert, konnten Wissenschaftler nun erstmals das Verfahren der seriellen Kristallographie mit breitbandiger Synchrotronstrahlung dur...
Was passiert im Inneren einer Zelle, wenn sie sich teilt? Genauere Aufschlüsse darüber haben Forscher der Universität Duisburg-Essen (UDE) anhand von Hefe gewonnen und eine detaillierte dreidimensionale Karte erstellt. Ihre Resultate wurden jetzt im renommierten EMBO Journal veröffentlicht.

Florian Schmitzberger: „Ein ausgewachsener menschlicher Körper setzt sich aus etwa 14 Billionen Zellen zusammen. Und da dafür zu Beginn nur eine einzige Ausgangszelle zur Verfügung stand, ist es ganz entscheidend, dass die Zellteilung nach einem verlässlichen Mechanismus abläuft.“

Wenn sich solche Zellen teilen, muss das Chromatin von der Mutter- auf die entstehenden Tochterzell...
Ein internationales Team von Forschern entdeckte eine neue Form der Proteinfaltung: Amyloid-Kristalle, die aus Amyloid-Fibrillen hervorgehen. Die Kristalle sind noch stabiler als die Fibrillen, die beim Menschen als Auslöser von schweren neurodegenerativen Erkrankungen gelten.

Amyloid-Fibrillen haben Berühmtheit erlangt wegen ihrer Rolle, die sie bei schweren Nervenkrankheiten des Menschen wie der Parkinson-Krankheit oder der Alzheimer-Demenz spielen. Als einer der Auslöser für letztere gelten etwa falsch gefaltete Tau- und Amyloid-Beta-Vorläuferproteinen, die sich zusammenlagern. Dadurch bilden sich feinste Fasern, die sich im Gehirn anreichern. Fachleute nennen solche Fasern Am...
Wissenschaftlern der Zoologischen Staatsammlung München (SNSB-ZSM) ist es gelungen, die Feldwespen von Europa und dem Mittelmeerraum vollständig zu revidieren und die Verwandtschaftsbeziehungen zwischen den Arten aufzuklären. Dabei setzten sie erstmalig auf die sogenannte integrative Taxonomie, in dem sie die klassischen Methoden der morphologischen Untersuchung mit modernen Methoden des DNA-Barcoding kombinierten. Im Rahmen dieser Untersuchung konnten die Forscher außerdem eine für die Wissenschaft neue Art aus Marokko identifizieren. In dieser bisher gut untersuchten Wespengattung ist dies eine kleine Sensation.

Die Münchener Forscher untersuchten mehr als 260 Wespenexemplare ...
Winzige Verunreinigungen eines chemischen Stoffes können große Wirkungen haben – zu diesem Ergebnis ist ein deutsch-österreichisches Forschungsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Georg Steinhauser aus dem Institut für Strahlenschutz an der Leibniz Universität Hannover gekommen. Ging man in der Chemie bisher davon aus, dass Minimalspuren eines anderen Elements keinen Einfluss auf das Kristallisationsverhalten oder den chemischen Aufbau einer Substanz haben, so hat das Experiment – zumindest für das Element Americium – diese Annahme widerlegt.

Der Forschungsgruppe ist in ihrer aktuellen Arbeit ein bahnbrechender Nachweis gelungen: Die Wissenschaftler konnten zeigen, dass ei...
Das Gehirn besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Typen von Nerven- und Gliazellen. Da sie alle das gleiche Erbgut besitzen, muss diese Vielfalt auf den von ihnen gebildeten Proteinen beruhen. Für einen bestimmten Zelltyp konnte die Gesamtheit der Proteine – das sogenannte Proteom –bislang nicht bestimmt werden. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Hirnforschung und für Biophysik in Frankfurt haben nun neue Methoden entwickelt, mit denen sie Änderungen im Proteom in einem bestimmten Zelltyp erkennen können. Sie veröffentlichen diese Ergebnisse und deren Bedeutung in der Zeitschrift Nature Biotechnology.

Aufbauend auf Techniken, die in den Laboratorien von Erin ...
Um die Barrierefunktion der Haut zu gewährleisten, bedarf es einer gegenseitigen Regulierung von Verbindungen zwischen Hautzellen und einem Rezeptor für Wachstumsfaktoren. Die Erkenntnisse können helfen, die Folgen von entzündlichen Hautkrankheiten sowie der verminderten Hautbarrierefunktion im Alter zu verringern. Der Mechanismus wurde von Wissenschaftlern um Carien Niessen vom Exzellenzcluster CECAD für Alternsforschung in Köln beschrieben. Ihre Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.
Die Oberhaut ist unser wichtigster Schutz vor der Außenwelt. Unsere Fähigkeit zu überleben, hängt davon ab, dass sie intakt bleibt. Damit diese Barriere aufr...
Phasenumwandlungen gehören zu den alltäglichen physikalischen Phänomenen, die uns beim Schmelzen, Gefrieren, Verdampfen oder Kondensieren begegnen. Änderungen des Aggregatzustandes sind jedoch nur eine spezielle Form der Phasenumwandlung; in vielen Materialien gibt es darüber hinaus auch Übergänge zwischen verschiedenen Kristallstrukturen. Diese verschiedenen „Phasen“ haben häufig sehr unterschiedliche mechanische, elektronische und magnetische Eigenschaften. Forscher der Universität Göttingen stellen nun in der Fachzeitschrift Nature Physics eine neue Methode vor, mit der die ultraschnelle Umwandlung zwischen solchen Phasen an Oberflächen beobachtet werden kann.

Umwand...
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