Die Oberfläche unserer Körperzellen ist mit Proteinen bedeckt, die viele Aufgaben haben. Einige dieser Proteine, die sogenannten MHC-Proteine, helfen dem Immunsystem zu erkennen, ob die Zelle, die sie trägt, sich mit einem Virus oder Bakterium infiziert hat, oder ob sie vielleicht sogar Teil eines bösartigen Tumors ist. Daher sind die MHC-Proteine von entscheidender Bedeutung, um uns gesund zu erhalten. Forscher der Jacobs University Bremen haben nun eine vielseitig anwendbare Methode entwickelt, die dabei helfen kann, das Zusammenspiel dieser Proteine zu verstehen.

Zu den MHC-Proteinen gibt es eine wichtige Frage, die Forscher seit 25 Jahren nicht beantworten konnten: Kommen MHC-...
Viele Bodenbakterien sind von Natur aus resistent gegen Antibiotika. Einen neuen Mechanismus, mit dem sie diese Resistenz regulieren, haben Biologinnen und Biologen der Ruhr-Universität Bochum entdeckt. In der Zeitschrift „mbio“, online veröffentlicht am 13. November 2018, beschreibt das Team um Jessica Borgmann vom Lehrstuhl für Biologie der Mikroorganismen ein kleines RNA-Molekül, das entscheidenden Einfluss auf die Antibiotikaresistenz und auf weitere Prozesse in der Zelle hat.

„Bodenbakterien, die resistent gegen Antibiotika sind, haben einen Vorteil gegenüber konkurrierenden Mikroorganismen, die solche Antibiotika ausscheiden“, erklärt Prof. Dr. Franz Narberhaus, Le...
Mehrfache Wirkstofftresistenz bei Krebszellen lässt sich häufig erfolgreich durch Herabregulieren der entsprechenden Gene bekämpfen. Chinesische Wissenschaftler haben nun eine Nanoplattform entwickelt, die gezielt Transkriptionsmatrizen für die entsprechenden RNAs und gleichzeitig Chemotherapeutika in multiresistente Tumore bringt. Wie die Autoren in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, tötete dieser Cocktail aus Genexpressionshemmstoffen und Krebswirkstoffen effektiv und selektiv die Zellen. Die Nanoplattform wurde durch DNA-Origami zusammengefügt.

Mehrfach resistente Krebszellen schleusen oft Wirkstoffe aus den Zellen wieder heraus, bevor sie ihre Wirkung entfalten kö...
 Das trans-Golgi-Netzwerk (TGN) ist der zentrale Knotenpunkt für Proteintransport innerhalb von Zellen und aus diesen heraus. Da Proteintransport zellbiologisch unerlässlich ist, ist streng reguliert, welche Proteine in Transportvesikel verpackt und transportiert werden. Der Ablauf der Verpackung von Proteinen, die kein Signalmotiv tragen, ist jedoch weitgehend unverstanden. Eine neue in Developmental Cell erschienene Studie aus Julia von Blumes Gruppe am Max-Planck-Institut für Biochemie in Martinsried in Kooperation mit Christopher Burd von der Universität Yale, USA, hat nun gezeigt, dass die Sortierung der Proteine in die Vesikel und die Fettsynthese am TGN molekular gekoppelt si...
Die Arbeitsgruppen von Privatdozent Dr. Thomas Becker und Prof. Dr. Nikolaus Pfanner haben gemeinsam mit weiteren Kolleginnen und Kollegen einen Mechanismus entdeckt, wie innerhalb einer Zelle Proteine zu den Mitochondrien transportiert werden. Die Forscherinnen und Forscher haben die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Cell Reports“ publiziert.

Mitochondrien führen zahlreiche lebensnotwendige Prozesse aus und produzieren die Energie für den Zellstoffwechsel, weshalb sie auch als Kraftwerke der Zelle bezeichnet werden. Defekte in der Bildung und Funktion der Mitochondrien können zu schweren Erkrankungen des Nervensystems oder des Herzens führen. Um ihre Funktionen ausführen zu...
Verfahrenstechniker der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben eine Methode entwickelt, mit der sich Größe und Form von Nanopartikeln in Dispersionen deutlich schneller als bisher analysieren lassen. Am Beispiel von Goldnanostäbchen demonstrieren sie die zuverlässige Bestimmung der Längen- und Durchmesserverteilungen in nur einem Schritt – bislang waren dafür viele aufwendige elektronenmikroskopische Aufnahmen notwendig. Nanopartikel aus Edelmetallen werden beispielsweise als Katalysatoren und als Kontrastmittel in der Krebsdiagnostik eingesetzt. Die Ergebnisse wurden im renommierten Fachjournal „Nature Communications” veröffentlicht*.

Bereits im ...
Die Arbeitsgruppen von Privatdozent Dr. Thomas Becker und Prof. Dr. Nikolaus Pfanner haben gemeinsam mit weiteren Kolleginnen und Kollegen einen Mechanismus entdeckt, wie innerhalb einer Zelle Proteine zu den Mitochondrien transportiert werden. Die Forscherinnen und Forscher haben die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Cell Reports“ publiziert.

Mitochondrien führen zahlreiche lebensnotwendige Prozesse aus und produzieren die Energie für den Zellstoffwechsel, weshalb sie auch als Kraftwerke der Zelle bezeichnet werden. Defekte in der Bildung und Funktion der Mitochondrien können zu schweren Erkrankungen des Nervensystems oder des Herzens führen. Um ihre Funktionen ausführen zu...
Mexikanische und deutsche Wissenschaftler der Nationalen Universität Mexikos (UNAM) und der Paracelsus Medizinischen Privatuniversität Nürnberg veröffentlichen Studie zur dreidimensionalen Struktur und Funktion des Vasoinhibin-Hormons.

Patienten mit Diabetes Mellitus leiden häufig an Erkrankungen der Netzhaut, welche sich als Langzeitfolge der Zuckerkrankheit entwickeln. Bei der sogenannten diabetischen Retinopathie und dem diabetischen Makula-Ödem, zwei der häufigsten Augenschäden bei Patienten mit Diabetes, kommt es zu krankhaften Veränderungen der Durchblutung und der Blutgefäß-Funktionen in der Netzhaut.

Experimentelle Daten sowie Messungen bei Patienten legen na...
Eine neue Methode, um Proteine selektiv an Nanopartikel zu binden, beschreibt ein deutsch-chinesisches Forscherteam um Chemiker Prof. Dr. Bart Jan Ravoo vom "Center for Soft Nanoscience" der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Die Nanopartikel erkennen automatisch kleine Proteine und gehen jeweils eine hoch selektive Bindung mit ihnen ein.

Eine neue Methode, um Proteine selektiv an Nanopartikel zu binden, beschreibt ein deutsch-chinesisches Forscherteam um Chemiker Prof. Dr. Bart Jan Ravoo vom „Center for Soft Nanoscience“ der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU). Die Nanopartikel erkennen automatisch spezielle Peptide, also sehr kleine Proteine, und gehe...
Wie sich ein Molekül aus einem festen Kristallverband in einem flüssigen Lösemittel löst, haben Chemikerinnen und Chemiker der Ruhr-Universität Bochum erstmals auf molekularer Ebene beobachtet. Bei Raumtemperatur erfolgt der Prozess zu schnell, um ihn entschlüsseln zu können. Daher nutzte das Team des Exzellenzclusters Ruhr Explores Solvation, kurz Resolv, mikroskopische Methoden, die mit besonders tiefen Temperaturen arbeiten.

„Den Löseprozess zu verstehen ist von grundlegender Bedeutung für die Chemie, da das Wissen helfen könnte, die Wechselwirkung zwischen Lösemittel und gelösten Molekülen gezielt zu beeinflussen und damit chemische Reaktionen noch umfassender zu k...
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