Wenn Sterne ihre Energie verbraucht haben und sterben, werden sie in der Regel zu einem Weißen Zwerg. 10 bis 20 Prozent dieser Weißen Zwerge besitzen ein extrem starkes Magnetfeld, das bis zu 100.000 Tesla erreichen kann. Wie sich Atome und Moleküle in einem solchen Magnetfeld verhalten, ist bisher weitgehend unbekannt, besonders für die Astrophysik aber von großem Interesse. Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) haben nun eine quantenchemische Methode entwickelt, um die Eigenschaften von Atomen und Molekülen in starken Magnetfeldern vorherzusagen. Anhand ihrer Berechnungen können sie theoretische Spektren erstellen, mit denen Astrophysiker die tatsächlich b...
In Europa hat der Verkehr einen wesentlich höheren Anteil am Stickoxid-Ausstoß als bisher angenommen. Das zeigt ein Team von Wissenschaftlern um Thomas Karl von der Universität Innsbruck in einer aktuellen Studie. Selbst neuere Modellrechnungen unterschätzen den Beitrag von Fahrzeugen zu den Stickoxid-Emissionen bis zu einem Faktor 4, erklären die Forscher in der Nature-Fachzeitschrift Scientific Reports.

Europaweit werden in städtischen Regionen die Grenzwerte für Stickoxide immer wieder überschritten. Welche Verursacher wieviel Emissionen beitragen, ist nicht immer einfach zu ermitteln. Bisher hat man sich vor allem damit beholfen, dass am Prüfstand die Abgaswerte ermittelt...
Forschern der Empa ist es gelungen, eine umweltfreundliche Tinte aus Cellulose-Nanokristallen für den 3D-Druck zu entwickeln. Dadurch lassen sich Mikrostrukturen mit herausragenden mechanischen Eigenschaften herstellen, die für Implantate und andere biomedizinische Anwendungen äusserst viel versprechend sind.

Um 3D-mikrostrukturierte Materialien etwa für Automobilkomponenten herzustellen, verwenden Empa-Forscher seit einem Jahr eine 3D-Druckmethode namens «Direct Ink Writing» (DIW, siehe Kasten). Dabei wird eine zähflüssige Masse – die Druckertinte – aus der Druckdüse gepresst und auf einer Oberfläche abgeschieden, in etwa so wie bei einer Nudelpresse. Den Empa-Forschend...
Erstmals konnte ein internationales Wissenschaftlerteam Genmaterial von ägyptischen Mumien aus der Zeit um 1.400 v. Chr. bis 400 n. Chr. umfassend rekonstruieren und analysieren. Bei drei Individuen konnte das Team unter Führung von Professor Johannes Krause sowie weiteren Forscherinnen und Forschern der Universität Tübingen und des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena sogar das Genom entschlüsseln. Die Analysen ergaben, dass die alten Ägypter nicht nur mit der damaligen Bevölkerung des östlichen Mittelmeerraums eng verwandt waren, sondern auch mit der neolithischen Bevölkerung Kleinasiens und Europas. Dagegen ließen sich kaum genetische Einflüsse von Afrikanern...
Uni-Forschern wird ja oft eine gewisse Anwendungsferne unterstellt. Zwei Ulmer Doktoranden der experimentellen Physik beweisen wieder einmal das Gegenteil! So präsentieren Daniel Geiger und Tobias Neckernuß auf der Nürnberger Fachmesse „Sensor+Test“ vom 30. Mai bis zum 1. Juni ein speziell entwickeltes optisches Messverfahren, mit dem es möglich ist, in einem Medium suspendierte Zellen in Echtzeit zu analysieren. Hierfür werden die Zellen durch Mikrokanäle an einem optischen Halbleiter-Sensor vorbeigeleitet.

Uni-Forschern wird ja oft eine gewisse Anwendungsferne unterstellt. Zwei Ulmer Doktoranden der experimentellen Physik beweisen wieder einmal das Gegenteil! So präsentie...
Laborversuche und Daten aus Untersuchungen von Menschen mit Schizophrenie deuten auf neue Möglichkeiten der Diagnose und individualisierten Behandlung hin. Dabei geht es um die Messung der Konzentration eines an der Genregulation beteiligten Proteins im Blut und darum, dessen Aktivität medikamentös zu beeinflussen. Ein internationales Forscherteam unter Koordination des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) und der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie weiterer Partner aus Magdeburg und München berichtet darüber im Fachjournal PNAS.

Schizophrenie ist eine neuropsychologische Erkrankung, die mit Störungen in der Gehirnaktivität einhergeht und sich d...
Transportproteine in unseren Körperzellen schützen uns vor gewissen Vergiftungen. Forschende der ETH Zürich und der Universität Basel haben nun die hochaufgelöste dreidimensionale Struktur eines bedeutenden menschlichen Transportproteins aufgeklärt. Langfristig könnte dies helfen, neue Medikamente zu entwickeln.

Fast alle Lebewesen haben im Lauf der Evolution Mechanismen entwickelt, um Giftstoffe, die ins Innere ihrer Zellen gelangt sind, wieder loszuwerden: In der Zellmembran sitzen molekulare Pumpen, die schädliche Stoffe im Zellinnern erkennen und nach aussen spedieren. Forschende der ETH Zürich und vom Biozentrum der Universität Basel haben nun die dreidimensionale Struk...
Speisen aus unbeschichteten Aluminiummenüschalen können hohe Gehalte an Aluminium enthalten. Dies ist das Ergebnis eines BfR-Forschungsprojekts, in dem einige Lebensmittel orientierend untersucht wurden, die nach den Regeln des Cook&Chill-Verfahrens zubereitet und anschließend warmgehalten wurden. Die Messergebnisse zeigen trotz der begrenzten Zahl der untersuchten Proben, dass insbesondere beim Warmhalten im Anschluss an das Cook&Chill-Verfahren Aluminiumionen auf saure Lebensmittel übergehen. Das Cook&Chill-Verfahren ist ein gängiges Verfahren für die Essensversorgung in Gemeinschaftsverpflegungen wie Kindertagesstätten, Schulen, Kantinen oder Außer-Haus-Verpflegung. ...
Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

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Einen Katalysator mit selbstheilenden Eigenschaften haben Chemiker am Zentrum für Elektrochemie der Ruhr-Universität Bochum entwickelt. Unter den anspruchsvollen Bedingungen der Wasserelektrolyse zwecks Wasserstoffproduktion regeneriert sich das Katalysatormaterial von alleine, solange die dafür notwendigen Bestandteile in der Elektrolytlösung vorliegen. Über diesen innovativen Ansatz berichtet ein Team um Stefan Barwe, Prof. Dr. Wolfgang Schuhmann und Dr. Edgar Ventosa vom Bochumer Lehrstuhl für Analytische Chemie in der Zeitschrift „Angewandte Chemie International Edition“. Die Arbeiten fanden im Rahmen des Exzellenzclusters Resolv statt.

Wasserstoff gilt als Energieträge...
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