Forscher der Empa und der Universität Genf haben einen Prototypen einer neuartigen Natrium-Festkörperbatterie entwickelt, der in Zukunft Energie noch sicherer speichern soll.

Ob in Telefonen, Laptops oder Elektroautos, Batterien sind längst nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Um den Erwartungen der Verbraucher nachzukommen, werden sie ständig leichter, leistungsfähiger und langlebiger. Die kommerziell am weitesten verbreitete Lösung ist derzeit die Lithiumionen-Technologie. Lithiumionen-Batterien sind aber immer noch relativ teuer und können bei falscher Handhabung ein Risiko darstellen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Batterien für den Einsatz in Elektroautos o...
Organische Halbleiter mit negativen Ladungen zu dotieren, ist besonders schwierig. Nun hat ein deutsch-amerikanisches Team zu einem Trick gegriffen: Im ersten Schritt koppelten sie die empfindlichen Ladungsspender-Moleküle (n-Dotanden) paarweise zu Dimeren, die stabiler sind. Diese Dimere ließen sich in organische Halbleiter einbringen, trugen allerdings nicht zur Leitfähigkeit bei. Das veränderte sich nach einer kurzen Bestrahlung mit Licht: Denn Licht zerlegt die Dimere wieder in einzelne n-Dotanden. Dadurch erhöhte sich die Leitfähigkeit im Halbleiter um den Faktor hunderttausend. Die Ergebnisse wurden in Nature Materials publiziert.

Halbleiter-Bauelemente werden überall ein...
Muscheln schützen sich gegen Umwelteinflüsse und Feinde durch eine harte Kalkschale. Die zunehmende Versauerung macht es den Organismen immer schwerer, ihre Schalen zu bilden. Eine Gruppe von Forschenden der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) und vom GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zeigt in einer Studie, die heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wird, dass Miesmuschellarven sensibel auf Ozeanversauerung reagieren, was reduzierte Kalzifizierungsraten und Schalenauflösung zur Folge hat.

Miesmuscheln sind in Norddeutschland beliebte Meeresfrüchte. Die braun-schwarzen Muscheln kommen in Gezeitenbereichen der Me...
Biomarker* sollen es möglich machen, Krebserkrankungen früher zu erkennen und damit die Aussichten auf eine erfolgreiche Therapie der Betroffenen zu erhöhen. Dem Institut für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IPA) ist es gelungen, mit dem Protein Calretinin einen wirksamen und kosteneffizienten Marker zur Diagnose von Mesotheliomen (Lungen- und Rippenfellkrebs) zu identifizieren, der zukünftig auch bei der Krebsfrüherkennung helfen könnte.

Asbestbedingte Lungentumoren und Mesotheliome entstehen meist als Folge einer lange zurückliegenden Exposition gegenüber Asbeststaub. Zur Früherkennung dieser Erkrankungen bieten Berufsgenossensc...
Im Sonderforschungsbereich 1214 an der Universität Konstanz wurde ein Verfahren zur Synthetisierung von Europium(II)-Oxid-Nanopartikeln entwickelt – einem für die Datenspeicherung und den Datentransport wichtigen ferromagnetischen Halbleiter.

Ferromagnetische Halbleiter sind im letzten Jahrzehnt in den Fokus der Aufmerksamkeit gerückt. Sie gehören zu den vielversprechenden funktionalen Materialien, die aufgrund ihrer Eigenschaften auf dem Gebiet der Spin-basierten Elektronik einsetzbar sind. Spintronik, so die Kurzbezeichnung, ist für die Informationsspeicherung und den Informationstransport von entscheidender Bedeutung. In einer interdisziplinären Zusammenarbeit ist es an der...
Industrieabwässer, die in großen Mengen und mit Anteilen an vergärbaren, organischen Bestandteilen anfallen, beinhalten ein großes Potenzial für die Biogasproduktion. Allerdings ist das Aufheizen großer Volumenströme von nahezu Umgebungstemperatur auf Betriebstemperaturen, die für mesophile Bakterienstämme üblich sind, aus energetischer und wirtschaftlicher Sicht nicht praktikabel.

Um bisher ungenutzte Industrieabwässer dennoch vergären zu können, haben die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (RWTH) und die aixprocess GmbH, Aachen, sowie weitere sieben Projektpartner aus Großbritannien, Irland, Dänemark und Schweden im Verbundforschungsvorhaben AmbiGas ...
Die weltweit größte Allergie-Studie zeigt, dass das Risiko für Neurodermitis, Heuschnupfen, und Asthma meist gemeinsam vererbt wird. Konsortium mit Forschungsgruppe von MDC/Charité publiziert in „Nature Genetics“

Was hat ein allergischer Hautausschlag mit Asthma und Heuschnupfen zu tun? Allergische Erkrankungen treten oft gleichzeitig oder hintereinander auf. Gibt es Gene, die das Risiko für alle Allergien erhöhen, oder bedingt eine allergische Erkrankung die andere?

Bislang befassen sich genetische Studien mit den einzelnen allergischen Erkrankungen. Für die sogenannte SHARE-Studie, die weltweit größte Allergie-Studie, wurde jetzt ein neuer Ansatz gewählt. Die ...
Die Entdeckung einer neuen, wasserreichen Form des Tonminerals Kaolinit könnte das Verständnis von Prozessen verbessern, die zu Vulkanismus führen und Erdbeben beeinflussen. In Hochdruck- und Hochtemperaturuntersuchungen mit Röntgenstrahlung, die unter anderem bei DESY durchgeführt wurden, haben Wissenschaftler die Bedingungen nachgestellt, die in sogenannten Subduktionszonen herrschen. In diesen Zonen bewegt sich eine ozeanische Platte unter die kontinentale Kruste. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Yonsei-Universität in Südkorea stellt die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ vor.

In einer Subduktionszone trifft eine ...
Bei Herzfibrosen vermehrt sich Bindegewebe im Herzmuskel und schränkt dessen Funktion ein. Ein Team der Technischen Universität München (TUM) hat jetzt herausgefunden, dass microRNA 29 – kurz miR-29 – eine wichtige Rolle beim Entstehen solcher Fibrosen spielt. Diese treten seltener auf, wenn miR-29 in Herzmuskelzellen gehemmt wurde. Ältere Studien hatten dagegen den Schluss nahegelegt, dass ein niedriger miR-29-Spiegel Fibrosen auslöst. Die neuen Erkenntnisse eröffnen Forschungsansätze für zukünftige Medikamente.

Dass microRNAs überhaupt existieren, ist erst seit relativ kurzer Zeit bekannt. In den vergangenen Jahren wurde aber immer deutlicher, dass diese Moleküle eine...
Bei der „Mondscheinkrankheit“ Xeroderma pigmentosum verhindert ein Gendefekt die Reparatur der DNA nach UV-Schäden. In der Zellkultur haben WissenschaftlerInnen des CeMM nun eine Substanz gefunden, die diesen Defekt aufhebt – und dabei wichtige Erkenntnisse über die molekularen Mechanismen der DNA-Reparatur gewonnen. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift Molecular Cell veröffentlicht.

Welch verheerende Wirkung der UV-Anteil des Sonnenlichts auf die DNA-Moleküle der Hautzellen haben kann, wird sichtbar, wenn die Reparaturmechanismen versagen: Menschen, die an der seltenen Erbkrankheit Xeroderma pigmentosum leiden, entwickeln durch geringste UV-Einwirkung Entzündungen, Wuch...
Seite 1 von 54

Fortbildungen