HI-Viren mutieren schnell und bilden ein breites Spektrum an Virus-Stämmen aus. Dadurch gestaltet sich die Entwicklung eines effektiven Impfstoffes bislang sehr schwierig. Besonders vielversprechend ist aktuell ein Impfstoff nach dem Mosaik-Prinzip, der Bestandteile verschiedener HI-Viren kombiniert. Jamila Franca Rosengarten hat im Rahmen einer kooperativen Promotion in der Forschungsgruppe von Prof. Dr. Jörn Stitz an der TH Köln nachgewiesen, dass Teile der in dem Mosaik-Impfstoff enthaltenen künstlich designten Bestandteile Eigenschaften aufweisen, welche die Immunantwort verstärken können.

Viren werden vom körpereigenen Immunsystem in der Regel anhand bestimmter Proteine au...
Das genomische Material einer Zelle muss so in einen winzigen Zellkern verpackt werden, dass es einerseits geordnet ist und andererseits nach Bedarf abgelesen, verdoppelt oder repariert werden kann. Für eine platzsparende Verpackung sind Proteine verantwortlich, die die DNA aufrollen oder auch in Schleifen legen können. Die Wissenschaftler Kikuë Tachibana und Karl Duderstadt des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried erforschen die Aufgabe und Funktionsweise dieser molekularen Maschinen. Wie sie herausfinden konnten, spielt der MCM-Komplex eine wichtige Rolle bei der Begrenzung der Schleifenbildung und somit auch bei der dreidimensionalen Struktur des Genoms und der Genregulat...
Aerosolpartikel spielen als Kondensationskeime eine maßgebliche Rolle bei der Entstehung von Wolken. Ein internationales Forschungsteam, dem auch Forschende des Max-Planck-Instituts für Chemie und des Climate and Atmosphere Research Centers (CARE-C) am Cyprus Institute in Nikosia angehören, hat einen neuen Mechanismus für die Bildung und das Wachstum von Partikeln in der oberen Troposphäre entdeckt. Durch Experimente in der Wolkenkammer des europäischen Forschungszentrums CERN und Computermodelle stießen die Wissenschaftler auf einen unerwarteten Synergieeffekt von drei Gasen. Das Zusammenspiel von Salpetersäure, Schwefelsäure und Ammoniak bildet besonders effizient neue Partikel. D...
 Die Europäische Kommission hat am 03.05.2022 mit der Delegierten Verordnung (EU) 2022/692 den Anhang VI Teil 3 der Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (CLP-Verordnung) zwecks Anpassung an den technischen und wissenschaftlichen Fortschritt (ATP) geändert. Es handelt sich um die 18. Anpassung.

Mit der neuen Verordnung wurden in der Tabelle 3 des Anhang VI Teil 3 der CLP-Verordnung 39 neue Einträge hinzugefügt (darunter zwei Dibutylzinn-Analoga, Bisphenol S (BPS) als reproduktionstoxischer Stoff der Kategorie 1B, Benzophenon als krebserzeugender Stoff der Kategorie 1 B und Melamin als krebserzeugender Stoff ...
In einer Studie konnten Andrea Mundl-Petermeier und Sebastian Viehmann vom Department für Lithosphärenforschung der Universität Wien nachweisen, dass mithilfe eines neuen geochemischen Archivs – das 182Wolfram-Isotop in gebänderten Eisenformationen – gleichzeitig sowohl die Entwicklung des Erdmantels als auch der Kontinente in der Erdfrühzeit nachvollzogen werden kann. Dadurch bieten sich neue Möglichkeiten, die Erde des Präkambriums künftig deutlich besser zu verstehen.

Um zu erforschen, wie sich der Erdmantel in der Erdfrühzeit entwickelt hat, stand schon bisher das kurzlebige 182Hafnium-182Wolfram Isotopensystem im Fokus: 182Wolfram zeigt unter anderem an, wie sehr die...
Mikroplastikpartikel können sich in Flussauen ablagern und in tiefere Bereiche des Bodens eindringen. Die nachgewiesene Anzahl der Partikel hängt dabei insbesondere vom Bewuchs der Bodenoberfläche, der Häufigkeit von Überschwemmungen und der Bodenbeschaffenheit ab. Dies haben Forscher*innen der Universitäten Bayreuth und Köln bei Untersuchungen in der Rheinaue Langel-Merkenich nördlich von Köln herausgefunden.

Wenn Mikroplastik über Flüsse in Richtung Meer transportiert wird, können sich die Partikel nicht nur in Fluss-Sedimenten, sondern auch in den Uferbereichen ablagern. Das Forschungsteam aus Bayreuth und Köln untersuchte in der regelmäßig überfluteten Rheinaue Lan...
Forschenden gelang es erstmals, das gesamte Erbgut von Hafer zu sequenzieren und umfassend zu charakterisieren. Im Vergleich zu anderen Getreidearten und zum Menschen ist das Hafer-Genom sehr komplex. Warum Hafer als gesünder gilt und weniger Allergien und Unverträglichkeiten auslöst als andere Getreide, konnten Wissenschaftler:innen von Helmholtz Munich, der Universität Lund und dem Verbund ScanOats nun erstmals auf genetischer Ebene aufklären.

„Hafer ist ein Trendfood – und genetisch betrachtet ein kompliziertes Getreide“, sagt Manuel Spannagl von Helmholtz Munich. Gemeinsam mit Kolleg:innen aus Schweden sequenzierte und analysierte er über sechs Jahre hinweg das Hafer-G...
Ein Forschertrio unter Beteiligung von Dennis Kurzbach von der Fakultät für Chemie der Universität Wien hat in „Nature Protocols“ eine erweiterte NMR (Nuclear Magnetic Resonance)-Methode vorgestellt, die selbst schnelle und komplizierte biomolekulare Prozesse wie etwa die Proteinfaltung „sichtbar“ macht.

Beispielsweise galt die Proteinfaltung lange als großes Mysterium der Forschung. Die in Millisekunden stattfindende Faltung in den Zellen, bei der Ketten aus Aminosäuren ihre 3D-Gestalt und damit ihre Funktion annehmen, war selbst für die NMR-Spektroskopie – der Standardmethode zur Untersuchung von Molekülstrukturen – nicht abbildbar. Durch den Einsatz von sogenannt...
Einem multidisziplinären Team um das José Carreras-Center der Inneren Medizin I in Homburg, der Klinik für Kinderkardiologie des Universitätsklinikums des Saarlandes (UKS), dem Forschungslabor der Klinik für Kinderrheumatologie der Westfälischen Wilhelms-Universität (WWU) Münster und der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Kempten/ Klinikverbund Allgäu ist es in einer multizentrischen Studie gelungen, einen neuen Mechanismus bei der Entstehung schwerer Entzündungszustände bei Kindern nach SARS-CoV-2-Infektion aufzudecken.

Hierzu wurden Blutplasma-Proben von Patientinnen und Patienten (0 bis 18 Jahre) aus fünf großen deutschen und einer spanischen Klinik analysiert. I...
 Magnetische Nanostrukturen sind vielversprechende Werkzeuge für medizinische Anwendungen. Eingebaut in biologische Vehikel, lassen sich diese dann durch externe Magnetfelder an ihren Einsatzort im Körper steuern, wo sie Medikamente freisetzen oder Krebszellen zerstören können. Dazu ist jedoch die genaue Kenntnis der magnetischen Eigenschaften solcher Nanoteilchen nötig. Bisher konnten solche Informationen nur gemittelt über tausende Nanopartikel gewonnen werden. Nun hat ein Team am HZB eine Methode entwickelt, um die charakteristischen Parameter jedes einzelnen magnetischen Nanopartikels zu bestimmen.

Stellen Sie sich ein winziges Fahrzeug vor, das mit äußeren Magnetfeld...
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