- Die korrekte Charakterisierung von Pflanzengenomen kann durch große Mengen repetetitiver Sequenzen erschwert werden.
- Forscher haben ein Bioinformatik-Tool für die automatische Erkennung repetitiver Genomabschnitte entwickelt, welches auf der Identifizierung von k-meren (Nukleotidsequenzen einer vorbestimmten Länge) aufbaut.
- Das Werkzeug wurde unter dem Namen „Kmasker plants“ im The Plant Journal veröffentlicht.
- „Kmasker plants“ steht als Webservice zur Verfügung oder kann installiert werden via: https://github.com/tschmutzer/kmasker.

Gaters...
Weltpremiere in der Elektronenmikroskopie: Erstmals ist es Forschenden der Universitäten Ulm und Nottingham gelungen, das Entstehen und Brechen von chemischen Atom-Verbindungen filmisch festzuhalten. Dabei sind diese Bindeglieder eine halbe Million Mal kleiner als die Breite eines menschlichen Haares! Möglich wurde dieser Erfolg durch das Ulmer Supermikroskop SALVE und winzige Kohlenstoff-Nanoröhren. Die Fachpublikation ist im Journal "Science Advances erschienen.

Atome sind die Bausteine unserer Welt: Dabei ist die Frage, wie sich diese winzigen Teilchen verbinden und voneinander lösen noch nicht vollständig beantwortet. Das Entstehen und Brechen dieser chemischen Verbindungen i...
Im Zuge der Alzheimer-Demenz mit immer weiter fortschreitendem geistigem Verfall reichern sich im Gehirn fehlgefaltete Amyloid- und Tau-Proteine an. Dabei scheinen sich die Tau-Proteine in zusammenhängenden neuronalen Netzwerken wie bei einer Infektion zu verbreiten. Das haben Wissenschaftler des Instituts für Schlaganfall- und Demenzforschung am LMU Klinikum nun erstmals in einer Längsschnitt-Studie bei Alzheimer Patienten nachgewiesen.

Die Alzheimer-Demenz (AD) zählt zu den häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems und ist die Hauptursache für Demenz im Alter. Weltweit sollen 44 Millionen Menschen betroffen sein. Im Verlauf der AD werden die Nervenzellen und Kontakts...
Organische Moleküle mit Atomen des Halbmetalls Bor sind wichtige Bausteine für Syntheseprodukte, um Arzneistoffe und landwirtschaftliche Chemikalien herzustellen. Bei den üblicherweise in der Industrie eingesetzten Stoffumwandlungen geht allerdings häufig die wertvolle Bor-Einheit verloren, die in einem Molekül ein anderes Atom ersetzen kann. Chemiker der WWU stellen jetzt Kohlenstoff-Kohlenstoff-Kupplungen vor, bei denen das Bor-Atom erhalten bleibt. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Chem“ erschienen.

Organische Moleküle mit Atomen des Halbmetalls Bor zählen zu den bedeutendsten Bausteinen für Syntheseprodukte, die nötig sind, um Arzneistoffe und landwirtschaftliche...
Ob eine kranke Zelle stirbt, sich teilt oder durch den Körper wandert, reguliert ein ausgeklügeltes Wechselspiel von Botenmolekülen und Rezeptoren in der Zellmembran. Einer der wichtigsten Signalstoffe des Immunsystems ist der Tumornekrosefaktor α (TNFα). Forscher unter Federführung der Goethe-Universität haben nun erstmals in Zellen die molekulare Organisation einzelner Rezeptor-Moleküle und die Bindung von TNFα an die Zellmembran visualisiert.

Damit der Tumornekrosefaktor an einen Membranrezeptor binden kann, muss dieser zunächst aktiviert werden. Das bedeutet, dass der Schlüssel nur unter bestimmten Umständen ins Schloss passt. So wird verhindert, dass beispielsweise ei...
Wissenschaftler*innen des Senckenberg und des LOEWE-Zentrums für Translationale Biodiversitätsgenomik wollen mit einem neuen Forschungsansatz schneller und für eine größere Anzahl an Arten vorhersagen, welche Tiere und Pflanzen es schaffen können, sich an den Klimawandel anzupassen und welche nicht. Der Schlüssel ist laut den Forscher*innen im Erbgut der jeweiligen Art zu finden. In Kombination mit ökologischen Daten sind die Ergebnisse vor allem für den Naturschutz relevant. Das Team plädiert daher dafür, zunächst Arten in den Blick zu nehmen, die für ihr jeweiliges Ökosystem von besonderer Bedeutung sind. Die Studie ist soeben im Fachjournal „Evolution Letters“ erschienen...
Ein Team des Deutschen Zentrums für Infektionsforschung (DZIF) an der Charité – Universitätsmedizin Berlin hat ein Nachweisverfahren für das derzeit in China kursierende Coronavirus entwickelt. Die WHO hat das Testprotokoll jetzt als bisher ersten diagnostischen Leitfaden veröffentlicht. Verdachtsfälle können nun schnell auf das Virus untersucht werden.

Das Coronavirus, das in der chinesischen Metropole Wuhan aufgetreten ist und schwere Lungenentzündungen hervorgerufen hat, kann nun im Labor nachgewiesen werden. Die Arbeitsgruppe um Professor Dr. Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie am Campus Charité Mitte, hat im Rahmen ihrer Tätigkeit im DZIF den welt...
Cyanobakterien, umgangssprachlich auch Blaualgen genannt, gehören zu den häufigsten Organismen auf der Erde. Ein Forschungsteam unter Leitung des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) und der Universität Heidelberg zeigte nun erstmalig, dass Cyanobakterien in Meeren, Binnengewässern und an Land relevante Mengen an Methan produzieren. Die durch den Klimawandel zunehmenden Blaualgenblüten werden die Freisetzung von Methan aus Binnengewässern und Meeren in die Atmosphäre mit hoher Wahrscheinlichkeit verstärken.

Das Forschungsteam untersuchte 17 Cyanobakterienarten, die im Meer, im Süßwasser oder an Land vorkommen. „Cyanobakterien im Oberflächenw...
Sterne durchlaufen Lebenszyklen. Sie entstehen, wenn Gaswolken und Staub im All aufeinandertreffen, sich aufgrund der Schwerkraft verdichten und aufheizen. Sterne brennen dann über Jahrmillionen oder gar Milliarden Jahre, ehe sie sterben und dabei Staubpartikel ins All schleudern. Diese tragen wiederum zur Entstehung neuer Sterne, Planeten, Monde und Meteoriten bei.

In einem solchen Meteorit, der vor 50 Jahren in Australien niederging, entdeckten Forschende vom Field Museum, der Universität Chicago, der ETH Zürich und weiteren Hochschulen nun Sternenstaub, der vor fünf bis sieben Milliarden Jahren entstanden war – der älteste Feststoff, der bisher auf der Erde gefunden wurde. D...
Ein deutsch-amerikanisches Forschungsteam hat ein neues Konzept zur Herstellung von Wirkstoffen gegen Krebs, Bakterien oder Viren vorgestellt: Dreidimensionale metallhaltige Moleküle, die in alle Richtungen Verbindungen mit anderen Molekülen, sogenannten Liganden, eingehen, funktionieren wie Bausteine. Indem man sie mit weiteren Funktionen ausstattet, kann man schneller zu neuen Medikamenten gelangen, hofft das Team um Prof. Dr. Nils Metzler-Nolte von der Ruhr-Universität Bochum (RUB) und Prof. Dr. Seth Cohen von der University of California in San Diego (UCSD). Das Team berichtet in der Zeitschrift Chemical Science vom 15. Januar 2020. Ihre Arbeit ist als „Pick of the week“ hervorgeh...
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