Mikroben sind für unser Auge unsichtbar und dennoch überall. Sie sind die einflussreichen Kräfte hinter der Regulation von Schlüsselprozessen in unserer Umwelt, zum Beispiel des Kohlenstoffzyklus. Viele der Mikroorganismen sind noch unbekannt oder gar nicht kultivierbar. Aufschlüsse über diese Artenvielfalt geben moderne molekulargenetische Methoden, mit denen heute die Gesamtheit des Erbgutes eines Lebensraumes – das sogenannte Metagenom – untersucht werden kann. Die komplexe Auswertung dieser Datenmengen mit einer Vielzahl von Computerprogrammen stellt Forscher jedoch vor große Probleme. Deshalb haben Wissenschaftler des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) in Braun...
 Ein internationales Team mit Forschenden der Universität Bern hat erstmals bei einem jungen Stern sowie im Kometen «Chury» Methylchlorid gefunden – ein organisches Molekül, das auf der Erde durch biologische und industrielle Prozesse erzeugt wird. Dieser Fund in einer lebensfeindlichen Umgebung bedeutet, dass sich das Molekül nicht wie bisher erhofft für die Suche nach ausserirdischem Leben eignet.

Methylchlorid (CH3Cl) ist die häufigste chlorhaltige Substanz in der Erdatmosphäre. Jährlich produzieren Bäume, aber auch Algen und andere Organismen sowie Industriebetriebe bis zu drei Megatonnen dieses sogenannten Organohalogens. Könnte man in der Atmosphäre von weit e...
Der Nobelpreis für Chemie 2017 wird an Jacques Dubochet, Joachim Frank und Richard Henderson für die Entwicklung der Kryo-Elektronenmikroskopie verliehen, die die Bildgebung von Biomolekülen vereinfacht und verbessert haben. Diese Methode hat für die Biochemie eine neue Ära eröffnet.

Ein Bild ist ein Schlüssel zum Verständnis. Wissenschaftliche Durchbrüche beruhen oft auf der erfolgreichen Visualisierung von Objekten, die für das menschliche Auge unsichtbar sind. In der Biochemie war das schwierig, weil es mit verfügbaren Techniken kaum möglich war, Bilder von großen Molekülen zu erzeugen. Die Kryo-Elektronenmikroskopie änderte das. Forscher können mittlerweile Biomole...
Ein internationales ForscherInnenteam um die Bioinformatiker Dmitrij Turaev und Thomas Rattei von der Universität Wien entwickelte in einer Computersimulation eine Methode, um künftige Genomanalysen – vor allem jene des Mikrobioms – zu prüfen, aussagekräftig interpretieren zu können sowie Lücken in der Datenanalyse zu schließen. Die ersten Ergebnisse dieses "Pickerl"-Tests liegen nun vor und wurden im Fachjournal "Nature Methods" publiziert.

Die Revolution der Methoden zur Genomanalyse hat in den letzten Jahren einen ganz neuen Zugang zur Erforschung mikrobieller Gemeinschaften ermöglicht. Diese sind überall auf der Erde zu finden, auch als Begleiter des Menschen. Im Labo...
Das Leben auf der Erde ist an die Rotation unseres Planeten angepasst. Wir wissen seit vielen Jahren, dass lebende Organismen, darunter auch der Mensch, eine innere biologische Uhr haben, die ihnen hilft, den regelmäßigen Rhythmus des Tages zu steuern. Jeffrey C. Hall, Michael Rosbash und Michael W. Young haben in unsere biologische Uhr geschaut und herausgefunden, wie sie arbeitet. Ihre Entdeckung erklärt, wie Pflanzen, Tiere und Menschen ihren biologischen Rhythmus anpassen, und so synchron mit der Erdrotation leben.

Mit Hilfe von Fruchtfliegen als Modellorganismus isolierten die diesjährigen Nobelpreisträger ein Gen, das den normalen täglichen biologischen Rhythmus kontrollie...
Wissenschaftler der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben ein Enzym identifiziert, das die Verwertung von Glukose in Leberzellen maßgeblich beeinflusst. Das Enzym Retinol-Saturase unterstützt die Zellen dabei, sich an variierende Zuckerkonzentrationen anzupassen. Ist die Glukosemenge jedoch dauerhaft zu hoch, scheint Retinol-Saturase eine zellschädigende Wirkung zu entfalten. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Nature Communications* veröffentlicht.

Zellen besitzen die überlebenswichtige Eigenschaft, ihre Stoffwechselaktivität an die Verfügbarkeit verschiedener Energieträger wie beispielsweise Glucose anzupassen. Das erlaubt ihnen einerseits eine eff...
Ein internationales Forscherteam konnte unter der Federführung der Universitäten Leipzig und Halle einen neuen vererbbaren Mechanismus ausfindig machen, der zur Entstehung von Bauchspeichel-drüsenentzündungen (Pankreatitis) beiträgt. Diese neue Erkenntnis stellt einen wichtigen Schritt zur Verbesserung der Therapie und Diagnostik dar und wurde kürzlich im Fachmagazin GUT veröffentlicht.

Die chronische Pankreatitis ist eine schwerwiegende, fortschreitende und nicht mehr heilbare Entzündung der Bauchspeicheldrüse mit immer wiederkehrenden Oberbauchschmerzen, Übelkeit bis hin zum Erbrechen und Verdauungsstörungen. Forschergruppen aus zehn europäischen Ländern und den USA hab...
Dass Tätowierungen durch mangelnde Hygiene oder Verwendung bestimmter Pigmente mitunter auch unerwünschte gesundheitliche Effekte hervorrufen können, ist bereits bekannt. Erstmals haben nun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in einem internationalen Kooperationsprojekt nachgewiesen, dass sich Farbpigmente in Nanopartikelgröße in Lymphknoten dauerhaft anreichern können. „Die Erkenntnis, dass Partikel in Nanogröße aus der Tattoofarbe abwandern können, zieht weiteren Forschungsbedarf nach sich“, erläutert Professor Dr. Dr. Andreas Hensel, Präsident des BfR. „Nanopartikel können sich im Körper des Menschen ganz anders verhal...
Bromcyan ist ein gefährlicher Stoff, extrem giftig, ätzend und bei kleinster Verunreinigung explosiv. Trotzdem kann die chemische Industrie auf das Reagens nicht verzichten, etwa bei der Herstellung eines neuen Alzheimer-Medikaments. Besondere Herausforderungen stellen Transport und Lagerung dar. Univ.-Prof. Dr. Oliver Kappe, Chemiker an der Universität Graz, hat nun mit seinem Team eine Lösung für dieses Problem gefunden. Den ForscherInnen ist es erstmals gelungen, Bromcyan in einem kontinuierlichen Verfahren zu erzeugen und gleich weiterzuverwenden. Die Methode ermöglicht, Bromcyan bei Bedarf überall dort zu produzieren, wo es benötigt wird. Die Entwicklung wurde zum Patent angemel...
Eine neue Generation von Mikrosensoren soll das Internet der Dinge in den Bereich von Lebensmitteln erweitern. ETH-Forscher haben einen hauchdünnen Temperatursensor entwickelt, der für die Gesundheit unbedenklich und biologisch abbaubar ist.

Mikrosensoren werden heute schon breit eingesetzt, zum Beispiel um giftige Gase zu erkennen. Auch in kleine Sender-Empfänger-Systeme, wie den weitverbreiteten RFID-Chips, werden sie eingebaut. Da solche Sensoren jedoch oft umwelt- und gesundheitsschädliche Edelmetalle enthalten, kommen sie für medizinische Anwendungen mit direktem Körperkontakt oder zum Anbringen an Lebensmitteln nicht infrage. Entsprechend gross ist das Interesse von Forsch...
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