Mit Hilfe intensiver Röntgenblitze hat ein internationales Forscherteam die kristalline Proteinhülle eines Insektenvirus entschlüsselt. Die Analyse zeigt die Bausteine des Virus-Kokons mit einer Detailgenauigkeit von 0,2 Nanometern (millionstel Millimetern) – das entspricht nahezu atomarer Auflösung. Die winzigen Viruskapseln sind die mit Abstand kleinsten Proteinkristalle, die Forscher je mit Hilfe der Röntgenkristallographie entschlüsselt haben. Das eröffnet neue Möglichkeiten für die Untersuchung von Proteinstrukturen, wie das Team um DESY-Forscher Prof. Henry Chapman vom Center for Free-Electron Laser Science in den „Proceedings“ der US-Akademie der Wissenschaften („PNAS...
Wenn der Mensch altert, altert auch sein Gehirn. Die mentale Leistungsfähigkeit nimmt ab und neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer und Parkinson, aber auch Schlaganfälle häufen sich. Ein möglicher Grund dafür ist die zunehmende Einlagerung von Eisen in den Nervenzellen, die sich bei allen Wirbeltieren nachweisen lässt. Forscher des Leibniz-Instituts für Alternsforschung – Fritz-Lipmann-Institut (FLI) in Jena und der Scuola Normale Superiore in Pisa, Italien, entdeckten nun im Rahmen des Forschungsprojektes JenAge einen neuen Mechanismus, der diese Eiseneinlagerungen im Alter mit der MikroRNA miR-29 in Verbindung bringt. Diese MikroRNA ist eigentlich als Tumorsuppressor bekann...
Biologische Versuche erzeugen immer größere und komplexere Datensätze. So ist es schwieriger geworden, Experimente in anderen Forschungslaboren zu wiederholen, um die Ergebnisse zu bestätigen – oder zu widerlegen. Neben der hohen Komplexität der Daten sind anspruchsvolle, computerbasierte Auswerteverfahren ein Grund für diese Schwierigkeit. Wissenschaftler des Luxembourg Centre for Systems Biomedicine (LCSB) der Universität Luxemburg haben jetzt ein neues bioinformatisches Werkzeug entwickelt, mit dem die Auswertung biologischer und biomedizinischer Experimente besser nachvollziehbar und wiederholbar wird.

Die Arbeit, die unter Federführung von Prof. Paul Wilmes, Leiter der ...
Durch Positronen-Emissions-Tomographie lassen sich Verteilung und Anreicherung von radionuklidmarkierten Nanopartikeln in Tumorgewebe sehr gut nachweisen. Das radioaktive Metall wird dabei durch einen Anker, einen sogenannten Chelator, an das Nanoteilchen gebunden. Diese chemische Verknüpfung kann aber entfallen, wenn man Nanographen verwendet, berichten nun amerikanische Wissenschaftler in der Zeitschrift Angewandte Chemie. Dadurch steigt die Genauigkeit in der Bildgebung, und Fehlerquellen werden verringert.

Nanopartikel gelten als besonders vielversprechend für die Biodiagnostik (zum Beispiel beim Nachweis von kanzerogenem Gewebe) und die Biotherapie (zum Beispiel bei der Zerstö...
Die Land- und Forstwirtschaft brauchen Pestizide. Als umweltfreundliche Alternative zu klassischen Schädlingsbekämpfungsmitteln gelten Biopestizide. Mittlerweile sind auf dem Markt Hunderte verschiedener Produkte erhältlich – Tendenz steigend. Sie alle beruhen auf unterschiedlichen Pflanzenextrakten oder Bakterien. Über den Wasserkreislauf können die Stoffe von den Feldern und Wäldern auch in unsere Gewässer gelangen. Am Beispiel des bakterienbasierten Biozids Dipel ES hat deshalb ein Forscherteam des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) untersucht, wie sich das Gift auf Gewässerorganismen auswirkt. Die Wissenschaftler fanden heraus, dass Dipel ES ger...
Falsche Herkunfts- und Qualitätsangaben bei Getreide aufdecken: Das ist das Ziel eines durch das Bundeslandwirtschaftsministerium geförderten Forschungsvorhabens der Uni Bayreuth und der ALNuMed GmbH im Gesamtvolumen von 1,4 Millionen Euro.

Wissen wir wirklich, was wir täglich mit Appetit verzehren? Lebensmittelskandale verunsichern immer wieder die Verbraucher. Ein Forschungsvorhaben an der Universität Bayreuth in Zusammenarbeit mit der ALNuMed GmbH sorgt dafür, dass falsch deklarierte Backwaren entlarvt und nicht länger als teure Premiumprodukte angepriesen und verkauft werden können. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) hat nach einem bundesweiten ...
Ein internationales Forscherteam hat eine unter Hochdruck stabile Heliumverbindung entdeckt. Der Fund ist überraschend, denn unter Normalbedingungen reagiert das Edelgas überhaupt nicht mit anderen Elementen. Die Wissenschaftler um Artem R. Oganov vom Skolkovo-Institut für Wissenschaft und Technologie (Skoltech) in Russland, der Stony Brook University in den USA und dem Moskauer Institut für Physik und Technologie berichten nun im Fachblatt „Nature Chemistry“, dass sie zwei stabile Verbindungen von Natrium mit Helium voraussagen konnten und eine davon auch beobachtet haben. Dafür verwendeten sie verschiedene Experimente, die unter anderem bei DESY durchgeführt wurden.

Helium...
Quinoa ist eine der ältesten Kulturpflanzen. Sie stammt aus der Andenregion und wurde dort schon vor Jahrtausenden angebaut. In den vergangenen Jahrhunderten geriet sie aber in Vergessenheit. Erst seit kurzem ist Quinoa wieder in das Zentrum des wissenschaftlichen Interesses gerückt, denn die Samen bilden Inhaltsstoffe mit sehr hoher ernährungsphysiologischer Qualität. Außerdem können die Pflanzen auch unter unvorteilhaften Umweltbedingungen wie Trocken- und Salzstress wachsen.

Unter der Leitung von Professor Mark Tester von der König-Abdullah-Universität für Wissenschaft und Technologie in Djiddah (Saudi-Arabien) wurde das Quinoa-Genom entschlüsselt und die Forschungsergebn...
Kurz nach einer Virusinfektion schwärmen unzählige Killerzellen aus, um befallene Körperzellen aufzuspüren und zu töten. So verhindern sie sehr effektiv, dass sich die Erreger weiter ausbreiten können. Ein internationales Forscherteam hat nun einen wichtigen Mechanismus zur Rekrutierung dieses Heeres aufgeklärt.

Killerzellen – im Fachjargon zytotoxische T-Zellen genannt – haben etwas von einem gut trainierten Polizeihund: Solange sie nicht wissen, dass sich gerade irgendwo im Körper ein Infekt ausbreitet, verhalten sie sich friedlich. Sie werden erst aktiv, wenn ihnen die Spurensicherung ein „Besitzstück“ des Krankheitserregers unter die Nase reibt. Erst dann schwär...
 Physiker der Universität Bonn haben eine wichtige Hürde auf dem Weg zum Quantencomputer genommen: In einer aktuellen Studie stellen sie eine Methode vor, mit der sie große Zahlen von Atomen sehr schnell und präzise sortieren können. Die Arbeit ist nun in den „Physical Review Letters“ erschienen.

Mal angenommen, Sie stehen im Supermarkt und möchten Apfelsaft kaufen. Leider sind alle Kisten halb leer, weil andere Kunden wahllos einzelne Flaschen entnommen haben. Sie füllen daher Ihre Kiste mühselig Flasche für Flasche auf. Doch halt: Die Nachbarkiste ist ja genau gegengleich besetzt! Wo bei Ihrer Kiste Lücken sind, stehen dort Flaschen. Könnten Sie diese Flaschen au...
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