Die Zoologische Staatssammlung München (SNSB-ZSM) hat einen weiteren großen Erfolg zu verzeichnen: 661 Arten von Grabwespen, nahe Verwandte der Bienen, wurden durch DNA-Barcoding genetisch erfasst. Zusammen mit Kollegen aus der Tschechischen Republik, Bulgarien und Kanada haben ZSM-Wissenschaftler die Ergebnisse eines internationalen Projektes zur Erstellung einer genetischen Bibliothek der Grabwespen in der sehr renommierten Fachzeitschrift Molecular Ecology Resources veröffentlicht.

Von den 661 untersuchten Grabwespen-Arten kommen 578 Arten in Europa, 240 Arten auch in Deutschland vor. Mit der aktuellen DNA-Barcoding Studie liegen nun von knapp 90% der heimischen Grabwespen...
Das Phänomen der sogenannten Supraschmierung ist bekannt, es war jedoch auf atomarer Ebene bislang nicht zu erklären: Wie entsteht die extrem niedrige Reibung beispielsweise in Lagern? Forscherinnen und Forscher der Fraunhofer-Institute IWM und IWS entschlüsselten gemeinsam einen universellen Mechanismus der Supraschmierung bei bestimmten diamantähnlichen Kohlenstoffschichten in Verbindung mit organischen Schmierstoffen. Auf dieser Wissensbasis ist es nun möglich, Designregeln für supraschmierende Schicht-Schmierstoff-Kombinationen zu formulieren. Die Ergebnisse präsentiert ein Artikel der Zeitschrift Nature Communications, Ausgabe 10.

Eine der wichtigsten Grundvoraussetzungen ...
Seit den ersten Berichten über die Verschmutzung der Meere und Küsten mit Mikroplastik intensivierte sich auch die weltweite Forschung dazu. Inzwischen ist klar, dass Mikroplastik auch in Flüssen und Seen sowie in Getränken und Lebensmitteln allgegenwärtig ist. An der Technischen Universität München (TUM) entwickelt Dr. Natalia P. Ivleva analytische Verfahren zur Identifizierung und Quantifizierung von Mikroplastik. Im Interview erläutert sie den aktuellen Forschungsstand.

Mikroplastik - Was ist das eigentlich genau?

Nach gegenwärtiger Definition sind das Kunststoffpartikel kleiner als 5 Millimeter. Die untere Grenze liegt bei einem Mikrometer, also einem Tausen...
Ionenpaare aus negativ geladenen Phosphatgruppen und positiven Magnesiumionen sind ein wichtiges Strukturelement von DNA und RNA in wässriger Umgebung. Schwingungen der Phosphatgruppen wurden jetzt als selektive Sonden solcher Kontakt-Ionenpaare etabliert und geben Einblick in Wechselwirkungen und Strukturen auf der ultraschnellen Zeitskala molekularer Dynamik.

DNA und RNA sind geladene Polymere, die genetische Informationen in einer Doppelhelixstruktur kodieren und eine Schlüsselrolle bei der Biosynthese von Proteinen spielen. Ihre negativen Ladungen sind im molekularen Rückgrat angeordnet, das aus ionischen Phosphatgruppen (PO2-) und Zuckerringstrukturen besteht (Abb. 1). Eine St...
Das derzeit gängige Flammschutzmittel („Polymeric FR“) ist möglicherweise doch nicht so stabil wie zunächst gedacht: Ein interdisziplinäres Team von Forschern des Zentrums für Wasser- und Umweltforschung (ZWU) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben herausgefunden, dass es sowohl durch UV-Strahlung als auch Hitze bei 60 Grad Celsius zu kleineren Molekülen abgebaut wird. Einige der dabei entstehenden Stoffe sind potenziell umweltschädlich. Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift „Environmental Science & Technology“ erschienen.

Flammschutzmittel sollen Plastikprodukte widerstandsfähiger gegenüber Feuer machen: Es gibt sie in Textilien, elektronischen Gerät...
Die geltende Trinkwasserverordnung (TrinkwV) enthält Regelungen in Bezug auf die Untersuchung von Legionellen in Trinkwassererwärmungsanlagen der Trinkwasser-Installation. Ab dem 1. März 2019 ist ein neues Verfahren für die mikrobiologische Bestimmung von Legionellen anzuwenden. Das Umweltbundesamt hat seine Empfehlung hierfür an die neuen Anforderungen angepasst.

Die UBA-Empfehlung „Systemische Untersuchungen von Trinkwasser-Installationen auf Legionellen nach Trinkwasserverordnung - Probennahme, Untersuchungsgang und Angabe des Ergebnisses“ in der Fassung vom 18. Dezember 2018 finden Sie hier:

Indium, Neodym und Gold inden sich in vielen elektronischen Geräten. Was geschieht mit den wertvollen Stoffen, wenn die Geräte nicht mehr gebraucht werden? Und wie viel edles Metall steckt in Mobiltelefonen, Computern und Bildschirmen, die derzeit noch in Gebrauch sind? Diesen Fragen sind Empa-Forscher nachgegangen.

Die drei Rohstoffe Gold, Neodym und Indium gehören zu den rarsten Elementen auf der Erde: Jedes der drei Metalle macht weniger als 0,0000 1% der Erdkruste aus. Sie finden sich in einer Vielzahl von elektronischen Geräten – zwar in geringen Mengen, dafür aber in Schlüsselfunktionen: Indium ist als Indiumzinnoxid elektrisch leitend und gleichzeitig durchsichtig. We...
Forschern der Universität Leipzig ist die Entwicklung eines neuen Messprinzips für die chemische Katalyse gelungen. Es erlaubt, Reaktionsabläufe mit einer noch nie dagewesenen Genauigkeit und Verlässlichkeit zu bewerten. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für die Optimierung dieses chemischen Vorgangs im Hinblick auf Energieeffizienz und Umweltverträglichkeit. „Von unserem Messprinzip könnten revolutionierende Neuerungen auf dem Gebiet der Katalyse ausgehen“, sagt Physiker Prof. Dr. Jörg Kärger, der das Verfahren gemeinsam mit Chemiker Prof. Dr. Roger Gläser und anderen Wissenschaftlern der Universität Leipzig entwickelt hat.

Die Forscher haben ihre Forschungsergeb...
Mit Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt am 14. Dezember ist das geänderte Akkreditierungsstellengesetz (AkkStelleG) in Kraft getreten. Bereits im Oktober hatte sich der Deutsche Bundestag auf eine Anpassung des bestehenden Gesetzes verständigt. Mit der gesetzlichen Anpassung wird eine nachhaltige Stärkung der deutschen Qualitätsinfrastruktur ermöglicht. Zukünftig können die unzulässige Ausübung der hoheitlichen Akkreditierung und unerlaubte Konformitätsbewertungsleistungen wirksam unterbunden werden.

Das novellierte AkkStelleG versetzt die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) in die Lage, notwendige Schritte zur Wahrung ihres hoheitlichen Auftrags und im Interesse der F...
Das menschliche Gehirn verdankt sein charakteristisches, gefaltetes Aussehen seiner äußeren Schicht, der Großhirnrinde. Während der Evolution des Menschen vergrößerte sich der Neocortex, der evolutionär jüngste Teil der Großhirnrinde, erheblich und musste sich falten, um in den begrenzten Raum der Schädelhöhle zu passen. Der menschliche Neokortex ermöglicht höhere kognitive Fähigkeiten wie das Denken oder die Sprache. Aber wie ist der menschliche Neokortex so groß geworden? Die Antwort könnte in Genen liegen, die nur dem Menschen eigen sind, wie beispielsweise das Gen ARHGAP11B. Forscher des Max-Planck-Instituts für molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) in Dresden fa...
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