Der Prozess der Photosynthese ist die Basis des Wachstums aller Pflanzen. Wissenschaftler wollen die Photosynthese ankurbeln, um der weltweit steigenden Nachfrage nach Nahrungsmitteln zu begegnen. Dazu soll das Schlüsselenzym Rubisco gentechnisch verändert werden. Nun ist es Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biochemie gelungen, funktionelles Rubisco aus Pflanzen in einem Bakterium herzustellen. Dies ermöglicht eine gentechnische Veränderung des Enzyms. Die Studie könnte eines Tages zu höheren Ernteerträgen und Pflanzensorten mit verbesserter Wassernutzungseffizienz oder erhöhter Temperaturbeständigkeit führen. Die Ergebnisse wurden in Science veröffentlicht.

Di...
Genetische Mutationen wurden in den letzten Jahrzehnten als Ursache für Krebs betrachtet. Moderne post-genomische Analyseverfahren wie Proteomics und Metabolomics erlauben mittlerweile, völlig neue Mechanismen für die Entstehung von chronischen Erkrankungen, wie unter anderen Krebs, zu erkennen. Christopher Gerner von der Fakultät für Chemie der Universität Wien und sein Team zeigen in einer interdisziplinären Studie einen altersbedingten Mechanismus zur Ausbildung von Blutkrebs auf, bei dem genetische Veränderungen als Folge krankheitsbedingter zellulärer Veränderungen entstehen. Die Ergebnisse erscheinen aktuell in "Molecular & Cellular Proteomics".

Chronisch lymphatis...
Senckenberg-Wissenschaftlern ist es gelungen das vollständige Genom der Rotbuche zu entschlüsseln. Die Erfassung des Genoms zeigt unter anderem, dass es keinen Genaustausch mit den zahlreichen Pilzarten, die in enger Symbiose mit der Buche leben, gibt. Die Genomsequenz gibt Wissenschaftlern ein Werkzeug in die Hand, das für nachfolgende naturschutzgenetische Untersuchungen wichtig ist und mittelfristig ermöglicht, trockenresistente Genotypen zu identifizieren und für die Forstwirtschaft in Anpassung an den Klimawandel zu verwenden.

Die Rotbuche (Fagus sylvatica) ist mit etwa 15 Prozent der häufigste Laubbaum Deutschlands – die bis zu 50 Meter hohen Bäume können ein Alter von...
Bei DESY entwickelte Speziallinsen ermöglichen erstmals Röntgenmikroskopie mit einer Rekordauflösung im unteren Nanometerbereich. Mit einer neuen Materialkombination haben die Entwickler um DESY-Gruppenleiterin Saša Bajt von Center for Free-Electron Laser Science (CFEL) das Design sogenannter Multilayer-Laue-Linsen optimiert und so einen winzigen Röntgenfokus mit weniger als zehn Nanometern Durchmesser erzeugt. Ein Nanometer ist ein millionstel Millimeter, das ist kleiner als die meisten Viruspartikel. Die Forscher berichten im Fachblatt „Light: Science & Applications“ über ihre Entwicklung. Sie haben die Linsen unter anderem mit Aufnahmen von Meeresplankton getestet.

Mo...
Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.
Mit Zuckern, Aminosäuren und speziellen Antifrostproteinen verhindert die Natur Frostschäden an Zellen. Um Zellkulturen vor Schäden durch Einfrieren zu bewahren, versetzen Menschen diese mit Lösungsmitteln und synthetischen Polymeren. Britische Wissenschaftler haben jetzt Natur und Synthese kombiniert: In einer Arbeit, die in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht wurde, führen sie das rein aus der natürlichen Aminosäure bestehende Polyprolin als wirkungsvolles Frostschutzmittel für einlagige Zellkulturen ein.

Die lebende Zelle ist gegenüber Einfrieren und Auftauen extrem empfindlich. Eiskristalle können die Zellmembran und Organellen mechanisch schädigen, und de...
Die Miniaturisierung der bisher in Speichermedien verwendeten Technologie stößt mittlerweile auf fundamentale quantenmechanische Grenzen. Ein neuer Ansatz besteht darin, sogenannte Spin-Crossover-Moleküle als kleinste Speichereinheit zu verwenden. Ähnlich wie in herkömmlichen Festplatten können sie Informationen über ihren magnetischen Zustand speichern. Einem Forschungsteam der Universität Kiel ist es nun gelungen, solche Moleküle erfolgreich auf einer Oberfläche anzubringen und ihre Speicherkapazität zu verbessern. Die Speicherdichte herkömmlicher Festplatten ließe sich damit theoretisch um mehr als das Hundertfache erhöhen. Die Studie erschien in der Zeitschrift Nano Letters...
Auf ein flankierendes Programm zur Stärkung von Transparenz, Effizienz und Kundenorientierung der DAkkS haben sich die Teilnehmer eines Spitzengesprächs bei Bundeswirtschaftsministerin Zypries verständigt. In Zusammenhang mit dem Inkrafttreten der Gebührenverordnung für die Akkreditierungsstelle (AkkstelleGebV) werden VUP, VdTÜV, BDI und DAkkS unter Regie des Wirtschaftsministeriums Prozess verbessernde Maßnahmen erarbeiten.  Anfang 2018 wird es ein erstes Treffen zur Erarbeitung des vom VUP geforderten "Transparenz- und Effizienzpakets" geben.

Dr. Tilman Burggraef, Präsident des Deutschen Verbandes Unabhängiger Prüflaboratorien (VUP) erklärt dazu: "Unsere Erwartung wa...
Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat am 30.11.2017 folgende Technische Regeln für Gefahrstoffe aktualisiert bzw. ergänzt:
TRGS 900 - Arbeitsplatzgrenzwerte
Stellen Sie sich vor, Sie sitzen an einem sonnigen Strand und lassen sich genüsslich den warmen Sand durch die Finger rinnen. Millionen von Sandkörnern. Was Sie sich dabei vermutlich nicht vorstellen: Gleichzeitig rieseln auch Zig Milliarden Bakterien zwischen Ihren Fingern hindurch. Denn einer Untersuchung von ForscherInnen des Max-Planck-Instituts für Marine Mikrobiologie in Bremen zufolge leben zwischen 10.000 und 100.000 Mikroorganismen auf jedem dieser Körnchen. Das bedeutet, dass ein einzelnes Sandkorn so viele Einwohner haben kann wie Flensburg oder Kaiserslautern!

Auch Bakterien ducken sich

Dass Sand ein dicht besiedelter und aktiver Lebensraum ist, ist schon...
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