Zwei wichtige Schritte in der Bildung von gasförmigem Wasser in diffusen interstellaren Wolken verlaufen schneller als bisher vermutet. Dies ist das Ergebnis von Messungen bei tiefen Temperaturen, die jetzt Physikern am MPI für Kernphysik gelang. Rechnungen mit einer neuartigen Methode, die Quanteneffekte berücksichtigt, stimmen damit hervorragend überein. Die neuen Werte haben weitreichende Auswirkungen auf das Verständnis der interstellaren Chemie.

Ansammlungen von Gas und Staub im Weltraum können mit Teleskopen von der Erde aus als interstellare Wolken beobachtet werden. Trotz der niedrigen Temperaturen und der geringen Dichten findet man in interstellaren Wolken eine Vielzah...
Wie kann die vorzeitige Ausscheidung eines Wirkstoffs oder sein enzymatischer Abbau bei Therapien mit systemischer Wirkstoffverabreichung verhindert werden? Chinesische Wissenschaftler stellen jetzt eine Möglichkeit vor, wie das bei Lebermetastasen oder Dickdarmkrebs eingesetzte Therapeutikum Floxuridin für den systemischen Transport an natürliches Serumalbumin gekoppelt werden kann. In der Zeitschrift Angewandte Chemie beschreiben die Autoren die automatisierte Synthese des konjugierten Floxuridin-Polymers, dessen Anreicherung im Tumor und die Hemmung des Tumorwachstums.

Wie kommt ein Medikament an seinen Einsatzort? Trotz großer Erfolge bei der Entwicklung von Nanotransportern b...
Zwei Biologie-Studenten der TU Darmstadt haben gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam des Lawrence Berkeley National Laboratorys ein innovatives Verfahren zur enzymatischen Synthese neuer DNA-Sequenzen entwickelt. Damit setzten sie eine seit Jahrzehnten diskutierte Idee erstmals in die Tat um. Die Methode veröffentlichten sie kürzlich in der Fachzeitschrift „Nature Biotechnology“.

Das Verfahren zur Synthese neuer DNA-Konstrukte in einem enzymatischen Prozess soll langfristig gesehen die momentan verwendete chemische Methode zur DNA-Synthese ablösen, und verspricht, biologische Forschung und die Entwicklung von Biotechnologien zu beschleunigen. Die Einsatzmöglichkeite...
Ein internationales Forschungsteam hat unter Beteiligung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Leibniz Universität Hannover das vollständige Erbgut der alten Rosensorte „Old Blush“ entschlüsselt.

Mit Hilfe moderner Sequenzierungs- und Analysetechniken wurde eine Genomsequenz von rund 512 Millionen Basen ermittelt, auf der rund 44.000 Gene identifiziert werden konnten. Die neue Sequenz liefert die Grundlage für die Analyse der Genomstruktur und aller proteinkodierender Gene der Rose. Durch einen Vergleich mit sieben weiteren Rosenarten sowie Genomen von Erdbeeren und anderen Rosengewächsen sind genaue Einblicke in Evolution und Biodiversität von Rosaceaen auf Geno...
Das Hormon Auxin ist für die Entwicklung von Pflanzen essentiell. Es steuert eine Vielzahl von Prozessen, von der Embryonalentwicklung im Samen bis zur Verzweigung der wachsenden Pflanze. Bislang glaubte man, dass sein Signalmechanismus hauptsächlich im Zellkern wirkt und ausschließlich über ein Regulieren der Gentranskription funktioniert. WissenschaftlerInnen um Jiří Friml vom Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) haben nun aber bewiesen, dass ein anderer Wirkmechanismus existiert und dass die Zellen in den Wurzeln auch unmittelbar auf Auxin reagieren können. Diese Wirkungsweise ermöglicht eine schnelle Richtungsanpassung des Wurzelwachstums.

Wenn der Sam...
Die gesundheitlichen Risiken, die von der immer stärkeren Verbreitung von multiresistenten Bakterien ausgehen, vereinfacht „Krankenhauskeime“ genannt, haben in den vergangenen Jahren zunehmende öffentliche Aufmerksamkeit erlangt. Sie sind besonders gefährlich für Patienten in den Kliniken. Zusammen mit einem Partner, der französischen Firma DEINOVE, hat ein Wissenschaftlerteam des Fachgebiets Biologische Chemie um Prof. Dr. Roderich Süßmuth von der TU Berlin nun eine neue Klasse von Lipopeptid-Antibiotika entdeckt, die vielversprechende Aktivitäten gegen multiresistente Bakterien aufweist. Die Ergebnisse sind in der jüngsten Ausgabe der wissenschaftlichen Fachzeitschrift „Natu...
Chemieingenieure der ETH Zürich entwickelten einen neuen Katalysator, mit dem kostengünstig und auf umweltfreundliche Weise zwei Kohlenstoffatome miteinander verbunden werden können. Die Technologie könnte schon bald in der Industrie zum Einsatz kommen.

Die chemische Industrie produziert nicht nur wertvolle Vitamine, Medikamente, Aromastoffe und Pflanzenschutzmittel, sondern oft auch sehr viel Abfall. Gerade bei der Produktion von Medikamenten und sogenannten Feinchemikalien übersteigen die Mengen an unverkäuflichen Synthese-Nebenprodukten und Abfällen jene des gewünschten Produkts oft um ein Vielfaches.

Ein Grund dafür ist, dass bei vielen chemischen Reaktionen Kataly...
Opioide sind starke Schmerzmittel, die eine Reihe schädlicher Nebenwirkungen haben und zu Abhängigkeit führen können. Forscher aus Deutschland, Österreich und den USA haben jetzt ein Verfahren entwickelt, das tiefere Einblicke in die Reaktion des Gehirns auf Opioide erlaubt. Die Forscher analysierten mittels Massenspektrometrie Veränderungen der Protein-Phosphorylierungsmuster in verschiedenen Gehirnregionen und ordneten sie erwünschten und unerwünschten Wirkungen der Opioidbehandlung zu. Mit diesem Ansatz sollen neuartige Arzneimittel-Targets identifiziert werden. So können neue Klassen von Schmerzmitteln mit weniger Nebenwirkungen entwickelt werden. Die Studie wurde in Science pub...
Ein internationales Forscherteam des Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte in Jena, der Universität Tübingen, der National School of Anthropology and History in Mexiko-Stadt sowie der Universität Zürich hat die bisher ältesten Genome des Bakteriums Treponema pallidum entdeckt, das Syphilis verursacht. Es wurde bisher nicht für möglich gehalten, das Bakterium aus alten Proben zu bergen. Der neue Fund eröffnet die Möglichkeit, die Herkunft und Evolution dieser wieder in Ausbreitung befindlichen Krankheit direkt zu untersuchen. In der Studie, die in der Fachzeitschrift PLOS Neglected Tropical Diseases veröffentlicht wurde, konnten die Forscher die beiden Unterarten der Krank...
Jede Zelle und jeder Organismus altert früher oder später. Doch warum eigentlich? Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg haben jetzt erstmals ein Protein entdeckt, das eine zentrale Schaltstelle im Alterungsprozess darstellt. Es kontrolliert die Lebensspanne eines Individuums – von der Fliege bis hin zum Menschen. Das eröffnet neue Möglichkeiten, um Therapien gegen altersbedingte Krankheiten zu entwickeln.

Oxidativer Stress lässt Zellen und ganze Organismen altern. Denn wenn sich reaktive Sauerstoffmoleküle anhäufen, so zieht dies Schäden in der DNA nach sich, ebenso wie Veränderungen der Eiweißmoleküle und Lipide in der Zelle. Die Zelle büß...
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