Im 3-D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher des Karlsruher Institus für Technologie (KIT) haben ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3-D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt. Die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen lassen sich dadurch wiederholt auflösen und neu schreiben - ein Nanometer entspricht einem millionstel Millimeter. Die Entwicklung eröffnet der 3-D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung.

Beim Direkten Laserschreiben erzeugt ein computergesteuerter, fokussierter Laser...
Bakterienpopulationen stellen ForscherInnen vor ein Rätsel: in sogenannten isogenen Populationen haben alle Bakterien dieselben Gene, verhalten sich aber trotzdem unterschiedlich, indem sie etwa unterschiedlich schnell wachsen. ForscherInnen des Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) haben nun einen Teil dieses Rätsels gelöst, indem sie untersuchten, wie das Bakterium Escherichia coli einen Proteinkomplex aufteilt, der verschiedene Medikamente, wie etwa Antibiotika, aus der Zelle pumpt und so die Zelle entgiftet. Sie fanden, dass die Pumpenproteine bei der Zellteilung so verteilt werden, dass eine Zelle mehr von ihnen erhält als die andere. Bakterienzellen, die mehr Pu...
Bisher dachte man, dass Herpesviren außerhalb ihres Wirtes kaum überlebensfähig sind. WissenschaftlerInnen des Berliner Leibniz-Instituts für Zoo- und Wildtierforschung (Leibniz-IZW) zeigen in ihrer aktuellen Studie, dass Pferde-Herpesviren unter bestimmten Bedingungen über einen Zeitraum von bis zu drei Wochen stabil und infektiös bleiben. Die Forschungsergebnisse legen nahe, dass unbehandeltes Wasser eine Quelle für Herpesinfektionen darstellt. Die Studie wurde jetzt in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift “Scientific Reports“ veröffentlicht.

Herpesviren gehören zu den „umhüllten Viren“, die über die Luft von Wirt zu Wirt übertragen werden und Krankheiten hervo...
Sekundäre organische Aerosole (SOA) entstehen bei der Oxidation flüchtiger organischer Verbindungen in der Atmosphäre. Sie sind für einen Großteil des Feinstaubs in der Luft verantwortlich und haben einen starken Einfluss auf die regionale und globale Luftqualität. Bis vor kurzem wurde angenommen, dass SOA-Partikel ölige, flüssige Tropfen sind. Aktuelle Studien zeigen jedoch, dass SOA-Partikel, abhängig von der chemischen Zusammensetzung sowie Temperatur und Feuchtigkeit, auch einen glasartigen Festkörperzustand annehmen können. Ob die Partikel in flüssiger oder fester Form vorliegen, wirkt sich sehr stark auf ihr Verhalten im Zusammenspiel mit Wolken und Spurengasen aus und best...
„Tief einatmen – und wieder ausatmen“ – so könnte ein Test auf Lungenkrebs in Zukunft aussehen. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim haben ein Verfahren entwickelt, das die Erkrankung bereits im frühen Stadium erkennen kann. Dazu untersuchten sie Atemproben auf Spuren von RNA-Molekülen, die durch Krebswachstum verändert sind. In einer Untersuchung an gesunden Probanden und Krebspatienten konnte der Atemtest den Gesundheitsstatus von 98 Prozent der Teilnehmer korrekt bestimmen. Es soll nun zusammen mit Lizenzpartnern so weiterentwickelt werden, dass er für die Lungenkrebsdiagnose eingesetzt werden kann.

Die meisten Lungenkr...
Das Verhalten von Kleinstteilchen in der Umwelt ist äusserst komplex. Um dieses umfassend zu verstehen, fehlt es heute an systematischen Experimentaldaten, wie ETH-Umweltwissenschaftler in einer grossen Übersichtsstudie zeigen. Eine standardisiertere Herangehensweise würde das Forschungsfeld weiterbringen. 

Die Nanotech-Industrie boomt. Jährlich werden weltweit mehrere Tausend Tonnen künstliche Nanopartikel hergestellt. Ein Teil davon gelangt früher oder später in Gewässer und Böden. Was dort mit ihnen genau geschieht, können selbst Experten nur schwer sagen. Die Frage ist komplex, denn es gibt viele verschiedene Arten von künstlichen Nanopartikeln. Und vor allem: Die...
Dr. Peter Jacobson, Physiker der Universität Graz, hat mit Kollegen am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung in Stuttgart einen Weg gefunden, die magnetischen Eigenschaften von einzelnen Atomen gezielt zu beeinflussen. Wird ein Wasserstoffatom auf ein Atom eines Metalls, etwa Kobalt, übertragen, haben die dabei auftretenden Bindungskräfte Auswirkungen auf den Spin des Kobaltatoms. Indem die Physiker diese Kräfte manipulierten, konnten sie zwischen zwei verschiedenen Spin-Zuständen gewissermaßen hin- und herschalten und damit die magnetischen Eigenschaften des Kobaltatoms bewusst steuern. Ihre Forschungsergebnisse publizierten sie im Wissenschaftsmagazin „Science Advances“.&...
Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien Jena (Leibniz-IPHT) stellen eine neue Mikroskopiemethode vor, die dreidimensionale Fluoreszenzbilder biologischer Proben in hoher Auflösung und Geschwindigkeit liefert. 

Für die detaillierte Abbildung zellulärer Strukturen und Zellorganellen nutzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zunehmend neue hochauflösende Mikroskopiemethoden, die die physikalisch mögliche Auflösungsgrenze scheinbar überwinden. Viele dieser Methoden beleuchten die Proben mit hoher Lichtintensität. Dadurch treten bei empfindlichen Untersuchungsobjekten, wie lebenden Zellen, unerwünschte Veränderungen auf oder es kommt zum Ab...
Viele Chemokine schließen sich als Duo zusammen. Wie präzise diese Signalmoleküle dann Immunzellen zu ihrem Einsatzort lotsen können, haben LMU-Mediziner analysiert. Möglicherweise ergibt sich daraus ein Ansatzpunkt für neue Therapien.

Chemokine sind kleine Signalproteine, die Zellen an bestimmte Orte innerhalb des Körpers locken. Insbesondere lotsen sie Immunzellen in infizierte oder verletzte Gewebe. Die Zellen folgen dabei gleichsam einem Anstieg der Chemokin-Konzentration hin zum Ort mit der größten Chemokin-Dichte. Chemokine sind daher an Entzündungsreaktionen beteiligt, mit denen die Körperabwehr Schädigungen bekämpft. Sie spielen unter anderem auch eine wichtige R...
Max-Planck Wissenschaftler enträtseln wann in der Entwicklung die 3D-Organisation des Genoms im Zellkern entsteht. Ihre Ergebnisse, publiziert in Cell, zeigen, dass das Genom seine richtige Form annimmt wenn die Transkription zum ersten Mal in der Zygote angeschaltet wird. Transkription per se ist für diesen Prozess aber nicht nötig.

Wenn man die DNA-Moleküle einer einzelnen Zelle unseres Körpers an einander legen würde, bekäme man einen Faden von ungefähr 2 Metern. Erstaunlicherweise sind Zellen jedoch in der Lage, dieses genetische Material in ihren Zellkern von nur einigen Mikrometern zu falten und kompaktieren. Die Anordnung und Kompaktierung des Genoms im Zellkern muss da...
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