Knapp 100 Jahre nach der Entdeckung des Insulins konnte ein deutsch-amerikanisches Forscherteam zeigen, wie genau das Hormon seinen Rezeptor aktiviert. Die Ergebnisse und Bilder veröffentlichten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nun im ‚Journal of Cell Biology‘. Für das Projekt hatten Autoren des Paul-Langerhans-Instituts Dresden des Helmholtz Zentrum München am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus der TU Dresden mit Kollegen der New Yorker Rockefeller University kooperiert.

Das Hormon Insulin steuert sowohl den Stoffwechsel als auch das Wachstum. Ist diese Funktion gestört, kann das zu schweren Krankheiten wie Diabetes mellitus oder Krebs führen. Die biologisch...
Die Identifikation rechts- und linkshändiger Moleküle ist entscheidend für viele Anwendungen in der Chemie und Pharmazie. Ein internationales Forscherteam (CELIA-CNRS/INRS/Max-Born-Institut/SOLEIL) hat nun ein neues originelles und hochempfindliches Verfahren vorgestellt, mit dem sich die Händigkeit von Molekülen um ein Vielfaches besser bestimmen lässt als mit bisherigen Methoden. Mit Hilfe extrem kurzer Laserpulse bringen die Forscher Elektronen in Molekülen zum Schwingen und können so den Drehsinn der Moleküle bestimmen. Die Forschungsergebnisse sind in „Nature Physics“ erschienen.

Nicht nur beim Menschen ist die Frage wichtig, ob jemand Rechts- oder Linkshänder ist. ...
Anbau und Züchtung von Nutzpflanzen war die Grundlage für eine sesshafte Lebensweise. Aber wie hat dieser menschliche Einfluss sich auf die Pflanzen und ihre chemische Zusammensetzung ausgewirkt? Diese Frage stellten sich Forscher aus China, Amerika, Bulgarien und Deutschland, darunter Alisdair Fernie vom Max-Planck-Institut für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPI-MP). Das Ziel ihrer Arbeit war es, einen Einblick in die Tomatenzucht und ihre Folgen zu gewinnen. Die Wissenschaftler*innen untersuchten die stoffliche Zusammensetzung und das Erbgut der Früchte und veröffentlichten zum ersten Mal einen Überblick über den menschlichen Einfluss auf die chemische Zusammensetzung einer Nutzpfl...
Die eigentlich erst für März 2018 angekündigte deutsche Fassung DIN EN ISO/IEC 17025:2018-03 „Allgemeine Anforderungen an die Kompetenz von Prüf- und Kalibrierlaboratorien (ISO/IEC 17025:2017)“ steht schon jetzt auf der Homepage des Beuth-Verlages bereit. Die neue Norm kann für lockere 147,20 € erstanden werden!

Die wichtigsten Änderungen zur alten Version sind:
  • Überarbeitung des Anwendungsbereiches, um Prüfungen, Kalibrieru...
Wasserstoffübertragungen sind wichtige Reaktionen in der Chemie, z.B. in Brennstoffzellen, sowie der Biologie, z.B. bei der Atmungskette und der Photosynthese. Oft besteht eine Teilreaktion aus dem Transfer eines Hydridions (H−). Aber läuft dieser Hydrid-Transfer in einem Schritt oder besteht auch er aus mehreren Einzelschritten? Wissenschaftler liefern in der Zeitschrift Angewandte Chemie jetzt den ersten Beleg für einen schrittweisen Hydrid-Transfer in einem biologischen System.

Eine wichtige Stufe bei der Biosynthese von Chlorophyll ist die lichtabhängige Hydrogenierung von Protochlorophyllid zu Chlorophyllid. Dabei wird eine Doppelbindung des komplexen Ringsystems zwischen d...
Die Fakultät Life Sciences der Hochschule Rhein-Waal untersuchte Wasch- und Spülmaschinen aus privaten Haushalten auf antibiotikaresistente Keime. Die beruhigende Nachricht: Hinweise auf eine direkte Gesundheitsgefährdung bestehen nicht. Doch man muss auch etwas dafür tun.

Kleve/Kamp-Lintfort, 16. Februar 2018: In Kooperation mit dem medizinischen Versorgungszentrum Dr. Stein + Kollegen aus Mönchengladbach untersuchte die Arbeitsgruppe „Hygiene und Mikrobiologie“ an der Fakultät Life Sciences der Hochschule Rhein-Waal Wasch- und Spülmaschinen aus privaten Haushalten auf antibiotikaresistente Keime. Im Fokus der Untersuchungen standen neben Methicillin-resistenten Staphyloco...
Parkinson, Chorea Huntington, Mukoviszidose – diese und viele andere meist tödlich verlaufende Erbkrankheiten des Menschen sind genetisch bedingt. Auch viele Krebsarten und Herzkreislauferkrankungen sind auf Fehler im Erbgut zurückzuführen. Eine vielversprechende Möglichkeit zur Behandlung dieser Krankheiten ist die Gentherapie. Mit Hilfe von gentechnisch modifizierten Viren wird DNA in Zellen eingeschleust, um defekte Gene zu reparieren oder zu ersetzen. Wissenschaftler am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung haben herausgefunden, wie erkrankte Zellen mit dieser Methode zukünftig noch schneller und effizienter behandelt werden können. Dafür ve...
Mit den Erbinformationen tragen Spermien das Wunder des Lebens in sich. Für Dr. Veronika Magdanz, Postdoktorandin an der Professur für Angewandte Zoologie der TU Dresden, bergen sie aber auch diagnostisches und therapeutisches Potenzial: „Biohybride Sperma-beförderte Mikroschwimmer als Diagnosewerkzeuge“ ist das Thema ihrer Open Topic Postdoc Position: In dieser erhalten Promovierte an der TU Dresden die Möglichkeit, unabhängig von der fachlichen Ausrichtung ein eigenständiges Forschungsprojekt zu bearbeiten. Dr. Magdanz ist eine von 17 internationalen Nachwuchswissenschaftlern, die ihre Arbeit in dieser Initiative des Zukunftskonzeptes der TU Dresden vorantreiben.

„In den...
Ein Forscherteam des Instituts für Medizinische Mikrobiologie der Universität Münster hat eine Methode entwickelt, mit der zügig Resistenzmerkmale von Erregern bestimmt werden können. In Kooperation mit Projektpartnern aus der Wirtschaft soll das Verfahren zur Marktreife gebracht werden.

Atemwegs-, Harnwegs- oder Wundinfektion, Sepsis: Die Liste der typischerweise durch multiresistente Keime ausgelösten Erkrankungen ist lang, deren Verlauf oft schwer oder gar tödlich. Therapeutischer Königsweg sind exakt auf den krank machenden Erreger zugeschnittene Antibiotika, doch genau hier liegt das Problem: Tests, welcher Keim den Patienten krank macht und gegen welche Antibiotika diese...
Mikroben findet man in den unterschiedlichsten Lebensräumen und Ökosystemen, wo sie sich meist nahezu perfekt an ihre natürliche Umgebung angepasst haben. Insbesondere einzellige Mikroalgen leben nicht nur als Phytoplankton in den Meeren, sondern auch in feuchten Böden oder Oberflächenschichten von Gesteinen. Physiker vom Göttinger Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation haben jetzt erstmals herausgefunden wie solche schwimmenden Mikroorganismen in komplexen Geometrien navigieren.

Mikroorganismen können sich auf ganz unterschiedliche Arten fortbewegen. Viele Zelltypen haben spezielle Mechanismen entwickelt um durch Kriechbewegungen auf einer Oberfläche zu manö...
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