Zitronensäure und scharf-schmeckendes 6-Gingerol aus Ingwer verleihen nicht nur Speisen und Getränken eine besondere Geschmacksnote. Beide Stoffe stimulieren auch die molekularen Abwehrkräfte im menschlichen Speichel. Dies ist das Ergebnis einer Humanstudie eines Teams der Technischen Universität München (TUM) und des Leibniz-Instituts für Lebensmittel-Systembiologie.

Der menschliche Speichel ist eine komplexe, wässrige Mischung aus unterschiedlichsten Komponenten. Er enthält neben Schleimhaut- und Immunzellen eine Vielzahl von Molekülen, die unterschiedlichste biologische Aufgaben erfüllen. Denn Speichel spielt nicht nur eine wesentliche Rolle bei der Nahrungsaufnahme, sond...
Regulatorische T-Zellen, kurz „Tregs“ genannt, sorgen dafür, dass das Immunsystem keine körpereigenen Zellen oder Gewebe angreift. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Oberflächenprotein CD83. Immunologen der FAU ist es nun gelungen, dieses Protein näher unter die Lupe zu nehmen und seine herausragende Bedeutung bei der Regulation von Autoimmunreaktionen zu beweisen. Die in Fachkreisen vielbeachtete Studie kann wichtige Impulse für die krankheitsorientierte Grundlagenforschung und langfristig für die Entwicklung von neuen Verfahren zur Behandlung von Autoimmunerkrankungen geben.

So effektiv die eigenen Abwehrmechanismen im menschlichen Körper auch funktionieren, so gefähr...
Sauerstoffradikale entstehen als Nebenprodukt, wenn Lebewesen Kohlenhydrate oder Fett verbrennen. Sie stehen unter Verdacht, den Alterungsprozess in Mensch und Tier voranzutreiben und schwere Krankheiten wie Alzheimer oder bestimmte Krebsarten mitzuverantworten. Forschende der Universität Bern und der Universität Stockholm haben nun einen Abwehrmechanismus gegen Sauerstoffradikale entdeckt, der als Ansatz für verschiedene Medikamente dienen könnte.

Um Energie zu gewinnen, verbrennen viele Lebewesen Nährstoffe wie Kohlenhydrate oder Fette. In einigen dieser Verbrennungsreaktionen wird in der Zelle Sauerstoff zu Wasser umgewandelt, um die chemische Energie der Nährstoffe als biolo...
Ein neues Mausmodell, das zur Untersuchung der mitochondrialen DNA-Replikation entwickelt wurde, ermöglicht Einblicke in Mechanismen mitochondrialer Erkrankungen und den Alterungsprozess.

Unsere Zellen gewinnen die für alle biologischen Prozesse benötigte Energie in ihren eigenen Kraftwerken, der Zellorganelle Mitochondrion. Im Gegensatz zu fast allen anderen Zellorganellen besitzen Mitochondrien ihr eigenes genetisches Material, die mitochondriale DNA (mtDNA), deren genaue Synthese ein essentieller Prozess ist, um die richtige mitochondriale Funktion sicherzustellen. Das Protein MGME1 (Mitochondrial Genome Maintenance Exonuclease 1) ist verantwortlich für die richtige Synthese vo...
Die Bundesoberbehörde ordnet den Genomnachweis von Hepatitis E Viren in Blutspenden an. Das aktuell weltweit sensitivste Testverfahren wurde vom Bad Oeynhausener Institut für Laboratoriums- und Transfusionsmedizin am Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen entwickelt.

Als für biomedizinische Arzneimittel zuständige Bundesoberbehörde hat das Paul-Ehrlich-Institut jetzt angeordnet, dass ab dem 30.09.2019 alle therapeutischen Blutprodukte mit einem geeigneten Nukleinsäureamplifikationsverfahren auf das Hepatitis E Virus (HEV) negativ getestet sein müssen. Damit folgt das Paul-Ehrlich-Institut einer sehr früh bereits etablierten Strategie des Instituts für Laboratoriums- ...
Um die Wechselwirkung zwischen Luftverschmutzung und dem südasiatischen Monsun zu untersuchen, haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer Flugzeugmission 100.000 Kilometer zurückgelegt. Mit an Bord waren auch Messgeräte des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Die Messkampagne koordinierte das Max-Planck Institut für Chemie. Die Mission zeigte unter anderem: Der Monsun reinigt die Luft von einem Großteil der Schadstoffe, verteilt den Rest aber über den gesamten Globus. Ihre Ergebnisse stellen die Forscher nun im Fachjournal Science vor.

um die Wechselwirkung zwischen Luftverschmutzung und dem südasiatischen Monsun zu untersuchen, haben Wissenschaftlerinnen ...
Mithilfe eines Röntgenlasers hat ein Team unter Leitung von Forschenden des Paul Scherrer Instituts PSI einen der schnellsten Prozesse in der Biologie aufgezeichnet. Der dabei erzeugte molekulare Film enthüllt, wie der Lichtsensor Retinal in einem Proteinmolekül aktiviert wird. Solche Reaktionen kommen in zahlreichen Organismen vor. Der Film zeigt erstmals, wie ein Protein die Reaktion des eingebetteten Lichtsensors effizient steuert. Die Aufnahmen, die heute im Wissenschaftsmagazin Science veröffentlicht werden, gelangen am Freie-Elektronen-Röntgenlaser LCLS im kalifornischen Stanford. Nun sind weitere Untersuchungen am SwissFEL, dem neuen Freie-Elektronen-Röntgenlaser am PSI, geplant...
Eine kurze Sequenz des Proteins Tenascin-C kann Nervenzellen dazu anregen, neue Verzweigungen zu bilden. Das fanden Forscher der Ruhr-Universität Bochum und der Technischen Universität Dortmund heraus, die im Rahmen der Universitätsallianz Ruhr kooperieren. Sie beobachteten die Effekte, nachdem sie das Eiweißmolekül zu kultivierten Maus-Nervenzellen hinzugegeben hatten. Die Ergebnisse könnten dazu beitragen, Therapien für den Ersatz von Nervenzellen zu entwickeln. In der Zeitschrift Molecular Neurobiology vom 18. Mai 2018 berichtet das Team über die Studie.

Molekül aus dem Zellzwischenraum

„Das Gehirn ist besonders sensibel gegenüber Erkrankungen und Verletzu...
Saturn ist der zweitgrößte Planet unseres Sonnensystems und hat einen charakteristischen Ring. Japanische Forscher haben jetzt einen molekularen „Nano-Saturn“ synthetisiert. Wie die Wissenschaftler in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, besteht er aus einem kugelförmigen C60-Fulleren als Planet und einem flachen Makrozyklus aus sechs Anthracen-Einheiten als Ring. Dies belegen spektroskopische und Röntgenanalysen.

Nano-Saturn-Systeme aus einem kugelförmigen Molekül und einem makrozyklischen Ring sind ein faszinierendes Strukturmotiv für Forscher. Der Ring sollte dabei eine starre zirkulare Form haben und in der Lage sein, die molekulare Kugel in seinem Inneren festz...
Physikern der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) um Professor Dr. Herwig Ott ist es erstmals gelungen, die Wechselwirkung zwischen zwei Atomen in ultrakalter Materie mit Hilfe von sogenannten Rydbergmolekülen zu verändern. Diese erst kürzlich entdeckten großen Moleküle bestehen aus nur zwei Atomen, deren Bindungsmechanismus nicht mit gängigen chemischen Modellen beschrieben werden kann. Sie besitzen außergewöhnliche Eigenschaften wie etwa eine große Bindungslänge. Die Studie wurde nun in der renommierten Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.

Wechselwirkungen sind der fundamentale Baumeister unserer Welt. Nicht nur im sozialen Leben, sondern ...
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