Mit einem neu entwickelten Rasterkraftmikroskop können Nanodrähte als winzige Sensoren eingesetzt werden – womit sich im Gegensatz zu herkömmlichen Geräten sowohl Grösse als auch Richtung von Kräften messen lassen. Dies berichten Physiker der Universität Basel und der EPF Lausanne im Fachblatt «Nature Nanotechnology».

Nanodrähte sind extrem dünne, langgestreckte Kristalle, die Molekül für Molekül aus verschiedenen Materialien aufgebaut werden können und wegen ihrer besonderen Eigenschaften zurzeit von zahlreichen Forschungsteams weltweit untersucht werden.

Die Drähte haben normalerweise einen Durchmesser von maximal 100 Nanometern und sind damit etwa tausendma...
Forscher aus dem Max-Planck-Institut für Marine Mikrobiologie in Bremen und dem Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig haben einen neuen Weg entdeckt, wie mikrobielle Gemeinschaften den chemisch trägen Kohlenwasserstoff Butan auch ohne Sauerstoff zur Energiegewinnung nutzen können. In Proben aus dem Guaymas-Becken im Golf von Kalifornien machten sie Konsortien aus bisher unbekannten Archaeen und Bakterien ausfindig, die Butan über neue Stoffwechselwege fressen. Veröffentlicht sind die Forschungsergebnisse jetzt im Fachjournal Nature.

Gasförmige Kohlenwasserstoffe im Meeresboden
Man braucht nur einen gasförmigen Kohlenwasserstoff, Sauerstoff und eine Zündquelle: O...
Mit DESYs Röntgenlaser FLASH haben Forscher um Daniela Rupp von der Technischen Universität Berlin die ultraschnelle lichtgetriebene Explosion von Nanopartikeln aus Xenon beobachtet. Die Untersuchung dieser sogenannten Xenon-Cluster liefert neue Einblicke in die fundamentale Wechselwirkung von intensivem Licht mit Materie, wie die Wissenschaftler im Fachblatt „Physical Review Letters“ berichten.

„Cluster sind von grundlegender Bedeutung für diese Untersuchung“, erläutert Rupp. „Sie weisen eine hohe Dichte auf und sind in der Gasphase gleichzeitig sehr gut von der Umgebung isoliert, wodurch eine ungestörte Analyse möglich wird.“ Die Forscher erzeugten die Cluster, ind...
Verdopplungen unterschiedlich großer Abschnitte der DNA gehören zu den häufigsten Veränderungen im Erbgut, doch ihre Auswirkungen auf den Organismus sind für Genetiker bislang häufig überraschend und schwer zu verstehen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Genetik und der Charité - Universitätsmedizin Berlin haben jetzt gezeigt, dass solche Duplikationen je nach ihrer Lage im Genom zur Ausbildung neuer funktioneller Einheiten führen können, den sogenannten „topologically associated domains“. Sie beschreiben, wie durch Verdopplung unterschiedlich langer DNA-Abschnitte neue TADs entstehen und die verdoppelten Gene dabei neue Funktion...
Neue Wege zur körpereigenen Virenbekämpfung entdeckte jetzt eine internationale Forschergruppe unter Beteiligung von Prof. Dr. Jörg F. Schlaak und Dr. Martin Trippler aus der Klinik für Gastroenterologie und Hepatologie Hepatologie (Direktor: Prof. Dr. Guido Gerken) der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen (UDE) am Universitätsklinikum Essen.

Die Wissenschaftler entdeckten einen Mechanismus, mit dem das Hepatitis-C-Virus (HCV) menschliche Zellen umprogrammiert, um sich im Körper einzunisten. Dr. Martin Trippler: „Diese Erkenntnis ist wegweisend, denn so wissen wir nun, wie genau das verhindert werden kann.“ Der Bericht dazu wurde gerade in der renommierten...
 Die Hallersche Schaumkresse kann nicht nur Schwermetall-verseuchte Böden besiedeln, sondern auch enorme Mengen dieser giftigen Stoffe in ihren Blättern speichern. Bchumer und Bayreuther Forscher haben jetzt rund 2.000 Exemplare dieser Art an 165 Standorten in Europa untersucht und eine überraschende Vielfalt an Eigenschaften vorgefunden, die die Pflanzen durch Evolution entwickelt haben. Diese Entdeckung ist verheißungsvoll für die Forschung und die Entwicklung nachhaltiger Umwelttechnologien. So können die Pflanzen zum Beispiel helfen, verseuchte Böden zu entgiften.

Die Hallersche Schaumkresse ist dafür bekannt, dass sie lebensfeindliche Schwermetall-verseuchte Böden b...
Ein Molekül, das nur auf der Gefäßwand von Arterien vorkommt und dort zu Entzündungen führt, könnte die Grundlage für eine neuartige Therapie der Atherosklerose sein. Forscher um Oliver Söhnlein vom Deutschen Zentrum für Herz-Kreislauf- Forschung und von der Ludwig-Maximilians-Universität München berichten darüber in der aktuellen Ausgabe von Circulation.

Atherosklerose ist eine entzündliche Erkrankung der Arterien. Schon seit längerem weiß man, dass auch weiße Blutzellen, die Leukozyten, daran beteiligt sind. Sie werden im Verlauf der Atherosklerose durch Botenstoffe angelockt und lösen eine Entzündung in der Gefäßwand aus. Dadurch werden weitere Umbauprozesse in ...
Über 70 Prozent der Apps zur Verwaltung und Anzeige von Dokumenten sind für den Unternehmenseinsatz ungeeignet. Hybride Apps bringen zusätzlich Websicherheitsrisiken in die App-Welt.

Viele Apps für Mobilgeräte haben schwerwiegende Sicherheitslücken, die Angreifer nutzen können, um in Unternehmen erhebliche Schäden zu verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt der neue Appicaptor-Security-Index des Fraunhofer-Instituts für Sichere Informationstechnologie. Erstmalig untersuchten die Sicherheitsforscher automatisiert die Sicherheitsqualität auch von plattformübergreifenden Apps, die auf unterschiedlichen Betriebssystemen wie Android und iOS laufen und immer häufiger zum Einsatz ko...
Mit dem "Einfachen Maßnahmenkonzept Gefahrstoffe" (EMKG), stellt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine Handlungshilfe bereit, um Gefährdungen durch Gefahrstoffe praxisnah zu beurteilen. Nachdem die Module "Hautkontakt" und "Einatmen" erfolgreich in die Praxis eingeführt wurden, hat die BAuA das Konzept nun um ein drittes Modul erweitert. Das neue Element "Brand und Explosion" berücksichtigt die Entwicklungen der CLP-, der Gefahrstoff- sowie der Betriebssicherheitsverordnung. Dabei unterstützt es die Nutzer, angemessene Maßnahmen auszuwählen. Es richtet sich besonders an Sicherheitsfachkräfte sowie Verantwortliche in Klein- und Mittelbetrieben. Auf der Me...
Krankheitserregende Bakterien können sich mit Hilfe kleiner RNA-Moleküle gut an ihre Umwelt anpassen. Reguliert wird die Aktivität dieser Moleküle auch durch ein Protein, das Würzburger Infektionsforscher jetzt entdeckt haben.

Für Salmonellen und andere Bakterien, die dem Menschen gefährlich werden können, sind kleine regulatorische RNA-Moleküle lebenswichtig: Dieser RNA-Typus kontrolliert die Aktivität von Genen. Mit ihm können sich die Bakterien schnell an wechselnde Lebens- oder Stressbedingungen anpassen, wie sie typischerweise im Verlauf einer Infektion auftreten – zum Beispiel beim Eindringen in die Blutbahn oder in die Zellen des Menschen.

Bei der Erforschun...
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