Moleküle aus aneinandergeketteten Zucker-Bausteinen sind für biologische Zellen essenziell. Bis anhin dachten Wissenschaftler, diese Moleküle seien frei beweglich. Ein internationales Forscherteam zeigt nun, dass solche Zucker-Moleküle rigide Formen bilden können, wie sie bisher nur von der DNA und von Proteinen bekannt sind.

Moleküle aus aneinandergeketteten Zucker-Bausteinen, sogenannte Oligosaccharide, gehören zu den wichtigsten Molekülen in Lebewesen. Sie machen einen Grossteil der Oberfläche von Zellen aus und tragen zum Beispiel dazu bei, dass das Immunsystem körpereigene Zellen von Krankheitserregern und anderen fremden Zellen unterscheiden kann. Oligosaccharide auf d...
Nutzerinnen und Nutzer können in Zukunft wesentlich einfacher Open-Access-Quellen finden. In einem Kooperationsprojekt haben die Elektronische Zeitschriftenbibliothek (EZB) und ZB MED – Informationszentrum Lebenswissenschaften ein Verfahren für die Recherche freier Fachliteratur entwickelt. Das neuartige Verfahren ermöglicht die Massenverarbeitung von freien Verfügbarkeiten durch die EZB, um diese direkt in den Datenbestand von Suchportalen zu integrieren.

Das ZB MED-Suchportal LIVIVO setzt diesen Dienst erstmals produktiv ein. Damit können an lebenswissenschaftlicher Literatur Interessierte nach mehr als elf Millionen frei verfügbaren Medien weltweit recherchieren. Die Sucher...
Eine Atomlage dünn, reißfest, stabil. Graphen gilt als Werkstoff der Zukunft. Ideal, um beispielsweise ultraleichte Elektronik oder hochstabile mechanische Bauteile zu fertigen. Doch die hauchdünnen Kohlenstoff-Schichten sind schwer zu produzieren. An der Technischen Universität München (TUM) hat Jürgen Kraus freitragende Graphen-Membranen hergestellt, dafür systematisch das Wachstum der Graphen-Kristalle untersucht und optimiert. Seine Arbeit wurde mit dem Evonik-Forschungspreis ausgezeichnet.

Graphen bricht alle Rekorde. Es ist das dünnste und stabilste Material der Welt, ultraleicht, reißfest, elektrisch leitfähig und extrem belastbar. Seit seiner Entdeckung 2004 beflüge...
Viele Chemiker erforschen derzeit, wie man aus den kleinen Kohlenstoffverbindungen Methan und Methanol grössere Moleküle herstellt. Denn Methan kommt auf der Erde reichlich vor und kann auch durch die Vergärung von Biomasse in Biogasanlagen hergestellt werden. Aus Methan lässt sich Methanol produzieren. Beide Moleküle sind einfach gestrickt, und sie besitzen je nur ein Kohlenstoffatom. Daraus grössere Moleküle mit mehreren Kohlenstoffatomen zu synthetisieren, ist allerdings komplex.

Was für Chemiker mit Aufwand verbunden ist, schaffen einige Bakterienarten mit links. Diese Bakterien können Methanol als Kohlenstoffquelle nutzen, um daraus Energieträger und Baustoffe herzustel...
Adenovirale Infektionen haben bei gesunden Menschen einen milden Krankheitsverlauf, sind aber für immungeschwächte Personen gefährlich. Ist eine Patientin oder ein Patient mit dem Virus infiziert und zieht sich außerdem eine bakterielle Infektion zu, kann es zu einem Zytokinsturm kommen – einer Überreaktion des Immunsystems, bei der es hohe Konzentrationen von entzündungsfördernden Proteinen bildet. Bei vielen Patienten verläuft dieser Vorgang tödlich.

Mareike Maler vom Universitätsklinikum Freiburg, Prof. Dr. Marina Freudenberg von der Klinik für Pneumologie, Universitätsklinikum Freiburg und dem Exzellenzcluster BIOSS Centre for Biological Signalling Studies, Dr. Györ...
Wissenschaftlern der Universität Leipzig ist es in Zusammenarbeit mit Kollegen aus Japan, Großbritannien und den USA erstmals gelungen, organische Moleküle zu einem zweidimensionalen Kristall mit sehr hoher Leitfähigkeit zusammenzufügen. "Diese Synthese eröffnet dem Kohlenstoff die Welt der zweidimensionalen Netzstrukturen, ein Ziel, das seit langem in der Chemie und Physik verfolgt wurde", sagt der Leiter des internationalen Forschungsteams, Prof. Donglin Jiang vom Japan Advanced Institute of Science and Technology (JAIST). Die Wissenschaftler haben ihre neuen Erkenntnisse gerade im renommierten Journal "Science" veröffentlicht.

Die neue polymere Gerüstverbindung bietet vielf...
Forscher am Wiener IMBA –Institut für Molekulare Biotechnologie der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – sind den molekularen Abwehrstrategien der Zelle gegen Genomparasiten auf der Spur. Nun konnten sie einen neuen Mechanismus nachweisen, bei dem Zellen ihre eigenen Gene „hacken“ um die konventionellen Regeln der Genexpression zu umgehen, wie das Fachmagazin Nature aktuell berichtet.

Die DNA aller Organismen – vom Hefepilz bis zum Menschen –enthält den Bauplan, sozusagen die „Gebrauchsanleitung“ des Lebens. Doch nur etwa 2% der menschlichen DNA trägt die tatsächliche Information der körpereigenen Gene. Erstaunliche zwei Drittel unseres Genoms bestehen ...
Die Süßkartoffel gewinnt immer mehr an Popularität in unserer heimischen Küche. Mit unserer Kartoffel pflegt sie allerdings nur eine sehr entfernte Verwandtschaft. Wie erstaunlich komplex das Erbgut der Süßkartoffel ist, haben nun Forscher des Chenshan Botanischen Gartens (CSBG) in Shanghai, des Max-Planck-Instituts für Molekulare Genetik (MPIMG) in Berlin, des Shanghai Instituts für Pflanzenphysiologie und Ökologie (SIPPE), der Tai’an Akademie für Agrarwissenschaften (TAAS) in Shandong und des Max-Planck-Instituts für Molekulare Pflanzenphysiologie (MPIMP) in Potsdam in einem gemeinsamen Projekt aufgezeigt und ihre Ergebnisse in dem Fachjournal Nature Plants veröffentlicht.
Obwohl sich die Krebsdiagnostik und Krebstherapie in den letzten Jahren rapide verbessert hat, geht derzeit rund die Hälfte der Todesfälle in der BRD noch auf Krebserkrankungen zurück. Eine der Krebsarten, die in westlichen Industrienationen besonders auf dem Vormarsch ist, ist der Darmkrebs. Darmkrebs ist noch vor Brustkrebs die Krebsart, die erwiesenermaßen am besten auf eine intensivierte Sporttherapie begleitend zur Krebsoperation und auch schon begleitend zur Chemotherapie anspricht. „Regelmäßiges Training für rund 30 Minuten fünfmal die Woche konnte in Studien die Krebssterblichkeit nach einer Dickdarmkrebsoperation bereits um sagenhafte 50 Prozent senken. Aber auch schon mit...
Winzigste Verunreinigungen haben keinen nennenswerten Einfluss auf das Verhalten eines chemischen Stoffes – dachte man bisher. Ergebnisse von Experimenten eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung der TU Wien konnten jetzt das Gegenteil beweisen.

Das chemische Verhalten von Stoffen ist in der Welt der Chemie grundsätzlich sehr demokratisch geregelt: die Mehrheit eines Stoffs definiert, wie sich die Substanz verhält, auch wenn „fremde“ Spurenelemente enthalten sind. So kristallisiert Kochsalz und schmeckt wie Kochsalz, auch wenn es Spuren anderer Stoffe enthält. Bisher galt es daher als ausgeschlossen, dass eine Spurenverunreinigung das komplette Kristallisationsve...
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