Das körpereigene Enzym ACE* spielt eine große Rolle bei der Blutdruckregulation. Wie eine Zwillingsstudie unter Führung des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung (DIfE), einem Partner des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung, nun erstmals zeigt, lässt fettreiches Essen die Enzymspiegel im Blut innerhalb von sechs Wochen ansteigen. Träger einer bestimmten ACE-Genvariante reagierten zudem mit einer Blutdruckerhöhung. Die identifizierte Variante ließe sich daher möglicherweise als ein ernährungsabhängiger Risiko-Marker nutzen, so die Forscher. Neben LDL-Cholesterin könne ACE ein weiteres Bindeglied zwischen Fettzufuhr und der Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten dar...
In einem gemeinsamen Projekt des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege und der Staatssammlung für Anthropologie und Paläoanatomie München wurden menschliche Skelette aus frühmittelalterlichen Steinplattengräbern in Bayern erstmals genetisch untersucht. Es konnte gezeigt werden, dass hier überwiegend Verwandte bestattet wurden, was für die These spricht, dass man es hier mit den Begräbnisplätzen des ersten bajuwarischen Adels zu tun hat. Überraschende Erkenntnisse erlangte man zudem hinsichtlich der Friedhofstruktur des Frühmittelalters, die anscheinend auch verwandtschaftliche Verhältnisse berücksichtigt.

Die Bajuwaren, die seit Mitte des 6. Jahrhunderts große Teile...
Bei der Entstehung von Krebs laufen die genetischen Programme einer Zelle aus dem Ruder. Während Tumore von Erwachsenen viele verschiedene DNA-Mutationen in sich tragen, die den Krankheitsverlauf beeinflussen, sind solche genetischen Defekte bei Kinderkrebs viel seltener. Trotzdem können Krebserkrankungen von Kindern sehr unterschiedlich verlaufen. Für das Ewing-Sarkom konnten ForscherInnen der St. Anna Kinderkrebsforschung und des CeMM dieses Rätsel nun lösen: Dieser Tumor zeigt eine unerwartete Vielfalt an epigenetischen Veränderungen. Die in Nature Medicine veröffentlichte Studie eröffnet neue Perspektiven für die Entwicklung personalisierter Therapien.

(Wien, 30. Januar 2...
Wälder nehmen kontinuierlich Kohlendioxid (CO₂) auf, das wichtigste Treibhausgas der Atmosphäre. Bedingt durch Klimaschwankungen variiert diese Aufnahme allerdings von Jahr zu Jahr. Denn während manche Wälder recht konstant CO₂ umsetzen, reagieren andere eher wechselhaft und instabil gegenüber Klimaänderungen. Ein Forscherteam unter Leitung des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena fand nun zwei wesentliche Faktoren, die hierbei eine Rolle spielen: Je älter die Waldbestände und je größer deren Artenvielfalt, desto konstanter und stabiler ist ihre Fähigkeit, CO₂ aufzunehmen. Die Ergebnisse beruhen auf Datensätzen von 50 weltweit verteilten Wäldern unterschiedlicher...
Dass Antikörper in Millisekunden menschliche Nervenzellen aktivieren und damit ihre Funktion ändern können, ist das überraschende Ergebnis einer vom Lehrstuhl für Humanbiologie der Technischen Universität München (TUM) durchgeführten Studie. Dieses Wissen verbessert das Verständnis der Begleiterkrankungen bestimmter Formen von Krebs – allen voran der sehr problematischen Darmlähmung.

Funktionelle Störungen von Organen, die im Zusammenhang mit einer Tumorerkrankung auftreten, werden Paraneoplastische Syndrome genannt. Diese verursacht nicht der Primärtumor selbst, sondern sie sind häufig eine Folge einer Autoimmunreaktion des Körpers. Dabei richten sich Antikörper im M...
Der Markt für Photovoltaikanlagen ist hart umkämpft. Um höhere Wirkungsgrade zu erreichen und die Kosten zu senken, optimieren die Hersteller kontinuierlich die Produktionsprozesse. Das neue BINE-Projektinfo „Solarzellen günstiger produzieren“ (02/2017) stellt zwei verbesserte Produktionsverfahren vor. Das erste ermöglicht, quasi monokristallines Silizium mit deutlich geringerem Energieaufwand herzustellen und dabei ein sehr reines, hochwertiges Silizium zu erhalten. Das zweite senkt die Materialverluste, wenn der Siliziumblock in viele dünne Scheiben (Wafer) gesägt wird. Dank der neuen Sägetechnologie wird es möglich, aus der gleichen Menge Silizium mehr Wafer zu gewinnen.
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Kann eine einfache Blutprobe die invasive Entnahme von Tumorgewebe ersetzen? Können wenige Milliliter Blut sogar Mammographie und Darmspiegelung überflüssig machen? Was ist dran am Krebstest aus dem Blut, der Liquid Biopsy? Anlässlich des Weltkrebstags am 4. Februar informieren Experten aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) über den aktuellen Stand der Forschung: Was ist heute schon möglich, was in naher Zukunft zu erwarten vom Krebstest aus dem Blut in den Bereichen Krebsfrüherkennung, Therapieentscheidung und Verlaufskontrolle?

Einen Bluttest zur Früherkennung aller nur denkbaren Krebsarten bei Gesunden kündigte vor etwa einem Jahr das kalifornische Unternehmen ...
Ein interdisziplinäres Team von Wissenschaftlern der Technischen Universität Berlin, des Fritz-Haber-Instituts der Max-Planck-Gesellschaft und der Universität Luxemburg hat einen Algorithmus entwickelt, der aus Chemiedaten lernt und ein neues Verständnis komplexer Moleküle erzeugt. Diese Arbeit zeigt das Potenzial von künstlicher Intelligenz oder maschinellem Lernen, den Erkenntnisgewinn in den Naturwissenschaften voranzutreiben.

In den letzten Jahren haben datengetriebene Lern-Algorithmen diverse Disziplinen revolutioniert, darunter die Suche im Internet, Textanalyse und maschinelle Übersetzung sowie Sprach- und Bilderkennung. Aus diesem Grund investieren Technologieunternehme...
Forschende der UZH haben herausgefunden, wie sich unter LSD die Wahrnehmung von Bedeutung im Gehirn verändert. Für die veränderte Wahrnehmung sind die Serotonin 2A-Rezeptoren verantwortlich. Diese Erkenntnis hilft, neue Pharmakotherapien für psychiatrische Krankheiten wie Depressionen, Abhängigkeitserkrankungen oder Phobien zu entwickeln.

Menschen nehmen alltägliche Dinge und Erlebnisse unterschiedlich wahr und messen beispielsweise Musikstücken unterschiedliche Bedeutung zu. Bei psychiatrischen Krankheiten ist diese Wahrnehmung oft verändert. Für Patienten mit Abhängigkeitserkrankungen beispielsweise sind Drogenreize bedeutungsvoller als für nichtabhängige Personen. Oder ...
Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg und der University of Exeter konnten nachweisen, wie intrazelluläre Organellen über definierte Kontaktzonen miteinander in Verbindung treten und dabei Metabolite und Signale austauschen. Die Ergebnisse, die im Rahmen eines Kooperationsprojektes zwischen dem Forscherteam von PD Dr. Markus Islinger aus der Neuroanatomie der Medizinischen Fakultät Mannheim und der Gruppe von Prof. Dr. Michael Schrader an der University of Exeter, UK gewonnen wurden, sind aktuell im wissenschaftlich renommierten Journal of Cell Biology (JCB) veröffentlicht. Über die Kenntnis des molekularen Aufbaus der Kontaktzonen von Organell...
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