In der Chemie ist eine Reaktion spontan, wenn keine externe Energie diese auslöst. Wie viel Energie in einer Reaktion freigesetzt wird, hängt von den Gesetzen der Thermodynamik ab. Bei den spontanen Reaktionen im menschlichen Körper reicht diese oft nicht aus, um medizinische Implantate zu versorgen. Jetzt haben Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für Intelligente Systeme in Stuttgart gemeinsam mit einem internationalen Forscherteam einen Weg gefunden, den Energieertrag zu steigern, indem sie die Energie vieler spontaner Enzymreaktionen speichern und bündeln. Die Arbeit wurde im renommierten Fachjournal Nature Communications veröffentlicht und zeigt, wie reichlich vorkommende, simpl...
Bis vor etwa 40.000 Jahren lebten wenigstens zwei Homininen-Gruppen in Eurasien – Neandertaler im Westen und Denisovaner im Osten. Forscher am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig haben nun das Genom eines Individuums aus Sibirien sequenziert und entdeckt, dass die Mutter dieser vorgeschichtlichen Frau eine Neandertalerin und ihr Vater ein Denisovaner gewesen ist..

Zusammen mit den Neandertalern sind die Denisova-Menschen die nächsten ausgestorbenen Verwandten heute lebender Menschen. „Aus früheren Studien wussten wir bereits, dass Neandertaler und Denisovaner gelegentlich Nachwuchs miteinander gezeugt haben”, sagt Viviane Slon, Forscherin am  M...
Die Veröffentlichung von Ergebnissen aus ersten experimentellen Messungen am European X-Ray Free-Electron Laser (EuXFEL) ist ein weiterer Meilenstein für die seit September 2017 arbeitende Einrichtung. Er ist der erste einer neuen Generation von XFELs, die eine viel schneller Datensammlung erlauben als bisher möglich war. Durch die enorm hohe Zahl von einer Million Pulse pro Sekunde, die am EuXFEL erzeugt werden kann, werden Messungen schneller abgeschlossen, was eine größere Anzahl an Experimenten pro Jahr ermöglicht. Bisher war noch nicht abzuschätzen, ob vorhandene Techniken diese Masse an Röntgenstrahlen auch bewältigen können. Forscher des Max-Planck-Instituts für medizinisch...
Mit der molekulargenetischen Methode CRISPR/Cas können Brüche im Doppelstrang der DNA und damit zufällige Mutationen in jedem Zielgen herbeigeführt werden. Die exakte Reparatur eines Gens mithilfe einer Reparaturkopie ist jedoch nur außerordentlich aufwendig möglich. Dafür haben Forscher der Universität Heidelberg eine Lösung gefunden: Mit der Anwendung eines neuen Ansatzes am Modellorganismus Medaka haben sie die Grundlage geschaffen, um auf einfache Weise die Reparaturkopie eines defekten Gens in die DNA einzuschleusen. Wie der Entwicklungsbiologe Prof. Dr. Joachim Wittbrodt erläutert, ist mit diesem effizienten Verfahren die präzise Geneditierung in der Grundlagenforschung mög...
Werden Wasserproben mit einem Massenspektrometer analysiert, zeigen sich auch Peaks von Verbindungen, die noch gar nicht bekannt sind oder nach denen gar nicht gesucht wurde. Rücken diese Moleküle zu einem späteren Zeitpunkt in den Fokus von Umweltforschenden, können sie rückwirkend in gespeicherten Messergebnissen nachgewiesen werden.

Gespeicherte Messergebnisse aus Massenspektrometren sind eine Fundgrube. Mit „Retrospective Suspect Screening“ – der  rückblickenden Suche nach Verdächtigen – wollen acht Referenzlabors in Europa und Australien, unter ihnen auch die Eawag, diese nun nutzen, um ein weltweites Frühwarn-Netzwerk zu etablieren. So können innert kurzer...
Erstmalig hat ein internationales Forschungsteam ein radioaktives Molekül im All lokalisiert. Die Methodik kann künftig genutzt werden, um Stern-Explosionen aufzuspüren. Die entscheidenden Labordaten lieferten zwei Physiker der Universität Kassel.

Entdeckt wurde das Molekül namens Aluminium-Monofluorid in den Trümmern der Kollision zweier Sterne, die vor etwa 350 Jahren zum ersten Mal beobachtet wurde. Der radioaktive Teil des Moleküls ist ein Aluminium-Isotop (26Al), das bei der Sternenkollision freigesetzt wird und sich in der Umgebung der Sternreste zum Molekül Aluminium-Monofluorid (26AlF) umsetzt. Neueste Beobachtungsdaten von Radioteleskopen ordnete die Arbeitsgruppe Lab...
Ein Lehmziegel aus dem Archiv hatte es dem Archäologen und Historiker Dr. Jan Graefe schon vor Jahren angetan: Was hat es auf sich mit diesem Stück Stein, das zum Turm zu Babel gehören soll und einen Stempel mit dem Namen des einstigen Königs von Babylon, Nebukadnezar, trägt? Und um was genau handelt es sich bei den schwarzen Anhaftungen an dem Ziegel?

Der bekannte Mythos aus dem Alten Testament, der in den rund 2000 Bibeln im gleichnamigen Museum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) beschrieben wird, ist das eine. Der helle, acht Kilogramm schwere Stein ist das andere. Er stammt aus Grabungen Robert Koldeweys (1855–1925) von 1913. Der Bauforscher entdeckte d...
Im digitalen Zeitalter fallen riesige Datenmengen an. Umso wichtiger ist es, Speicher zur Verfügung zu stellen, die schnell und effizient damit arbeiten können. Ein Ansatz ist dabei, die Schaltfähigkeit von Transistoren – also elektronischen Halbleiter-Bauelementen – zu verbessern. Wie das anhand von leitfähigen polymeren ionischen Flüssigkeiten gelingen könnte, haben Chemiker und Physiker der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU), des Max-Planck-Instituts für Mikrostrukturphysik (MPI) und der Universität Leipzig untersucht. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben ihre Ergebnisse kürzlich im "Journal of Materials Chemistry C" vorgelegt.

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Zellen kommunizieren untereinander und mit ihrer Umwelt über Rezeptoren, die in der Zellmembran sitzen. Rezeptoren erkennen spezifische Signale, das sie ins Innere der Zelle weiterleiten und damit eine Reaktion der Zelle hervorrufen. G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) sind die größte Gruppe dieser Membranrezeptoren und kommen in fast allen Lebewesen vor. In der Medizin nehmen GPCRs eine Schlüsselposition ein: Etwa 60 Prozent aller verschreibungspflichtigen Medikamente wirken auf diese Rezeptoren. Wie bestimmte GPCRs auf mechanische Reize von außen reagieren, haben nun Wissenschaftler der Leipziger Universitätsmedizin und der Universität Leipzig entschlüsselt.

Rezeptoren a...
Die Norm ISO/IEC 17025 ist der weltweit gültige Standard für die Akkreditierung von Laboratorien und damit eine der meist angewandten Normen. Bis zum 30. November 2020 haben akkreditierte Prüf- und Kalibrierlaboratorien Zeit, ihre Akkreditierung auf die revidierte Version DIN EN ISO/IEC 17025:2018 umzustellen. Seit 1. Juli diesen Jahres bietet die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) Begutachtungen auf Basis der revidierten Labornorm an.

Damit sich akkreditierte Laboratorien besser auf die Umstellung vorbereiten konnten, hat die DAkkS bereits im Januar eine Anleitung veröffentlicht. Diese steht jetzt in aktualisierter Form zur Verfügung .

Zum Hintergrund

Di...
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