Eine unscheinbare Pflanze könnte bald Karriere als Klimaretter machen: Die Oberflächenhaare des Schwimmfarns sollen Schiffen zu einem zehn Prozent geringeren Kraftstoffverbrauch verhelfen. Die Pflanze hat die seltene Gabe, sich unter Wasser in ein hauchdünnes Kleid aus Luft zu hüllen und dieses monatelang festzuhalten. Forscher der Universitäten Bonn, Karlsruhe und Rostock haben nun aufgeklärt, wie der Farn das macht. Ihre Ergebnisse lassen sich vielleicht zur Konstruktion neuartiger Schiffsrümpfe nutzen, die in einer Hülle aus Luft durch das Wasser gleiten. Derartige Schiffe kämen aufgrund der verringerten Reibung mit deutlich weniger Trei...
T-Zellen sind ein entscheidender Bestandteil des menschlichen Immunsystems. Im Lauf ihrer Entwicklung in der Thymusdrüse erhält jede T-Zelle einen individuellen Rezeptor an der Oberfläche. Dank der Vielfalt dieser Moleküle kann der Körper nahezu jeden Krankheitserreger erkennen und unschädlich machen. Allerdings entstehen im Thymus immer auch T-Zellen, die körpereigene Strukturen erkennen und angreifen könnten. Werden diese nicht unschädlich gemacht, kann dies Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Multiple Sklerose oder Morbus Crohn nach sich ziehen. Nun konnte ein Team um den LMU-Immunologen Professor Ludger Klein in Zusammenarbeit mit Wissen...
Das legendäre Rennpferd Phar Lap konnte viele namhafte Rennen für sich entscheiden. Nach seinem Triumph im berühmten Agua Caliente Handicap 1932 in Mexiko starb das Tier auf einer Tour durch die USA qualvoll unter mysteriösen Umständen. Unter anderem wurde vermutet, dass Phar Lap vergiftet wurde. Ivan M. Kempson (Academia Sinica, Taiwan) und Dermot A. Henry (Museum Victoria, Australien) haben jetzt Haare des Pferdes einer genauen Untersuchung unterzogen. Wie die Forscher in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, scheint das Tier in der Tat an einer Arsenvergiftung gestorben zu sein.

Spuren vieler Substanzen, die dem Körper zugeführt werden...
Bei der Gehirnentwicklung von Säugetieren hat die Evolution einen Trick angewandt: Zusätzlich zur Ventrikularzone, die neurale Stammzellen beherbergt, bildet sich spezifisch im Großhirn eine zweite aus Vorläuferzellen bestehende Schicht, die Subventrikularzone (SVZ) - hier entsteht der Großteil der Nervenzellen der Gehirnrinde. Bei Primaten einschließlich des Menschen findet man am äußeren Rand dieser Zellschicht, der sogenanten OSVZ, einen neuralen Vorläuferzelltyp, dessen Struktur und Funktion bisher nicht verstanden war. Forscher vom Dresdner Max-Planck-Institut für Molekulare Zellbiologie und Genetik (MPI-CBG) haben sich diese Zellen ...
Die Analytik Jena AG blickt auf zwei Jahrzehnte efolgreicher Unternehmensentwicklung zurück. Der Thüringer Hersteller von Analysenmesstechnik wurde im Frühjahr 1990 in den Wende- und Umbruchzeiten als Vertriebsfirma gegründet und gehörte mit der Handelsregisternummer 27 zu den ersten Firmengründungen in der DDR der Nachwendezeit. Mit einem Kapital von 6.000 Ost-Mark starteten die heutigen Vorstände Klaus Berka und Jens Adomat sowie der bereits Ende 1990 ausgeschiedene Walter Maul die Analytik Jena GmbH als "Vertriebsfirma für Analysemessgerät". Heute ist das Unternehmen mit fast 800 Mitarbeitern und einem Umsatzziel von ca. 80 M...
Eine neue, in Berlin entwickelte Untersuchungsmethode könnte Einzug in die Lehrbücher finden. Sie macht vor allem kompakte, dicke Materialien und magnetische Materialien zugänglich, die in der Halbleitertechnologie verwendet werden.
Wenn Sergio Valencia vom Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) mit einem Magnetfeld weiche Röntgenstrahlen ein wenig dreht, interessiert das nicht nur Physiker, sondern auch Hardware-Entwickler der Informationstechnologien. Schließlich lassen sich damit winzige Magnetstrukturen untersuchen, ohne die kaum ein moderner Rechner auskommt. Zunächst werden aber Grundlagenforscher die Methode nutzen, die Sergio Valencia und Andreas Gaupp mit...
Alles Leben auf der Erde ist von Unordnung bedroht. In dieser Hinsicht gleicht eine Zelle einem Schiff, das in einem Meer von Unordnung zu sinken droht: Deshalb muss sie ständig unter Energieaufwand ihren Ordnungsgrad bewahren, um nicht unterzugehen – bildlich gesprochen muss das eindringende Wasser der Unordnung also permanent ausgepumpt werden. Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für molekulare Physiologie in Dortmund haben nun herausgefunden, wie Zellen die korrekte Verteilung von Proteinen in ihrem Innern sicherstellen. Demnach werden viele Proteine, die zur Zellmembran transportiert werden sollen, mit einem Fettsäureanker versehen, der sie in der Zellmembran ve...
Übermalte Wandgemälde galten lange Zeit als unwiederbringlich verloren. Denn herkömmliche Verfahren eignen sich selten, um die verborgenen Werke schonend sichtbar zu machen. Mit Terahertz-Strahlen wollen Forscher die Malereien jetzt zerstörungsfrei "enthüllen".
Viele Kirchengemälde bleiben der Nachwelt verborgen, weil sie im Lauf der Jahrhunderte übermalt wurden. Vor allem im 16. Jahrhundert verdeckten reformatorische Bilderstürmer die religiösen Wandmalereien. Doch auch in späterer Zeit wurden diese oftmals übermalt, und so überlagern heute mehrere Schichten die künstlerischen Fassungen unterschiedlicher Epochen...
Mit zunehmender Lebenserwartung in den Industrieländern steigt auch die Zahl der Demenz-Erkrankungen. Zu 60 Prozent gehen diese auf die Alzheimer’sche Krankheit zurück, die durch den Verlust bestimmter Neuronen in der Großhirnrinde verursacht wird. Verantwortlich dafür sind, so der derzeitige Kenntnisstand, nicht die sichtbaren Ablagerungen oder Plaques im Gehirn, sondern deren Vorstufen. Das sind kürzere kleinere Proteinaggregate aus dem Beta-Amyloid-Peptid. Gelingt es, deren Entstehung zu verhindern, sollte die Krankheit nicht auftreten. Doch wie und wo kann man in diesem Prozess eingreifen? Bisher wusste man nur, dass das Enzym mit dem sprechenden Namen &bd...
Nach dem Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull haben Wissenschaftler der Universität Göttingen erstmals mit einer Elektronen-Mikrosonde einzelne Staubteilchen aus der Aschewolke analysiert und deren chemische Zusammensetzung untersucht. Ihre Proben sammelten die Forscher am vergangenen Wochenende nach einem leichten Regen auf der Oberfläche frisch gewaschener Autos. Zwar hatten sich dort nur wenige Milligramm (1 Milligramm = 0,001 Gramm) pro Quadratmeter abgelagert, doch Prof. Dr. Gerhard Wörner und Dr. Andreas Kronz von der Abteilung Geochemie am Geowissenschaftlichen Zentrum der Universität gelang es, die Aschepartikel unter dem Elektronenmik...

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