Einen bisher unbekannten Weg, auf dem energiereiche Strahlung in Wasser langsame Elektronen freisetzen kann, haben Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Plasmaphysik (IPP) in Garching/Greifswald und des Fritz-Haber-Instituts in Berlin entdeckt. Die Ergebnisse wurden jetzt in dem renommierten Fachblatt "Nature Physics" publiziert. Freie Elektronen spielen eine große Rolle bei chemischen Prozessen. Insbesondere könnten sie für das Entstehen von Strahlenschäden in organischem Gewebe Bedeutung besitzen.
Trifft ionisierende Strahlung auf Materie, dann werden stets große Mengen langsamer Elektronen freigesetzt. Bisher nahm man an, dass diese El...
Sie sind in ausgewachsenem Zustand nur 1-2 mm groß: die "Nasonia"-Wespen. Doch auf ihnen ruhen große Hoffnungen. Nasonia sind parasitische Insekten, die Fliegenpuppen befallen und dadurch einen bedeutenden Schädling der Landwirtschaft auf natürliche Weise bekämpfen. Damit ihre Nachkommen Nahrung aus dem befallenen Insekt ziehen können, muss die Wespe, welche rund 40-50 Eier in eine einzige Fliegenpuppe legt, einen zu frühen Tod der Wirts-Fliegen verhindern. Als biologischer Schädlingsbekämpfer ist Nasonia noch nicht perfekt. Das könnte sich in Zukunft gentechnisch ändern lassen, denn jetzt ist das gesamte Genom von Nasonia in...
Steigende Temperaturen, schmelzende Gletscher und extreme Niederschläge: Der Klimawandel heizt uns ein. Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Biochemie in Martinsried und des Genzentrums der Ludwig-Maximilians-Universität München ist es nun gelungen, ein Schlüsselprotein der Photosynthese (Rubisco) im Reagenzglas nachzubauen. Es bindet Kohlendioxid. "Aber dies leider ineffektiv", sagt Manajit Hayer-Hartl, Gruppenleiterin am MPI für Biochemie. Die Forscherin will das künstlich hergestellte Protein nun so verändern, dass es effektiver Kohlendioxis umsetzt als das Original aus der Natur. (Nature, 14. Januar 2010)

Die Photosynt...
Ob Brillen oder Kameraobjektive: Die meisten optischen Bauteile sind mit einer Antireflexschicht entspiegelt. In die Beschichtung von optischen Gläsern könnte nun auch bald die Nanotechnologie Einzug halten: Forscher des 1. Physikalischen Instituts der Universität Stuttgart haben herausgefunden, dass die Beschichtung mit metallischen Nanopartikeln die Lichtreflexion fast vollständig unterdrücken kann. Dies ermöglicht hauchdünne Beschichtungen, die beispielsweise für integrierte Optiken oder für Solarzellen interessant sind. Über die Untersuchungen berichtet die renommierte Fachzeitschrift „Physical Review B“ in ihrer aktuellen Aus...
Forscher weisen "Neuprogrammierung" von T-Helfer-Zellen des Immunsystems nach, die beim Kampf gegen Allergien helfen könnte - Veröffentlichung in Immunity
T-Helfer-Zellen gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind die zentralen Organisationseinheiten des Immunsystems. Sie haben die besondere Fähigkeit, sich nach ihrer Aktivierung in stark unterschiedliche, hoch spezialisierte Untergruppen zu entwickeln, je nachdem, welche Arten von Krankheitserregern bekämpft werden sollen. So eignet sich zum Beispiel eine Untergruppe, sogenannte T-Helfer-1-Zellen (Th1-Zellen), am besten zur Abwehr von Viren, während eine andere, Th2-Zellen, auf die ...
Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München haben einen entscheidenden Mechanismus im Vermehrungszyklus des Epstein-Barr-Virus aufgeklärt. Unter Federführung von Prof. Wolfgang Hammerschmidt gelang es, die Funktion eines Proteins zu identifizieren, das für die Vermehrung des Virus eine wesentliche Rolle spielt. Epstein-Barr-Viren können Krebs auslösen. Die in der aktuellen Ausgabe des renommierten Fachmagazins PNAS veröffentlichten Ergebnisse sind damit ein wesentlicher Schritt zum Verständnis des Wachstums von Tumoren.

Das Epstein-Barr-Virus (EBV), ein Vertreter der Herpes-Viren, hat zwei verschiedene Lebensphasen: Nach der Infektion ein...
Einem europäischen Forscherteam ist es gelungen, Elektronen voneinander zu trennen, die durch quantenmechanische Effekte miteinander verbunden sind. Trotz der räumlichen Trennung bleibt diese physikalische Verbindung beider Teilchen erhalten – ein Effekt, den Wissenschaftler als quantenmechanische Verschränkung bezeichnen und der bisher nur an Lichtteilchen und nicht an Materie-Bausteinen beobachtet werden konnte. Die Entdeckung könnte den Bau ultraschneller Computer ermöglichen und zur Entwicklung von Sicherheitssystemen zur Verschlüsselung von Daten beitragen

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Goethe aß das Teltower Rübchen mit Vorliebe. Ob das Universalgenie auch ein naturwissenschaftliches Interesse an ihm hatte, ist indes nicht überliefert. Iryna Smetanska wiederum ist die kulinarische Seite des Rübchens nicht besonders wichtig. Die Lebensmitteltechnologin hat ein Auge auf das kleine Gemüse geworfen, weil es vor Glucosinolaten nur so strotzt. In 100 Gramm Teltower Rübchen finden sich bis zu 800 Milligramm dieser Substanz.

Glucosinolate gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen. Das sind jene Stoffe, die für die Pflanze erst dann lebensnotwendig werden, wenn Feinde abzuwehren sind. Aber da seit Anfang der 1990er Jahre best...
Eine technologische Vision soll Wirklichkeit werden: Wissenschaftler aus Deutschland, Österreich, Serbien, Italien und Griechenland wollen so genannte Metamaterialien mit negativem Brechungsindex (Negative Index Materials, NIM) für den sichtbaren Spektralbereich herstellen. An dem EU-Projekt mit dem Titel NIM_NIL sind auch Forscher des Leibniz-Instituts für Analytische Wissenschaften (ISAS) am Standort Berlin beteiligt. Als Experten für zerstörungsfreie optische Charakterisierung werden sie die optischen Eigenschaften der neuen Materialien analysieren.

Metamaterialien beflügeln seit Jahrzehnten die Phantasie von Wissenschaftlern, denn sie haben besond...
Eine noch junge, aber erfolgversprechende Methode hält weltweit Einzug in die Labore der Humangenetiker und der genetischen Epidemiologen: In genomweiten Assoziationsstudien (GWAS) können die Forscher erkrankungsassoziierte Gene und ihre natürlich vorkommenden häufigen Varianten identifizieren, die in der Allgemeinbevölkerung das Erkrankungsrisiko für Volkskrankheiten erhöhen. Mit diesem Ansatz erforschten die Teams der LMU-Mediziner Dr. Stefan Kääb sowie Dr. Arne Pfeufer vom Klinikum rechts der Isar der TU München sowie Kollegen vom Helmholtz Zentrum München in internationaler Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern aus 48 Forschungszentren...
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