Krankheiten des Menschen können Wissenschaftler jetzt auch mit „knock-out“-Ratten erforschen. Das war bisher nur mit entsprechenden Mäusen möglich. Dr. Zsuzsanna Izsvák und Dr. Zoltán Ivics vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch haben zusammen mit Dr. F. Kent Hamra von der Southwestern University in Dallas, Texas, USA, mit sogenannten springenden Genen (Transposons) eine alternative Methode entwickelt, mit der sie Gene, deren Funktion sie untersuchen wollen, in Ratten ausschalten (engl. to knock out) können (Nature Methods, doi:10.1038/nmeth.1461)*.
Ratten gehören in der Forschung zu den wichtigsten ...
Pflanzen müssen, um die eigene Fortpflanzung zu sichern, die Zahl ihrer Stammzellen genau ausbalancieren. Das für diese Aufgabe wichtigste Gen haben Forscher aus Heidelberg, Tübingen und Santa Fe (Argentinien) bei Experimenten an einem Modellorganismus der Biologie, der Ackerschmalwand Arabidopsis thaliana, detailliert untersucht. Das Team um Prof. Dr. Jan Lohmann von der Universität Heidelberg konnte zeigen, wie dieser „Regisseur“ arbeitet und welche anderen molekularen Akteure von ihm beeinflusst werden. Dabei sind auch überraschende Gemeinsamkeiten mit der Stammzellkontrolle bei Tieren zutage getreten. Die Forschungsergebnisse werden heute in „De...
Bochumer Chemikern ist es gelungen, gesunde und beschädigte Spermien anhand ihrer spektralen, chemischen Signatur in Sekundenschnelle zu unterscheiden. Die Technik hat das Potential für einen neuartigen Fertilitätstest, der nicht nur morphologische sondern auch chemische Signaturen berücksichtigt. Wegen dieser grundsätzlichen Bedeutung wurde die Veröffentlichung als Highlight in „Chemical Biology“ und als News in „Chemistry World" der Royal Society of Chemistry im Mai gewürdigt.

Der Motor des Rennwagens Spermium
Die Natur hat Spermien ähnlich wie einen Rennwagen auf ihre Funktion optimiert. Sie bestehen aus versch...
Innovative analytische Methoden der Inhaltsstoffbestimmung (Metabolomics) in Kombination mit ausgefeilten statistischen Verfahren erlauben erstmalig die Unterscheidung von Rebsorten, Herkunftsorten, Jahrgängen sowie Qualitäten von Wein allein aufgrund seiner Inhaltsstoffe – seines chemischen Fingerabdrucks.
Seit Jahrtausenden wird Wein aus Trauben gewonnen. Die reifen Früchte der verschiedenen Rebsorten werden gepresst, mittels Hefen vergoren und in Fässern gelagert. Jeder dieser Schritte hinterlässt Spuren in Form von Inhaltsstoffen im Wein. Wein ist also eine Sammlung von Substanzen verschiedener Herkunft.
Viele Untersuchungen sind durchgeführt...
Biochemiker der Universitäten Lübeck und Hamburg richten eine Forschungsgruppe ein, mit der der Bauplan neuer Viren wirksamer aufgeklärt werden soll. Damit wollen sie die Methoden zum Design neuer antiviraler Wirkstoffe weiterentwickeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung finanziert das Vorhaben mit rund einer Million Euro für fünf Jahre.
Zur Gründung der Nachwuchsgruppe "Strukturelle Infektionsbiologie unter Anwendung neuartiger Strahlungsquellen" (SIAS) findet am Montag, dem 17. Mai 2010, ein internationales Fachsymposium am Deutschen Elektronen-Synchrotron (DESY) in Hamburg statt (Gebäude 28c, FLASH-Hörsaal, 14 bis 1...
Im Rahmen einer EU-weiten Initiative zur Systembiologie wird von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg das internationale ApoNET Forschungsprojekt koordiniert, das mit modernen Genom-Sequenziermethoden und Computermodellen zu einem besseren Verständnis von Apoptose-Netzwerken in Leberzellen beitragen soll. Das Projekt wird im Rahmen des EraSysBio+ Programms mit 1.7 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und von der Europäischen Kommission gefördert.

Professor Dr. Michael Boutros, Inhaber des Lehrstuhls für Zell- und Molekularbiologie an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität ...
Die frohe Botschaft einer Schwangerschaft hat für medizinisches Personal direkte Folgen in puncto Strahlenschutz: Mitarbeiterinnen, die beim Röntgen helfen, in der Nuklearmedizin oder der Strahlentherapie tätig sind, mussten bis vor kurzem zusätzlich zu den üblichen passiven Dosimetern auch elektronische Dosimeter tragen. Diese haben den Vorteil, dass die Dosiswerte direkt und jederzeit abgelesen werden können und nicht langwierig monatsweise ermittelt werden müssen. Doch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) hat festgestellt, dass viele elektronische Dosimeter bei gepulster Strahlung - die inzwischen in allen human-, zahn- und tiermedizinischen R...
Wissenschaftler aus Marburg und Würzburg haben aufgeklärt, wie das Protein p53 krebsgefährdete Zellen in den Selbstmord treibt: Die Entscheidung über Leben und Tod hängt davon ab, ob mehrere p53-Moleküle zusammenwirken oder nicht, wenn sie an Selbstmord-Gene andocken. Die Forscher um Professor Dr. Thorsten Stiewe von der Philipps-Universität beschreiben ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift „Molecular Cell“, die heute erscheint.
Das Protein p53 gilt als „Wächter des Genoms“, weil es die Zellteilung unterbindet, wenn die Erbsubstanz DNA Schäden aufweist. Die teilungsbereite Zelle gewinnt dadurch Z...
Bei extrem tiefen Temperaturen können sich Atome in sogenannten Bose-Einstein-Kondensaten zu kohärenten, laserartigen Materiewellen zusammenschließen. Aufgrund der Wechselwirkungen der Atome untereinander entwickeln diese Materiewellen eine Art Eigendynamik, die zu einem zeitlich periodischen Zusammenbrechen und Wiederaufleben des Wellenfeldes führt. Einer Gruppe um Prof. Immanuel Bloch (Lehrstuhl für Experimentalphysik an der Ludwig-Maximilians-Universität München und Direktor der Abteilung Quanten-Vielteilchensysteme am Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München) gelang es jetzt erstmals, diese Quantendynamik über lange Z...
Die ständig fortschreitende Verkleinerung der Strukturen auf Computerchips führt dazu, dass bald die Grenze erreicht wird, jenseits der die Gesetze der klassischen Physik nicht mehr gelten. Weltweit gehen daher Wissenschaftler der Frage nach, ob und wie sich Quanteneffekte für die Übertragung und Verarbeitung von Informationen nutzen lassen. Vielversprechende Systeme sind z. B. Quantennetzwerke, in denen einzelne Lichtquanten die Daten zwischen den Knoten – z.B. einzelnen Atomen – übertragen. Dort werden die Informationen dann gespeichert und verarbeitet. Ein wichtiges Element bei der Entwicklung und Konzeption solcher Systeme ist die „Elektromagnet...
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