Auf dem Jungfraujoch analysiert die Schweizer Materialforschungsinstitution Empa kontinuierlich die Zusammensetzung der Schweizer Luft - und liefert damit wichtige Hinweise zu den vom Vulkan Eyjafjallajökull verursachten Veränderungen der Schadstoffkonzentrationen über der Schweiz. Mit Hilfe derartiger Messungen und atmosphärischer Transportmodelle untersuchen Empa-Forscher normalerweise in der Vergangenheit liegende Emissionen. Verwendet man für die Computermodellierung Wettervorhersagen, können aber auch Prognosen gestellt werden - etwa wohin sich die Wolke aus isländischer Vulkanasche über Europa in den nächsten Tagen bewegen wird.
Messger...
Um kommunizieren zu können tauschen Nervenzellen geladene Ionen mit ihrem umgebenden Medium aus. Welche Funktion dabei die allgegenwärtigen Chlorid-Kanäle haben, blieb jedoch Spekulation. So wurde ein Zusammenhang zwischen dem Chlorid-Kanal ClC-2 und Epilepsie vermutet. Nun konnten Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für Neurobiologie in Martinsried gleich mehrere Annahmen über diesen Kanal bestätigen und zeigen, warum die erwarteten epileptischen Anfälle ausbleiben, wenn ClC-2 Kanäle in Nervenzellen fehlen. Die Ergebnisse zeigen auch eine ganz neue Möglichkeit, wie Nervenzellen aktiv die Weitergabe von Informationen beeinflussen können....
Im iNano Institut der Hochschule Niederrhein ist ein neuartiger Plagiatsschutz entwickelt worden, der hochwertige Polymere und Oberflächen vor Produktpiraterie schützt. Verwendet werden dazu neuartige leuchtende Farbstoffe, mit denen die Kunststoffe und Oberflächen intern und extern markiert und mit einem handgeführten Detektor erkannt werden können. Institutsleiter Prof. Dr. Jürgen Büddefeld und Dr. Peter Klauth stellen das Verfahren derzeit auf der Hannover Messe Industrie auf dem Stand des Forschungslandes NRW vor.

Bei Medizinprodukten ist der Schaden durch Produktpiraterie besonders hoch, so Jürgen Büddefeld. High-Tech-Unternehmen s...
Ob verschiedene Gerüche schnell unterschieden werden können, hängt von bestimmten Synapsen im Gehirn ab, die die Nervenerregung hemmen. Wissenschaftler um Professor Dr. Thomas Kuner am Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät Heidelberg und Dr. Andreas Schäfer am Max-Planck-Institut für medizinische Forschung haben gezeigt, dass Mäuse, denen ein bestimmter Rezeptor im Riechhirn fehlt, ähnliche Gerüche schneller auseinander halten können, als Mäuse ohne genetische Manipulation. Dieses Verhalten ließ sich direkt auf Hemmschleifen zwischen benachbarten Nervenzellen zurückführen.

Die E...
Viren haben sich im der Laufe der Evolution optimal an ihre Wirtszellen angepasst und sind so ideale Überträger für Gene. Forscher und Ärzte setzen virale Nanopartikel als Gen-Taxi ein - zum Beispiel in der Gentherapie oder zur Reprogrammierung von Körperzellen in induzierte pluripotente Stammzellen (iPS). Die von Dr. Dr. Axel Schambach geleitete Arbeitsgruppe "Hematopoetic Cell Therapy" in der Abteilung für Experimentelle Hämatologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) im Exzellenzcluster REBIRTH (From Regenerative Biology to Reconstructive Therapy) konnte nun mit viralen Nanopartikeln gezielt und dosiert Proteine in Zellen einschleusen. ...
Der Ouroboros ist ein in vielen Kulturen verbreitetes archaisches Motiv einer sich in den Schwanz beißenden Schlange, das die Ewigkeit und Zyklen symbolisiert. Julius Rebek, Jr. und Fabien Durola (The Scripps Research Institute, La Jolla, USA) haben jetzt einen "molekularen Ouroboros" konstruiert und dieser Verbindungklasse den passenden Namen "Ouroborand" gegeben. Wie die Forscher in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten, ist ihr Ouroborand eine molekulare "Maschine" mit der Funktion eines Nanogefäßes mit eingebautem Schalter, der den Zugang zu seinem Hohlraum reguliert.

Molekulare Maschinen und nanoskopische Bauteile imitiere...

Bei Chemieunternehmen denken viele Menschen zuerst an die großen Chemiekonzerne wie Bayer oder BASF. Dabei gibt es gerade in Deutschland eine Vielzahl an kleinen und mittelständischen Unternehmen. Und auch die Zahl an Selbstständigen und Freiberuflern, z.B. in der chemischen Analyse und Beratung, steigt kontinuierlich an.

Das Projekt „ExiChem“ untersucht die Rahmenbedingungen für Gründer/innen in der Branche und will Hindernisse auf dem Weg in eine selbstständige, unternehmerische Tätigkeit aufdecken. Ziel ist es, einen Beitrag zum Abbau von Barrieren in die Selbstständigkeit zu leisten.
Zu diesem Zweck führt das P...

Superschnell und leistungsstark: So sollen Quantencomputer einmal sein. Doch vor der Realisierung dieses völlig neuen Computertyps stehen noch technische Hürden. Über Fortschritte auf diesem Gebiet berichten Physiker der Uni Würzburg in „Nature Photonics“.

„Zum Bau von Quantencomputern sind als Informationsträger gute Quantenbits nötig“, sagt der Physiker Martin Kamp. Was ein gutes Quantenbit ausmacht? Es muss verschiedene physikalische Zustände annehmen können, die beliebig manipulierbar und möglichst langlebig sind.

Um solche Bauelemente zu erhalten, beschreiten Wissenschaftler weltweit verschiedene ...
Wissenschaftler der Uniklinik Köln haben 15 Jahre nach der Entdeckung der Risikogene BRCA1 und BRCA2 ein weiteres Gen gefunden, das erblichen Brust- und Eierstockkrebs auslöst. Die Ergebnisse dieser Arbeiten wurden jetzt in der aktuellen Ausgabe des Fachmagazins Nature Genetics* veröffentlicht. Risiko-Gene zu identifizieren, ist die wesentliche Voraussetzung dafür, den betroffenen Frauen eine maßgeschneiderte und engmaschige Früherkennung anbieten zu können.
Das neue Risiko-Gen für erblichen Brust- und Eierstockkrebs heißt RAD51C. Seine
Funktion ist es normalerweise, die Erbsubstanz einer Zelle fehlerfrei zu halten.
Veränderu...
Forscher der Universität Basel und der Universität Freiburg im Breisgau haben lange gesuchte Bausteine eines der wichtigsten Neurotransmitter-Rezeptoren des zentralen Nervensystems entdeckt. Die Forschungsergebnisse wurden von der renommierten Wissenschaftszeitschrift "Nature" online veröffentlicht.
Den Forschern um Prof. Bernhard Bettler (Universität Basel) und Prof. Bernd Fakler (Universität Freiburg) ist es gelungen, die Zusammensetzung von GABA-B-Rezeptoren des Gehirns umfassend zu analysieren. Dabei haben sie vier Mitglieder einer bislang uncharakterisierten Genfamilie, der sogenannten KCTD-Proteine, als neue Bestandteile der GABA-B-Rezeptorkomple...
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